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Grave Digger + Guests – Ludwigsburg Rockfabrik, 22.01.2017

Im noch recht jungen Jahr livetechnisch gleich mal die volle Breitseite des Heavy Metal abzubekommen, das ist so ganz nach meinem Geschmack.
Als vor geraumer Zeit die Info auftauchte, dass GRAVE DIGGER zusammen mit MYSTIC PROPHECY auf Tour gehen würde, fackelte ich nicht lange und trichterte mir einige Termine sofort ein.
Zusätzlich holten sie sich noch VICTORIOUS mit ins Boot und so ging das Dreigestirn dann auf große Fahrt.

 

Den Abend beginnen durften mit VICTORIOUS eine Truppe aus Leipzig, die mit ihrem Power Metal auch sehr gut ins Billing passten.
Ich hatte die Band zwar zuvor immer nur sporadisch auf dem Schirm, doch mit ihrem Gig an diesem Abend, hatten sie mich echt überzeugt.
Griffige Songs, der Marke „Hero“, „End Of  The Rainbow“ und „Metal Heart“ kamen gut an und sorgten wohl nicht nur bei mir dafür, dass man sich den Namen VICTORIOUS guten Gewissens mal notieren sollte.
Zwar hatten sie mit ihren dreißig Minuten nicht grad die üppigste Spielzeit, aber meiner Meinung nach hatten sie sich dafür sehr gute Stücke ausgesucht.
Und wenn man trotz dieser überschaubaren Zeit, solch einen ordentlichen Auftritt bestreiten kann, dann ist das doch auch was.
Mir zumindest sagten ihre Songs echt zu!

 

Weiter ging es mit Mystic Prophecy.
Die Band konnte wieder einmal auf ganzer Linie überzeugen.
Die Truppe um Sänger Lia scheint wahrlich nie einen schlechten Gig spielen zu können.
Auch diesmal kamen sie mit einem Best of Programm um die Ecke, auch wenn dies gar nicht zwingend auf der Liste stand.
Was soll man sagen?!
Mystic Prophecy haben halt schlicht und ergreifend keine schlechten Songs, weshalb jede Setlist logischerweise zu einem Best Of Programm avanciert.
Oder wie sonst kann man sich Gottsongs wie Satanic Curses, Evil Empire und Ravenlord, die zusammen mit neuen Songs, wie z.b. dem Titeltrack des aktuellen Albums War Brigade oder dem ebenfalls dort befindlichen War Panzer die Liste füllen erklären?!
Mystic Prophecy sind live einfach eine richtig starke Sache und auch ihre Alben sind immer ganz weit oben.
Von dem her für mich immer wieder ein "Muss" eines, oder auch gerne mehrere ihrer Konzerte zu besuchen.
Weshalb ich mich auch schon auf die nächsten Auftritte der Band freue, denn in diesem Jahr sehe ich sie ja noch das eine, oder andere Mal.
Für mich persönlich sind MYSTIC PROPHECY eine absolute Bereicherung in der Szene.

 

Ob Heavy Metal nun wirklich eine heilende Wirkung hat, vermag ich nicht zu beantworten.
Fakt ist jedoch, dass Grave Digger da wohl mehr wissen, denn sonst wären sie sicherlich nicht auf die Idee gekommen, ihr neues Meisterwerk "Healed By Metal" zu nennen.
Auch wenn für mich der Titel doch sehr klischeebehaftet daherkommt.
Wichtig ist ja wie immer, was drin steckt und nicht was draufsteht.
Aber Spaß beiseite, die Jungs, die den Heavy Metal Breakdance erfunden haben, veröffentlichten nicht nur ein sehr starkes Album, auch live wissen die Herren, wo es langgeht.
Auch an diesem Abend hatte man sofort das Publikum auf seiner Seite und so stieg dann auch eine richtig starke Party.
Für die musikalische Untermalung hielten sowohl amtliche Klassiker, als auch Material von besagtem neuem Album her, welches nebenbei gesagt, mich mal wieder richtig positiv überraschte.
Aber das wundert mich bei GRAVE DIGGER eigentlich schon gar nicht mehr, denn wirklich schlechte Alben haben sie sowieso noch nie veröffentlicht.
Aber anstatt auf jeden einzelnen Song einzugehen, verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf die Setlist des Abends:
Healed By Metal
Lawbreaker
Witch Hunter
Killing Time
Ballad of a Hangman
Season of the Witch
Lionheart
Free Forever
Tattooed Rider
The Dark of the Sun
Hallelujah
Morgane le Fay
Excalibur
Rebellion (The Clans Are Marching)

Zugaben:
The Last Supper
Call For War
Highland Farewell
Heavy Metal Breakdown

Man sieht, es war mal wieder ein schöner Querschnitt durch ihre Schaffensphase und somit war auch für jeden was dabei.
Der geneigte Fan der Truppe zog sich eh jeden einzelnen Song rein, als ob er ihn brauchen würde, damit er überleben kann.
Zwar war die Anzahl der Anwesenden durchaus ausbaufähig, jedoch hatte man bei dem Publikum das Gefühl, man würde in einer richtig heftigen Meute stehen.
Ja in der Rockfabrik weiß man halt schon, wie man ordentlich feiert.

 

Wieder einmal wurde ein Teutonenfestival der Extraklasse abgehalten.
Und ganz ehrlich, was will bei drei solchen Bands, wie an diesem Abend da schon schiefgehen?!
Ich hatte mir das Package ein paar Tage später noch einmal im Z7 im schweizerischen Pratteln angeschaut und kann definitiv sagen, dass die Stimmung in der Rockfabrik in Ludwigsburg deutlich besser war.
Aber das nur am Rande!
Wichtig ist, dass das Package absolut stimmig war und darauf kommt es letztendlich an.

 

Pics by Heiko Bendigkeit
https://www.facebook.com/Heiko-Bendigkeit-268616456572912/?fref=ts

 




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