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Gamma Ray - Memmingen Kaminwerk, 12.04.2014
Lange hat es gedauert, bis „Empire Of The Undead“, das neueste Werk der Hanseaten „Gamma Ray“ endlich an den Start rollte, da ja mittlerweile hinreichend bekannte Gründe für ein Verzögern des Release’s sorgten.
Nun ist es aber da und natürlich, wie es sich gehört mit einer amtlichen Tour dazu.
So machte auch ich mich auf den Weg, „Kai Hansen“ und seine Mannen einmal mehr live zu sehen.
Dafür bot sich das Kaminwerk in Memmingen geradezu perfekt an.


Wie es sich gehört, kam eine Band wie „Gamma Ray“ natürlich nicht alleine, sondern schleppte gleich zwei Supports an, die das Kaminwerk auf Betriebstemperatur bringen sollten.
Die ersten auf der Liste waren die, ebenfalls aus Hamburg kommenden „Stormwarrior“, die gerade erst mit „Majesty“ und „Wisdom“ auf Tour waren und den Touralltag wohl immer noch nicht satt hatten.
Wie viel Spaß sie jedoch hatten, davon konnte man sich bei ihrem Gig ein gutes Bild machen.
Zwar war die Spielzeit leider etwas kurz bemessen, doch dafür wussten die Hamburger Jungs genau, mit welchen Songs sie von Beginn an ihre Spuren hinterlassen könnten.
So begannen sie mit „Iron Gods“, gefolgt von „Metal Legacy“, die beide auf ihrem Überwerk „Heading Northe“ zu finden sind.
Nach diesem Trip zurück in die Vergangenheit wurde es Zeit für die Gegenwart, denn auch „Stormwarrior“ waren nicht untätig und brachten unlängst ein Album welches den Titel „Thunder And Steele“ trägt heraus, von dem sie das Stück „Steel Crusader“ auserkoren hatten, die Setlist zu bereichern.
Danach ging es noch einmal zurück zur „Heading Northe“.
Was mich sehr freute war die Tatsache, dass „Lars Remke“ und seine Jungs meinem stillen Bitten nachkamen und meine beiden Lieblingsstücke dieses Albums hintereinander in die Menge feuerten.
Die Rede ist von „Ragnarök“ und dem Titelstück „Heading Northe“.
Nach diesen beiden Kalibern war dann mit „Odinn’s Warriors“ vom nicht minder genialen Werk „Northern Rage“ leider auch schon das Ende des Gigs in Sicht.
Ich würde abschließend sagen, dass dies ein Auftakt nach Maß darstellte und es die darauffolgenden „Rhapsody Of Fire“ sehr schwer haben würden, dies zu übertreffen.

