nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
939314
Konzert-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Grave Digger - Ludwigsburg Rockfabrik, 30.03.2011
Nach ihrem Siegeszug auf dem letztjährigen W:O:A, wo man ja bekanntlich ein rundes Bandjubiläum feierte und mit der Darbietung der kompletten "Tunes Of War" ein weiteres Zeichen setzte, wurde es nun Zeit ihr aktuelles Album "The Clans Will Rise Again" ins rechte Licht zu rücken.
Mit zwangsweise veränderten Supports, die sich allerdings beide als Glücksgriff herausstellten machte man sich bereit, die Rockfabrik Ludwigsburg im Sturm zu erobern.


Den Gong um den Abend einzuläuten, schlugen "Downspirit" um den "Symphorce" Gitarristen "Cede Dupont", die von Beginn an einen sehr guten Job machten.
Mit mächtig viel Intensität wurden Songs wie "Highway Run", Life's A Bitch", "Point Of Origin", oder auch "Good Times" unters Volk gebracht.
Was mir persönlich sehr positiv auffiel war die Tatsache, daß die Jungs den Schalk gehörig im Nacken hatten.
Das merkte man nicht nur an den witzigen Statements des Sängers "Steffen Lauth".
Den Namen "Downspirit" sollte man sich unbedingt einprägen, denn nicht nur ihr Debütalbum "Point Of Origin", sondern auch ihre Live Präsenz sind auf alle Fälle empfehlenswert.
Nachdem ihr halbstündiger Gig leider zu früh sein Ende fand, wurde der imaginäre Gong an die nächste Band "Orden Ogan" überreicht.

Die legten nach einer kurzen Umbaupause denn auch fulminant los.
Laut dem jubelnden Publikum konnte man schon erkennen, daß "Orden Ogan" mittlerweile einen sehr guten Ruf in der Szene genießen und davon konnte man sich auch an diesem Abend wieder ein Bild machen und fand sehr bald die Bestätigung dafür.
In ihrer Setlist tauchten solch eingängige Songs wie z.B. "Farewell", "Easton Hope", "We Are Pirates" und "Angels War" auf und hinterließen bleibenden Eindruck im Auditorium.
Daß die Band aus alles anderem als stocksteifen Musikern besteht, belegte die Tatsache, daß auch sie mit spaßigen Kommentaren nicht geizten und man sich des Öfteren das Lachen absolut nicht verkneifen konnte.
So macht ein Gang zu einem guten Konzert besonders viel Laune.
Von daher konnte man auch nur die Daumen nach oben richten und sich allmählich auf den Headliner des Abends einstimmen.

Nachdem auf der Bühne alles für den Auftritt des Reapers klargemacht wurde, kam eben jener alive and in person mit einem Dudelsack bepackt zum Intro "Days Of Revenge" und legte somit ein weiteres mal den Grundstein für einen gigantischen Gig von "Grave Digger".
Aufgeteilt in 2 Sets wurde dem ersten Part ausschließlich die Aufmerksamkeit der schottischen Geschichte geleistet.
Was man auch unschwer an der Gewandung von Sänger "Chris Boltendahl" erkannte.
Bei "Paid In Blood", "The Dark Of The Sun", "Hammer Of The Scots", "The Bruce", "Ballad Of Mary", "Highland Farewell", "Killing Time", "Whom The Gods Love Die Young" und "Rebellion (The Clans Are Marching)" blieben indes auch kaum Wünsche offen.
Was auch offensichtlich war, angesichts des opulenten Applauses nach jedem dieser Meilensteine.
Bevor sich die Band dem zweiten Set widmete, wurde ein kleiner Break eingelegt, in dem sich "Chris" erneut umzog und der Reaper sich erneut auf den Weg zur Stage machte.
Diesmal ohne Dudelsack, dafür jedoch mit einem Galgenstrick in der Hand schwingend schleppte er sich voran während im Hintergrund das Intro "The Gallows Pole" vom letzten Album "Ballads Of A Hangman" ertönte.
Nachdem die Jungs wieder auf der Bildfläche erschienen, legte man auch gleich mit dem Titelsong von oben erwähnten letzten Werk los.
Gefolgt von "Morgane Le Fay", einem Medley bestehend aus "Twilight Of The Gods/Circle Of Witches/The Grave Dancer", sowie "The Last Supper", "Excalibur" und "Knights Of The Cross".
Man kann sagen was man will, aber "Grave Digger" gehören einfach zur Speerspitze des deutschen Heavy Metal.
Einen nicht unerheblichen Beitrag dafür, daß dies auch so bleibt ist meiner Meinung nach der Einstieg von Axel Ritt (Domain), der mit seinem sensationellen Gitarrenspiel für mehr als zufriedene Gesichter im Publikum sorgte.
Natürlich durfte die Band nicht ohne eine Zugabe von Dannen ziehen.
Man ließ sich nicht lumpen und brachte nicht Eine sondern derer gleich 3 Songs.
Namentlich "The Round Table", "Yesterday" und selbstverständlich auch "Heavy Metal Breakdown" wurden zum Besten gebracht, bevor dann aber leider endgültig der Vorhang fiel und ein ereignisreicher Abend sein Ende fand.
Es ist wohl nicht nur mein Wunsch diese Band noch sehr oft live erleben zu dürfen.
Und in Kombination mit solchen Vorbands wie "Downspirit" und "Orden Ogan" konnte ja sowieso nichts schiefgehen.
Ein echtes Erlebnis!

Pics by Heiko (PictureMonster)


Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch