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"Hell Over Deathmarschen" OBSKURA, 13. April 2013
OBSKURA 01 "Hell Over Deathmarschen"
OBSKURA, 13. April 2013


Weites flaches Land, Felder und Äcker, so gestaltet sich Dithmarschen an der Nordseeküste. Unweit von Wacken steht der Metal in voller Blüte. So auch im Matrix in Heide beim "Hell Over Deathmarschen" am Samstag, 13. April 2013. Fünf Bands zum Spottpreis von 7 EUR an der Abendkasse. Da bleibt noch genug über für die eine oder andere Hopfenkaltschale.

Als Opener fungierten OBSKURA. Die vier Jungs aus Schleswig und Umgebung servierten besten Old School Death Metal. Im Gegensatz zur Band und zur Location war der Sound nicht besonders gut. Da hätte ein professioneller Mischer bestimmt mehr rausholen können. Der Unterschied zum OBSKURA-Sound beim Meltdown-Festival 2012 war jedenfalls immens.

OBSKURA 02Doch egal, Marco, Jan, Guido und Boris wussten, wie man den Laden anheizt und das Publikum zum Kochen bringt. Die Setlist bestand zum größten Teil aus Klassikern der mittlerweile über zwanzigjährigen Bandgeschichte. Genial z.B. die mitgebrachte Handkurbelsirene für das Intro von "Stonewar". Sänger Marco gab alles und ließ sein Organ irgendwo zwischen Max Cavalera und L.G. Petrov ertönen, während er parallel seiner Sechs-Saiten-Axt metallische Klänge entlockte. Frei nach dem Motto: "Brutaly Reigns". Zusammen mit Gitarrist Jans Solospiel erschallte ein zweistimmiges Gitarrenbrett aus den Verstärkern, das es in sich hatte. Die Doublebass-Attacken der Rhythmusformation um Guido und Boris machte den Sound komplett. Flitzefinger Guido zeigte dabei, wie ein Steve Harris spielen würde, wenn dieser härtere Musik machte als bei seinen Eisernen Jungfrauen.

Offenbar konnte die Gitarrenstimmung nicht tief genug sein, so dass OBSKURA bei Songs wie "Into A New Age" in die Trickkiste griffen und just auf der Bühne auf Dropped C-Tuning umstimmten. Das Publikum bedankte sich mit moshendem Kopfnicken. Die Zeit schien dahinzurasen, denn mit einem ausladenden Schlussakkord war der Auftritt von OBSKURA nach einer knappen Dreiviertelstunde nur allzuschnell zu Ende.

OBSKURA 04Leider mussten wir auch frühzeitig gehen, so dass wir von den anderen Bands nicht viel mitbekamen. Der Sound im Matrix wurde aber nicht besser. Der Club veranstaltet übrigens regelmäßig Metal, Rock ("Metal & Rock Night", "Classic Rock Night") und Gothic Events ("Vampire Night Of Darkness") und man fühlt sich gleich heimisch - eine empfehlenswerte Location.

Da Marco sich räumlich von Schleswig Holstein trennen wird, bleibt die Stelle des Sängers und Gitarristen vakant. Grunzen kann ich nicht und Gitarre habe ich die letzten sieben Jahre auch nicht mehr gespielt. Nach "Hell Over Deathmarschen" habe ich mich jedoch entschlossen, als Gitarrist wieder voll einzusteigen und mich OBSKURA anzuschließen. Seien wir also gespannt, was da in Zukunft noch kommen wird. Marco wird sich im Juni mit einem Doppelschlag bei den "Meltdown" und "Mayhem In June"-Festivals in Kiel und Schleswig verabschieden.

OBSKURA 02









Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos: BIANCA (Schattenfrau)




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