Und ich behielt recht.
Es ist unbestritten, dass die Band aus Italien aus absolut talentierten Musikern besteht, doch habe ich leider immer wieder meine lieben Probleme mit dem Sound der Band.
Sie haben sicherlich auch sehr gutes Material am Start, was sie auch an diesem Abend wieder lautstark durchblicken ließen.
Ich möchte an dieser Stelle jedoch ganz klar anmerken, dass ich hier einzig und alleine von meiner Person spreche, die sich einfach keinen kompletten Gig am Stück ansehen kann, denn der Großteil des Publikums sah dies eindeutig anders und so feierten sie die Jungs um Sänger „Fabio Lione“ kräftig ab, die als Dank hierfür Songs, wie „Land Of Immortals“, „Unholy Warcry“, „Holy Thunderforce“, „Dawn Of Victory“ und „Emerald Sword“ zum Besten gaben.
Wie gesagt, es ist nur die Meinung eines einzelnen, denn das Publikum hatte sichtlich Spaß und das ist auch das wichtigste.
Da sollte eine einzelne Stimme, die das etwas anders sieht, nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Ganz anders sah es für mich jedoch im Anschluss daran aus, denn nach einer obligatorischen Umbaupause hieß es dann endlich Bühne frei für „Gamma Ray“.
Zu den Klängen von „Joan Jett’s“ „Bad Reputation“ machten sich sowohl Band als auch das Publikum bereit für eine Metal Party die Oberklasse.
Mit dem allseits bekannten Intro „Welcome“ vom Erstling „Heading For Tomorrow“, kamen „Kai Hansen“ und seine Mannen dann auf die Stage des Kaminwerks und legten danach ohne Umschweife mit dem überlangen „Avalon“ vom neuen Album „Empire Of The Undead“ los.
Ein gewagter Schritt, mit solch einem epischen Werk loszulegen, aber es gelang mit Bravour, denn dieser Song bietet wirklich alles, wofür „Gamma Ray“ steht.
Was für ein Einstieg!
Dem geübten Ohr dürfte jedoch nach kurzer Zeit aufgefallen sein, dass „Kai“ leider nicht bei bester Stimme war und dies auch relativ schnell ansprach, denn ihn plagte eine Bronchitis, die eigentlich dafür gesorgt hätte, diverse Shows zu canceln, aber unser „Kai Hansen“ ließ das völlig kalt und hatte schon eine andere Idee in der Hinterhand, doch dazu später mehr.
Nun ging es erst mal mit einem Klassiker vor dem Herrn „Heaven Can Wait“ weiter, gefolgt vom Titelsong ihres 2001 erschienenen Werks „New World Order“, was mich persönlich besonders freute, da ich dieses Album zu meinen absoluten Favoriten der Band zähle.
Danach ging es noch einmal weiter zurück zum 1993er Output „Insanity And Genius“, aus dem sie „Tribute To The Past“ zockten.
Der Balanceakt zwischen Classics und New Stuff hatten „Gamma Ray“ bestens im Griff und so hatte wirklich jeder etwas von der Setlist.
Natürlich war es unvermeidlich, „Kai’s“ Vergangenheit außer Acht zu lassen und so wurde auch diesmal wieder seine Zeit bei „Helloween“ unter die Lupe genommen.
Hierfür wurde der Song „Future World“ herangezogen und ab diesem Moment traf auch das ein, was ich weiter oben schon angesprochen habe, denn die Hamburger Jungs dachten sich, bevor wir Shows canceln müssen, versuchen wir es doch einfach mit Gastsängern, was sie dann auch in die Tat umsetzten.
So sang besagtes „Future World“ in diesem Falle „Fabio Lione“ von „Rhapsody Of Fire“, ebenso wie die folgenden Stücke “Empire Of The Undead” und „Time For Deliverance“ vom druckfrischen neuen Silberling.
Im Anschluss daran dürfte Drummer „Michael Ehre“ zeigen, was so alles in ihm steckt und zauberte mal eben schnell ein prächtiges Drum-Solo hin, welchem dann „Blood Religion“ vom Album „Majestic“ aus dem Jahre 2005 folgte und das „Kai Hansen“ wieder selber sang, bevor es mit einem weiteren Gastsänger weiterging.
Dieser mit Namen „Frank Beck“ war mir zwar absolut unbekannt, was aber auch nicht weiter verwunderlich war, denn selbiger sang bis jetzt nicht wirklich auf großen Bühnen.
Die Band hatte ihn wohl in einem Einkaufszentrum singen gehört, als er dort ein paar Stücke bekannter Bands sang und ihn daraufhin eingeladen, mit ihnen ein paar Gigs zu bestreiten.
Für ihn natürlich eine willkommene Abwechslung und vor allem eine gute Gelegenheit, sein Können einer breiteren Maße vorzuführen, was er dann auch bei den kommenden Stücken „Master Of Confusion“, „Rebellion In Dreamland/Land Of The Free“ und „Man On A Mission“ eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Würde mich nicht wundern, von ihm in Zukunft noch mehr zu hören.
Mit „To The Metal“ ging es leider schon mit großen Schritten Richtung Ende des Gigs, doch natürlich nicht ohne ein paar Zugaben, die danach selbstverständlich auch folgten.
Noch einmal legte die Zeitmaschine den Rückwärtsgang ein und so blieb die Jahreszahl bei 1988 stehen, als „Helloween“ ihre Göttergabe „Keeper Of The Seven Keys Part 2“ veröffentlichten, woraus wir das Stück „I Want Out“ hören und sehen durften, gefolgt vom leider wirklich letzten Song des Abends „Send Me A Sign“, welches noch einmal darauf verwies, wie stark diese Band ist.
So endete ein wahrlich abwechslungsreicher Abend mit der Gewissheit, noch lange in Erinnerungen schwelgen zu dürfen.

Mein Respekt geht in diesem Falle ganz klar an „Kai Hansen“, der sich trotz dieser Bronchitis nicht vom Durchführen der Tour abbringen ließ und uns, dem Publikum wieder mal eine herrliche Zeit bereitete.
Natürlich nicht zu vergessen ist die Mannschaft von Rockabend Concerts, die dafür sorgten, dass dieses Package im Kaminwerk in Memmingen gastieren konnte.
Vielen Dank hierfür!

Pics by Hobbit Hauser




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