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Gamma Ray + Guests - Memmingen Kaminwerk, 27.11.2015

Eine Institution der deutschen Metalszene feiert Geburtstag.
Gamma Ray, die Band um Ex-HELLOWEEN Klampfer/Sänger Kai Hansen, ist nunmehr seit 25 Jahren ein fester Bestandteil der Musikwelt und das wollte man natürlich gebührend feiern.
Was würde sich da mehr anbieten, als eine ausgedehnte Tour, die mit einer Best Of Setlist serviert wird.
Solchermaßen war es natürlich unmöglich, sich diese Party entgehen zu lassen und so führte mich der Weg dann auch am 27.11. nach Memmingen ins Kaminwerk, wo die Jungs zusammen mit den Vorbands SERIOUS BLACK und NEONFLY einen Stopp einlegten.

 

Die Party einläuten durfte mit NEONFLY eine Band, die in England beheimatet ist.
Mit ihren beiden Scheiben „Outshine The Sun“, sowie dem „noch“ aktuellen „Strangers In Paradise“ können die Jungs aus London auf eine ordentliche Packung von Melodic Metal orientierten Songs verweisen, die nicht selten von den Lyrics auch mal in die Fantasy-Ecke abdriften.
Zwar hatte die Band leider nicht die längste Spielzeit abbekommen, doch mit „Whispered Dreams“, „The Enemy“, „The Revenant“, „Heart Of The Sun“, „Highways To Nowhere“ und „Morning Sun“ machten sie mal eben klar, dass es durchaus Sinn macht, sich mit NEONFLY auch mal genauer zu befassen, denn die beiden oben genannten Alben sind es allemal wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

 

Die nächsten auf der Liste waren SERIOUS BLACK.
Eine Band, die mir wahrlich ans Herz gewachsen ist, seit ich ihr Debüt in die Finger bekam und es seither zum festen Bestandteil meiner Tagesration guter Musik gehört.
Auch live haben sie mich ja immer wieder völlig überzeugt.
So wie auch dieses Mal wieder.
Gut ok, da es bis jetzt ja leider nur das angesprochene Debüt der Jungs gibt, fällt dementsprechend die Setlist auch so aus, dass eben von jenem Album auch musikalische Kost serviert wird.
Das war auch diesmal nicht anders, doch hatten sie noch einen kleinen Gimmick in Form eines kleinen Medleys auf der Pfanne.
Bestehend aus „I Was Made For Lovin‘ You“ (na von wem könnte das wohl sein?!) und „Rock You Like A Hurricane“ (das Rätselraten geht weiter…grins) wurde es geschickt zwischen Hymnen wie „Akhenaton“, "Trail Of Murder“, „Setting Fire To The Earth“ und „I Seek No Other Life“ eingeflochten und kam auch wirklich alles andere als schlecht beim Publikum an.
Einen Wehrmutstropfen gab es leider auch diesmal zu verzeichnen, denn auch auf dieser Tour war der eigentliche Drummer von SERIOUS BLACK Thomen Stauch wieder nicht am Start, da er leider immer noch nicht genesen ist.
Jedoch konnten sie in Alex Holzwarth einen mehr als amtlichen Ersatz präsentieren.
Wer ihn kennt weiß was er hinter seiner Schießbude so alles zaubern kann.
Und auch diesmal profitierten sie von seinem Drumming, welches perfekt auf den Punkt gar nicht fantastischer klingen hätte können.
Nichtsdestotrotz hoffe ich natürlich, dass Thomen bald wieder fit ist und endlich wieder den Platz hinterm Drum-Kit einnimmt.
So konnten mich SERIOUS BLACK einmal mehr völlig überzeugen und fiebere jetzt schon dem nächsten Album entgegen, welches hoffentlich im kommenden Jahr erscheint.

 

Somit war es nun an der Zeit, die Jubilare in Empfang zu nehmen.
Und nach einer kurzen Pause legten Kai Hansen und seine Jungs nach dem obligatorischen Intro „Welcome“ auch gleich mit „Heaven Can Wait“ los.
Es ist immer wieder erfreulich wie spielerische Freude und Ausgelassenheit bei GAMMA RAY Hand in Hand gehen.
Bei diesen Profis erwartet man ja schließlich nichts anderes und trotzdem ist man immer wieder auf Neue fasziniert von ihnen.
Da die Tour ja unter dem Banner „25 Years – Best Of The Best Party Tour 2015“ lief, bekam das Publikum einen eindrucksvollen Querschnitt ihrer bisherigen Schaffensphase.
Demzufolge ließen die Hamburger Jungs dann auch Stücke wie „Last Before The Storm“, „One With The World“, „Valley Of The Kings“, Dethrone Tyranny“, sowie auch „Empathy“ und „Master Of Confusion“ vom Stapel.
Und auch ein Medley, welches aus „Rebellion In Dreamland“, „Heavy Metal Universe“ und „Ride The Sky“ bestand, kam wie nicht anders zu erwarten, bestens bei den Fans an.
Der Zugabenteil indes wurde fast gänzlich vom Klassiker schlechthin „Heading For Tomorrow“ eingenommen.
Lediglich etwas mit dem Song „Avalon“ angereichert, bekam das Publikum noch einmal eine ordentliche Portion GAMMA RAY, bevor sich mit „Send Me A Sign“ eine mehr als anständige Geburtstagsparty dem Ende zuneigte.
Noch eine Bemerkung zum Schluss!
Unlängst wurde ja bekanntgegeben, dass sich Kai Hansen in Zukunft wieder mehr auf seine Gitarre, als auf den Gesang konzentrieren möchte und sie deshalb Frank Beck als festen Part am Mikro verpflichtet haben.
Eben dieser gab auf dieser Tour schon mal eine Kostprobe ab und machte auf eindrucksvolle Weise klar, dass die Wahl, ihn anzuheuern wahrlich nicht die schlechteste war.
So hatte er bei diversen Songs auch an diesem Abend gezeigt was in ihm steckt und abgesehen davon, passt er zum Rest der verrückten Hamburger wie die berühmte Faust aufs Auge.
Man darf also gespannt darauf sein wie sich GAMMA RAY weiterentwickeln.
Doch ich persönlich mache mir in der Hinsicht keinerlei Sorgen, denn was sollte da schon schiefgehen?!

 

Das erste Vierteljahrhundert haben die Hanseaten also erfolgreich und ohne größeren Schaden überstanden.
Es müsste also mit dem Teufel zugehen, wenn die nächsten Jahre nicht mindestens genauso erfolgreich verlaufen würden.
Ich wünsche den Jungs auf alle Fälle schon mal viel Glück und vor allem Gesundheit für die nächsten 25 Jahre.
Auf dass uns GAMMA RAY noch lange erhalten bleibt!!!

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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