nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
939398
Konzert-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Hard Rock Session Colmar - Parc De Expositions, 05.08.12
Die alljährliche Hard Rock Session ist schon seit längerem nicht mehr nur in Frankreich bekannt.
Auch aus den angrenzenden Ländern finden sich immer wieder Fans der harten Klänge in Colmar ein um gemeinsam mit den dort auftretenden Bands das Elsass zum beben zu bringen.
In diesem Jahr wurden dafür mit „Nightwish“, „Within Temptation“, „Epica“, „Nightmare“ und „Lonewolf“ 5 erstklassige Kapellen geordert, die dann auch die Sommermesse Colmar in ihren Grundfesten erschütterten.


Den Einstieg in den Tag machten mit „Lonewolf“ eine Band aus Frankreich, die mit Alben wie „Dark Crusade“ und „Army Of The Damned“ schon sehr gute Resonanzen für sich verzeichnen konnte.
Angesichts der an diesem Tag vorgetragenen Songs „Lonewolf“, „Warrior Priest“, „Hell Bent For Metal“, „Army Of The Damned“, „Victoria“, „SPQR“ und „Made In Hell“ ist dies auch nicht weiter verwunderlich, denn mit solch einer Power ausgestattete Stücke, können einfach nur einen guten Eindruck hinterlassen.
Was leider angemerkt werden muß, ist der wirklich miese Sound, welcher der Band verpaßt wurde, denn das haben „Lonewolf“ sicher nicht verdient.
Doch in solch einem Falle erkennt man die Klasse einer Band wenn sie trotzdem noch einen genialen Gig hinlegen.
Ich bin in der glücklichen Lage, sie dieses Jahr vor diesem Gig schon zweimal live gesehen zu haben und weiß wie sehr die Jungs mit ihrem Material trumpfen kann und so nervte zwar der heftige Brummton bei ihrem Auftritt in Colmar mächtig, aber schlußendlich dann doch nur ein kleiner Wehrmutstropfen, denn ansonsten sind „Lonewolf“ einfach eine klasse Liveband.

Die zweite Band des Tages kam ebenfalls aus Frankreich und „Nightmare“ können wirklich auf eine beachtliche Länge ihres Bestehens verweisen.
Schon seit den 80ern ist die Band aktiv (abgesehen von ihrer 10 jährigen Pause zwischendurch) und konnte bisher immer gutes bis sehr gutes Material in die Fanbase befördern.
Mit einem etwas besseren Sound wie ihre Landsmänner von „Lonewolf“ gesegnet, brachten sie ausnahmslos bestes Liedgut zum besten.
Im einzelnen waren dies die Songs „The Preacher“, „Sunrise In Hell“, „Eternal Winter“, „Children Of The Nation“, „The Gospel Of Judas“ und „Crimson Empire“.
Zwar war ihnen wie auch ihren Vorgängern leider nicht die längste Spielzeit zugedacht, jedoch drückten sie mit eben erwähnten Titeln dem ganzen ihren positiven Stempel auf und hinterließen einige beeindruckte und auch zufriedene Gesichter, die entweder „Nightmare“ bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatten, oder wie im Falle ihrer doch recht guten Fanbase sich einfach nur freuten, sie endlich mal wieder live erleben zu dürfen.
Ein wirklich starker Auftritt dieser begnadeten Band!

Nach diesen beiden Power Metal Granaten wurde nun die symphonische Seite der harten Klänge angeschlagen.
„Epica“ kamen auf die Bühne und konnten das Publikum mit ihren Songs, die bis zurück zum ersten Album („Cry For The Moon“ von „The Phantom Agony“) reichten beeindrucken.
Mit dem Opener „Karma/Monopoly On Truth“ ihres aktuellen Werkes „Requiem For The Indifferent“ legte die Band um Goldkelchen „Simone Simons“ derart stark los und konnten mit weiteren Krachern wie dem ebenfalls vom neuen Album stammenden „Storm The Sorrow“, dem unvergleichlichen „Unleashed“, sowie den ebenfalls sehr starken „Martyr Of The Free Word“, „Sancta Terra“ und „Serenade Of Self Destruction“ punkten.
Zum Abschluß ihres Auftritts legten sie dann noch den Hammer „Consign To Oblivion“ vor, den das Auditorium erneut abfeierte.
„Epica“ legten als erste Band des Dreigestirn des symphonischen Metals an diesem Abend einen perfekten Einstieg hin und machten nun noch mehr Lust auf die noch folgenden zwei Bands dieses Genres „Within Temptation“ und Nightwish“.

