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Grave Digger - Return Of The Reaper - Review
“The Reaper Is Back!”
Besser kann man das neue Meisterwerk der teutonischen Stahlschmiede “Grave Digger” wohl nicht in kurzen Worten beschreiben.
Zurückbesonnen zu einer Zeit, in der sich der Reaper nach einer Auszeit wieder auf sein schwarzes Pferd setzte, um fortan wieder durch die Gassen zu reiten und somit eine neue Runde in Sachen deutschem Heavy Metal einläutete.
Ich spreche natürlich vom Jahr 1993, als die Jungs um Sänger und Ur-Mitglied „Chris Boltendahl“ mit dem Überalbum „The Reaper“ endlich wieder auf der Bildfläche erschienen.

Nachdem sie in den vergangenen Jahren mit einigen Konzeptalben auf sich aufmerksam machten, gingen sie nun den Schritt zurück, sich ihre alte Härte von einst zu Nutzen zu machen und den Nörglern, die mit den letzten Veröffentlichungen so ihre lieben Probleme hatten, Paroli zu bieten, in dem sie mit „Return Of The Reaper“ in Anlehnung an ihren kompromisslosen Klassiker von damals, genau denen so richtig einen gepflegten Schuss vor den Bug setzten.
 Doch auch diejenigen, die auch heute noch Alben, wie „Heavy Metal Breakdown“ und „Witchhunter“ zu ihren absoluten Faves zählen, kommen hier voll auf ihre Kosten.
Wie es sich für ein Werk mit solch düsterer Message (vom Albumtitel her gesehen) gehört, wird jenes welches dementsprechend natürlich mit einem mächtig Gänsehaut abverlangenden Intro gestartet, bevor dem Hörer mit „Hell Funeral“ so richtig in die Eingeweide getreten wir.
Ein Auftakt nach Maß, der mit „Wargod“ seine Fortsetzung findet.
Also gleich zu Beginn 2 verdammt geniale Songs.
Doch wer nun Angst hat, das wäre es dann schon gewesen, der darf sich entspannt zurücklehnen (natürlich nur im übertragenen Sinne), denn mit „Tattooed Rider“ und „Resurrection Day“ kommen gleich die nächsten fetten Kaliber angetorkelt, die dem Hörer alles abverlangen.
Mit dem darauffolgenden „Season Of The Witch“ werden all diejenigen mit Futter verpflegt, denen die schwerfälligen Hymnen ala „The Last Supper“, oder „The House“ noch immer in den Ohren liegen.
Ein grandioser Song der seinesgleichen sucht.
Danach werden wieder sämtliche Regler in Richtung volle Geschwindigkeit bewegt, denn „Road Rage Killer“ schickt sich an, uns allen derbe Nackenprobleme zu bereiten, welche zwar mit dem anschließenden „Grave Desecrator“ etwas eingedämmt werden, da es vom Speed her nicht ganz in der Ecke vom vorherigen anzufinden ist, doch handelt es sich bei diesem Stück um einen (wieder einmal) genialen Song.
Zwar relativ einfach gestrickt, doch absolut wirkungsvoll, der vor allem live vorzüglich funktionieren dürfte.
Mit „Satan’s Host“ gibt es dann aber wieder ordentlich auf die Mütze, bevor mit „Dia De Los Muertos“ dem Tag der Toten gehuldigt wird.
Beim ersten Hören dieses Tracks, dachte ich mir noch, dieser hätte durchaus auch auf „The Grave Digger“ zu finden sein können.
Einmal mehr schleppt sich die Melodie durch den Raum und verschafft uns, den Lauschenden erneut eine wohlige Gänsehaut.
So liebe ich das!
Nach diesem zeichnenden Stück Musikgenuss wird dem Hörer noch einmal mit einer Keule einen Scheitel gezogen, wenn „Death Smiles At All Of Us“ auf ihn niederprasselt, wie ein Regen aus Blut.
Erst kurz vor Schluss, dieses Meisterwerks, wird der an dieses Album gefesselte Hörer mit einer Ballade wieder langsam in einen, für Ärzte nicht mehr lebensbedrohlichen Zustand versetzt.
„Nothing To Believe“, so der Titel dieses Stücks, beendet die Rückkehr des Reaper’s, der wieder einmal gezeigt hat was in ihm steckt.
Was für ein Ausklang für solch ein gigantisches Langeisen!

Es gibt sicherlich nicht wenige, die nach solch einem Album, wie „Return Of The Reaper“ sehnsüchtig gewartet haben.
Schließlich atmet es dieselbe Luft, wie einst „Heavy Metal Breakdown“, oder auch „The Grave Digger“ und deshalb ist für mich persönlich auch völlig klar, welche Note dieses Machtwerk bekommen muss…

Note: 1



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