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Five Finger Death Punch + Guests - Stuttgart Porsche Arena, 11.11.2015

Ein Package der besonders knackigen Art rollte unlängst durch deutsche Hallen.
Wer FIVE FINGER DEATH PUNCH kennt, der weiß worauf er sich einstellen kann, wenn es die Jungs auf die Bühnen der Welt zieht.
Mehr Power geht eigentlich fast nicht mehr, sollte man meinen.
Doch FFDP haben noch viel mehr zu bieten was ihre Songs auch zweifelsohne verdeutlichen.
Deshalb führte mich mein Weg auch am 11.11. nach Stuttgart, wo sie zusammen mit DEVIL YOU KNOW, ESKIMO CALLBOY und PAPA ROACH die Porsche Arena in ihren Grundfesten erschütterte.

 

Leider hatte der Verkehr mal wieder kein Erbarmen und so kam ich dann auch viel zu spät in die Halle was zur Folge hatte, dass ich DEVIL YOU KNOW leider komplett verpasste.
Ich hätte Howard Jones (ex-KILLSWITCH ENGAGE) und seine Jungs sehr gerne live gesehen, da mich ihr Material doch sehr ordentlich überraschte.
Doch leider kommt halt immer mal irgendwas dazwischen wie in diesem Fall die gefühlten 100000 Baustellen um Stuttgart herum.

 

Mit ESKIMO CALLBOY ging danach eine Band an den Start, deren Musik mir zugegeben bisher nicht viel sagte, da sie mich schlicht und ergreifend nicht so recht ansprechen wollte.
Umso unvoreingenommener ging ich dann auch an ihre Songs heran und muss zugeben, von ihnen live doch sehr positiv überrascht worden zu sein.
Es ist jetzt zwar keine Mucke, die ich täglich hören würde, aber was die Jungs On Stage so fabrizieren ist doch recht wirkungsvoll.
Das Publikum sah das ebenso und feierte dementsprechend auch Stücke wie „Crystals“, „We Are The Mess“, „Pitch Blease“ und „Is Anyone Up?“ gnadenlos ab.

 

Auch die folgenenden PAPA ROACH hatte ich lange nicht mehr auf dem Plan, nachdem ich sie 2007 zuletzt live gesehen hatte und sie mich damals doch eher enttäuschten.
Umso überraschter war ich dieses Mal, als sie von Anfang an so eine Kraft und Verbissenheit an denTag legten, dass ich den damaligen Gig sehr schnell zu den Akten legte und ich mich auf die PAPA ROACH der Gegenwart konzentrierte.
Mit einer Fülle an Songs ließen sie ihre Fans auch gar nicht erst im Regen stehen, sondern gaben ihnen mit Stücken wie „Face Everything And Rise“, „Getting Away With Murder“, „Hollywood Whore“, „Kick In The Teeth“, „Broken As Me“, „Where Did The Angels Go?“, sowie dem unvermeidlichen „Last Resort“, wonach sie verlangten.
Ich muss zugeben, dass mich die Jungs ordentlich beeindruckten, denn was da auf der Bühne abging war mal ne amtliche Hausnummer.
Schön wenn man schlechte Erinnerungen an eine Band so aus dem Gedächtnis verbannen kann.
Sicherlich auch heute noch keine Kapelle, deren Scheiben ich tagtäglich hören muss, doch wenn sie irgendwann mal wieder auf einem Festival auftauchen, auf dem ich dann zufällig auch bin, oder wie an diesem Abend in solch einem Gespann, höre ich mich sicher nicht nein sagen, bei der Frage, ob man sich PAPA ROACH live geben soll.

 

Es ist wohl keine Frage, dass die nun auf die Bühne kletternde Band, den meisten Zuspruch an Fans in der Halle hatte.
Was ich persönlich auch voll und ganz nachvollziehen kann, denn was FIVE FINGER DEATH PUNCH sowohl live, als auch auf Konserve darbieten, ist aller Ehren wert.
Zugegeben hatte ich die Band zuvor leider noch nie live gesehen, weshalb es für mich auch ein besonderes Erlebnis war.
Man konnte von diesem Gig in der Porsche Arena nur profitieren, denn sowohl der Sound, als auch die Lichtanlage gab kein Grund zur Klage, sodass die Jungs Songs wie „Lift Me Up“, „Got Your Six“, „Jekyll And Hyde“, „Coming Down“ und „The Bleeding“ in ihrer ganzen Schärfe auf das Publikum abfeuern konnte.
Diese nahmen das Material auch dankend auf und verwandelten den Innenraum in eine halbe Sportveranstaltung.
FIVE FINGER DEATH PUNCH bewiesen ein ums andere Mal ihr Gespür für rasiermesserscharfe Stücke, die sich mit den nicht minder eingehenden Lyrics, die Sänger Ivan Moody von sich ließ, zu einer Art Symbiose verbanden.
Doch hatten es FFDP nicht nur drauf, die knallharten Nummern zu spielen, sondern auch die fast schon überraschende akustische Seite der Band kam mit „Wrong Side Of Heaven“, sowie das (zumindest größtenteils akustische) „Battle Born“ sehr gut zur Geltung.
Für mich sind FFDP seither auf alle Fälle eine Band, die ich gerne öfters live sehen möchte.
Und wer denkt, dass sie mit ihrem Sound nur das junge Publikum ansprechen würden, der sah sich an diesem Abend zumindest sehr getäuscht, denn auch die junggebliebenen hatte sehr viel übrig für diese extrem coole Truppe.

 

Das Gespann war im Endeffekt sehr gut aufeinander eingeschossen und auch wenn ich DEVIL YOU KNOW leider verpasste, kann ich mir gut vorstellen, dass auch sie so einiges gerissen haben und somit perfekt zu diesem Paket passten.
Ich kann nur sagen, dass ich von allen Bands an diesem Abend irgendwie angetan, bzw. sehr beeindruckt war.
Sehr stabiles Package, welches einem da den Alltag aus dem Hirn getreten hat.

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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