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Hard Rock Session - Colmar Parc De Expositions, 10.08.2016

Die alljähliche Hard Rock Session, welche ihren festen Platz schon längst nicht mehr zu verteidigen braucht und wie immer im August, während der großen Messe im Parc de Expositions über die sprichwörtliche Bühne geht, zog auch diesmal wieder einige Tausend Fans nach Colmar (genauer gesagt gut 7000 Besucher), wo man die vier dafür verpflichteten Bands gebührend abfeiern wollte.


Den Auftakt machten mit MASS HYSTERIA eine Formation, die nicht nur aus Frankreich stammt, sondern auch ihre Landessprache nutzen, um ihre Songs so etwas aus der Masse zu heben.
Leider war es mir nicht möglich, ihrem Gig beizuwohnen, da wir leider Gottes kurz vor dem Parc De Expositions im Stau standen.
Schlussendlich waren es nur 2 Songs, die ich noch mitbekam.
Der Reaktion vom Publikum nach zu urteilen, scheinen sie aber ihre Sache recht gut gemacht zu haben.
Und auch die danach folgende Band wurde meiner Meinung nach sehnlichst vom Publikum erwartet.


Wer ARCH ENEMY in letzter Zeit mal live erleben durfte, der weiß wohl wie energiegeladen ihre Show ist.
Fronfrau Alissa White-Gluz scheint jeden Zentimeter der Bühne, auf welcher sie stehen für sich zu nutzen.
Und über ein Gitarren-Doppel wie Michael Amott und Jeff Loomis braucht man wohl wirklich keine Worte mehr verlieren, denn was die beiden aus ihren Äxten holen, treibt einem gestandenen Metalhead mit Sicherheit die Freudentränen in die Augen.
Schade nur, dass der Sound an diesem Abend nicht so recht gefallen konnte.
Selbst ein stetiger Platzwechsel meinerseits auf der Suche nach nem besseren Klang brachte keinen spürbaren Erfolg.
Aber genug kritisiert, denn was die Songauswahl von ARCH ENEMY angeht, so war alles im grünen Bereich.
Auch wenn sie seit ihrem letzten Output „War Eternal“ fast Nonstop auf Tour waren, sind sie immer noch genauso frisch wie zum Beginn jener Odyssee.
Die Band ist eine Marke für sich und das merkt man ihnen auch jedes Mal wenn sie die Stage für sich in Anspruch nehmen.
Nachfolgend noch die Setlist von diesem Abend:

Khaos Overture
Yesterday Is Dead and Gone

War Eternal
Ravenous
Stolen Life
My Apocalypse
You Will Know My Name
As the Pages Burn
Under Black Flags We March
Avalanche
No Gods, No Masters
We Will Rise
Nemesis


Die darauffolgenden SLAYER mussten sich wahrlich nicht lange anstrengen, um das Auditorium vor der Bühne in Sekundenschnelle im Sack zu haben.
Leider muss ich auch hier anmerken, dass der Sound im Allgemeinen sehr zu wünschen übrig ließ.
Keine Ahnung was da los war, denn in den vergangenen Jahren gab es in dieser Hinsicht nie Grund zur Klage.
Wie dem auch sei, SLAYER trafen den Nerv des Abends und verwandelten den Bereich vor der Stage zu einem Hexenkessel.
Ein Kracher nach dem anderen wurde vom Publikum wie die lebensnotwendige Luft, die man zum atmen braucht eingesogen.
Tom Araya schrei sich teilweise die Seele aus dem Leib, um kurze Zeit später wieder völlig normal (was man im Falle von SLAYER halt normal nennt) ins Mikro zu trällern.
Auch die Gitarrenfraktion, die von einem gewitterverdächtigen Drumsound geführt wurde, ließ keine Wünsche offen.
SLAYER sind wahrlich eine sichere Bank, wenn es darum geht, ein funktionierendes Festial, bzw: Event aufzuziehen.
Dies belegen auch ihre zahlreichen Auftritte in diesem Jahr alleine auf deutschem Boden, sowie angrenzenden Ländern.
Hier noch ein Blick auf die Setlist für all diejenigen, die nicht am Start waren:

Delusions of Saviour
Repentless
Disciple
Postmortem
Hate Worldwide
War Ensemble
You Against You
Mandatory Suicide
Fight Till Death
Dead Skin Mask
Seasons in the Abyss
South of Heaven
Raining Blood
Angel of Death


Den Posten des Headliners des Abends hatten mit LIMP BIZKIT eine Formation inne, über die man wohl nicht mehr viele Worte verlieren muss.
Ich selbst muss gestehen, dass ich mich nie als Fan dieser Band sah und es auch nach ihrem Auftritt bei der Hard Rock Session nicht geworden bin.
Aber das ist meine eigene Meinung.
Wenn ich mir das Publikum anschaute, war ich doch recht schnell davon überzeugt, dass Fred Durst und seine Jungs die Fans sehr schnell begeistern konnte.
Die Songauswahl schien in dem Fall zu passen und selbst Einspielungen von bekannten Bands der Marke PANTERA, VAN HALEN, oder AC/DC kamen satt an.
Mir erschloss sich der Grund dieser Einspielungen zwar nicht, aber scheinbar gehört dies wohl zum Programm und dies hätten sie in all den Jahren beibehalten.
Auch wenn ich mit deren Musik nicht wirklich viel anfangen kann, gebe ich gerne zu, dass sie ihr Stageacting doch sehr gut im Griff hatten und die Zuschauer so voll auf ihre Kosten kamen.
Somit waren LIMP BIZKIT wohl auch eine Bereicherung für Colmar und die Gäste dieses Abends.
Das ist ja letztendlich das was zählt.
Auch hier noch die Setlist für jene, die noch auf Wolke 7 schweben und sich noch einmal vor Augen führen wollen, was sie an diesem Abend sehen und hören durften:

Hot Dog
Rollin' (Air Raid Vehicle)
My Generation
Livin' It Up
My Way
Heart-Shaped Box /
Smells Like Teen Spirit (Nirvana cover)
Boiler
Gold Cobra
Faith (George Michael cover)
Break Stuff
Take a Look Around


Die durchaus heftige Ausrichtung (was den musikalischen Sektor angeht) bei der diesjährigen Hard Rock Session hatte schon was für sich.
Meine Favoriten waren einmal mehr ARCH ENEMY, die mich wieder einmal total kickten und mich so veranlassten, selbst bei einem T-Shirt Preis von 30 € nicht lange zu überlegen und mir deshalb eins zulegen musste.
Alles in allem ist dieses Event jedes Jahr wieder eine Reise wert.
Bleibt somit also nur mal wieder die Frage, wen die Veranstalter wohl im kommenden Jahr für sich gewinnen können.
Solange heißt es abwarten und … trinken!

 

Pics by Heiko Bendigkeit
http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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