Und die nächste Band ließ auch nicht lange auf sich warten.
Mit wahren Jubelstürmen wurden „Within Temptation“ in Empfang genommen, die mit dem Short Movie „Mother Maiden“, der auf das Backdrop gezaubert wurde begannen.
„Mother Maiden“ ist einer von drei Short Movies, die im Zuge der Veröffentlichung ihres letzten Albums „The Unforgiving“ gedreht wurden und fügten sich gigantisch in das Gesamtbild ein.
Doch nicht nur mit den Short Movies und der sensationellen Setlist konnten „Sharon Den Adel“ und ihre Jungs Aufmerksamkeit erregen.
Auch die Lightshow war ein wahrer Augenschmaus und bewies die Klasse von „Within Temptation“.
Nach dem düsteren und beeindruckenden „Mother Maiden folgte der Opener „Shot In The Dark“ von eben erwähntem aktuellen Album und schnell wurde klar, daß die Band in absoluter Topform war.
Auch die nächsten Songs „In The Middle Of The Night“, „Faster“ und „Fire And Ice“ sind auf besagtem Album zu finden und glänzten in großem Maße, bevor es zum ersten Mal an diesem Abend ältere Stücke zu hören und sehen gab.
Mit „Ice Queen“, „Our Solemn Hour“ und „Stand My Ground“ eine wahrlich vortreffliche Wahl, bevor es mit dem zweiten Short Movie weiterging.
Dieser ist wie auch der darauffolgende Song mit „Sinead“ betitelt und konnte ebenso brillieren wie schon „Mother Maiden“.
Im weiteren Verlauf folgten noch die ebenfalls über jeden Zweifel erhabenen „What Have You Done“, „Iron“, „Angels“ und „Jillian“, ehe mit den zwei Zugaben „Never Ending Story“ und dem unverzichtbaren „Mother Earth“ leider schon das Ende dieses unvergeßlichen Auftritts seinen unvermeidlichen Lauf nahm.
Solchermaßen konnte man sich nun gespannt zurücklehnen und auf den Headliner des Tages warten.

Und der war mit der Band „Nightwish“ ein Hauptact, der für dieses Event perfekter nicht hätte sein können, obwohl ich auch für „Within Temptation“ als Headliner sicherlich kein Veto eingelegt hätte.
Doch zurück zu „Nightwish“ und ihrem beeindruckenden Gig in Colmar.
Mit „Hans Zimmer’s“ Stück „Roll Tide“ aus dem Soundtrack des allseits bekannten Streifen „Crimson Tide“ begann die Reise durch die düster, verträumte Welt der Finnen, daß dann in den Song „Storytime“ überging.
Auch „Nightwish“ glänzten wie schon bei all den vorangegangenen Bands mit einer ausgewogenen Setlist und so konnte sich das Publikum über Songs wie „Wish I Had An Angel“, „Amaranth“, „Ever Dream“, „Planet Hell“ und „Nemo“ genauso freuen wie über weitere Stücke des aktuellen Albums „Imaginaerum“.
Namentlich waren dies sowohl das schon erwähnte „Storytime“, als auch die im weiteren Verlauf folgenden Songs „Scaretale“, „Ghost River“, „Song Of Myself“, „Last Ride Of The Day“ und „I Wan’t My Tears Back“ welches übrigens wie auch bei „Come Cover Me“, „Last Of The Wilds“ und der Coverversion des „Gary Moore“ Klassikers „Over The Hills And Far Away“ vom Meister der Folk – Klänge „Troy Donockley“ begleitet wurde.
„Troy“ hinterließ ja bekanntlich auf ihrem letzten Werk „Dark Passion Play“ schon seine Spuren und auch auf dem aktuellen Album trägt er im großen Maße dazu bei, daß „Imaginaerum“ einen Hauch von Folklore innehat.
Deshalb auch ein kluger Schachzug, ihn auch auf der laufenden Tour mit dabei zu haben.
Und was wären „Nightwish“ ohne ihre in all den Jahren perfektionierte Light – und Pyroshow, die einen nicht unbeträchtlichen Teil der Shows einnimmt.
So konnte sich das Publikum auch an diesem Abend von Feuerfontänen und weiteren Effekten verzaubern lassen, die das selbstverständlich auch zu würdigen wußte.
So war auch der Headliner des Tages ein voller Erfolg und fügte sich perfekte in die Liste der davor aufgetretenen Bands ein.

Mit ihrem Gespür für eine gute Zusammenstellung von musikalischen Akteuren trafen die Veranstalter auch diesmal wieder voll ins Schwarze und ließen bis auf den schlechten Sound beim Opener „Lonewolf“ keine Fragen offen.
Solchermaßen konnte man sich erschöpft und mit einem breiten Grinsen auf den Heimweg machen.
Die Spannung steigt was sie nächstes Jahr edles auffahren!!!

Pics by Heiko (PictureMonster)


















Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch