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Hard Rock Session - Colmar Parc De Expositions, 10.08.2015
Auch in diesem Jahr hatten die Veranstalter der Messe in Colmar für die Freunde der härteren Musik wieder ein Bündel in Form der schon lange etablierten Hard Rock Session geschnürt.
Mit ENSIFERUM, W.A.S.P., ACCEPT und SABATON ragten vier große Namen von den Plakaten, die dem Publikum am 10.08. dann auch ordentlich einheizten.

Mit ENSIFERUM kam eine Band auf die Bühne, die scheinbar auch die Franzosen für sich entdeckten, denn von Beginn an war die Stimmung auf einem guten Level, sodass es für die Finnen eine Leichtigkeit war, das Publikum mit den Stücken „Axe Of Judgement“, „Heathen Horde“, „Twilight Tavern“, „Ahti“, „From Afar“, „Burning Leaves“ und „Two Of Spades“ bei Laune zu halten.
Man konnte sogar einige Anwesende ausmachen, die der Gesichtsbemalung der Band frönten und dies mehr oder weniger gekonnt gleichtaten.
Der Einstieg in den Tag war mit diesen Jungs auf alle Fälle eine sichere Sache.

Und auch die zweite Band des Tages hatte mal wieder alle Trümpfe in der Hand, denn wo Blackie Lawless und seine Herren auftaucht, ist eine gute Stimmung fast schon vorprogrammiert, was natürlich auch an der Laune des erwähnten liegt, die ja nicht immer auf dem Höhepunkt ist.
Doch sowohl an diesem Tag, als auch schon kurz zuvor beim Bang Your Festival, wo sie ebenfalls mit am Start waren, konnte man schon fast ein beruhigendes Grinsen in seinem Gesicht ausmachen, was dann im Endeffekt doch sehr viel aussagte, denn auch dieser Gig wie schon jener beim eben erwähnten BYH war absolute Oberklasse.
Man wurde regelrecht mit Klassiker bombardiert, was zur Folge hatte, dass die Anwesenden sich über „On Your Knees/The Turture Never Stops“, „The Real Me“, „L.O.V.E. Machine“, „Wild Child“, „The Idol“, „I Wanna Be Somebody“, „Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)“ und „Blind In Texas“ erfreuen durften.
Auch wenn seine arrogante Art nicht bei jedem gut ankommt, hat Blackie Lawless einfach dieses gewisse Etwas, dass ihn zu einem Star der Metalszene werden lässt.
Ich bin jetzt schon gespannt auf das neue Album, welches im Oktober veröffentlicht wird.
Sollte sich dies wirklich wie in den vorab schon geschalteten Infos dazu, als ein solch geniales Album herausstellen, werde ich natürlich umso gespannter sein, das neue Material dann live auf der kommenden Tour mitzuerleben.

Auch die nächste Band absolvierte einen respektablen Gig auf dem Bang Your Head Festival und dies sogar als Headliner des dritten Festivaltages.
Hier in Colmar mussten sie sich indes mit dem Platz des vorletzten Acts begnügen, was den Jungs aber scheinbar nicht wirklich viel ausmachte, denn wie üblich legten ACCEPT wieder einen genialen Auftritt hin.
Die beiden neuen Mitglieder in der Band haben sich allem Anschein nach gut eingelebt, sodass Gitarrist Uwe Lulis und Drummer Christopher Williams einen nicht geringen Beitrag zum guten Gesamtbild betrugen, auch wenn ich mir einbilde, dass Uwe im Gegensatz zu seinem Vorgänger Herman Frank, auf der Bühne eher ein Dasein in der zweiten Reihe fristete.
Aber das kann ich mir auch nur einbilden.
Von seinen Qualitäten war ich ja schon immer überzeugt, denn was er in seiner bisherigen Karriere alles vorweisen kann, ist wahrlich beachtlich, denn vor seinem Einzug im Teutonenchor war er mit den Bands GRAVE DIGGER und REBELLION schon sehr weit vorne am Start und nun noch diese Weiterentwicklung, davon würden wohl viele träumen.
Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass ACCEPT auch in Zukunft mit zum Besten gehören was Deutschland in Sachen Heavy Metal zu bieten haben.
Sie nutzten ihre Spielzeit von gut 60 Minuten amtlich was die folgende Setlist wohl bestätigt:
•  Stampede
•  Stalingrad
•  Restless and Wild
•  Final Journey
•  Princess of the Dawn
•  Pandemic
•  Fast as a Shark
•  Metal Heart
•  Teutonic Terror
•  Balls to the Wall

Die letzte Band des Tages waren mit SABATON eine Band, die ich ja schon viele Male live gesehen habe.
Alleine in diesem Jahr schon zum vierten Mal.
Von daher wusste ich auch, auf was für eine Bühnenshow ich mich einrichten konnte.
Auch von den Songs her war ja alles irgendwie klar.
Lediglich durch die Tatsache, dass sie hier in Colmar „nur“ eine Stunde Spielzeit hatten.
Normalerweise erstrecken sich Headliner Slots ja eher über einen Zeitraum von 90 – bis gar 120 Minuten.
Daher diesmal eine leicht gestauchte Setlist, die weiter unten eingesehen werden kann.
Wie schon bei den anderen Gigs von SABATON in diesem Jahr war auch diesmal wieder ein Panzer, der als Behausung für die Drums genutzt wurde, der absolute Blickfang, auch wenn sie nicht mit Pyros und Feuerfontänen geizten.
Man bekommt wahrlich etwas fürs Auge geboten und nicht nur ein Hit am anderen serviert.
Wenn dies jedoch Hand in Hand geht, ist dies natürlich noch besser.
Dies sah auch das Publikum so und feuerte die Band immer wieder lautstark an.
Dies ließen sich SABATON nie zweimal sagen und boten wirklich eine tolle Show.
Auch wenn ich zugebenermaßen doch ziemlich übersättigt von den Jungs bin, geb ich gerne zu, auch diesmal wieder von beeindruckt gewesen zu sein, denn mit dem Publikum spielen, das können sie einfach und mit solch einer Setlist sowieso:
•  The Final Countdown (Europe song)
•  The March to War
•  Ghost Division
•  To Hell and Back
•  Carolus Rex
•  Swedish Pagans
•  Resist and Bite
•  Far from the Fame
•  The Art of War
•  Encore:
•  Night Witches
•  Primo Victoria
•  Metal Crüe

•  Dead Soldier's Waltz
•  Masters of the World

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich das Konzept der Veranstalter in Colmar, welches darauf beruht, dass alle vier Bands gleich lange spielen durften, sehr gut finde.
So hatte man von jeder Band einfach ein bisschen mehr.
Weshalb ich hier auch gerne von vier Headlinern sprechen möchte.
Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/



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