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Fish + Lazuli - Stuttgart LKA Longhorn, 23.11.2015

Nachdem mich sowohl FISH, als auch LAZULI eine Woche zuvor in Friedberg bei Frankfurt so dermaßen begeisterten, beschloss ich schlankerhand, die beiden Bands noch einmal in Augenschein zu nehmen, denn doppelt hält ja bekanntlich besser (im Falle von FISH sogar dreimal, da ich ihn auch schon beim diesjährigen Rock Of Ages Festival live erleben durfte).
So führte mich mein Weg dann nach Stuttgart/Wangen ins LKA Longhorn, wo ich sie ein weiteres Mal on Stage bewundern durfte.

 

LAZULI hatten mich in Friedberg so unglaublich beeindruckt und auch dieses Mal war ich sofort ergriffen von ihren tollen Songs.
Zwar bin ich nicht mal ansatzweise der französischen Sprache mächtig, doch das machte mir in Anbetracht dieses Klangerlebnisses überhaupt nichts aus und so charmant wie die Band sowohl in Friedberg, als auch in Stuttgart rüber kam, kann man sie eigentlich nur in sein Herz schließen.
Stücke wie „Deraille“, „Abime“, oder „Les Courants Ascendants“ machten deutlich wie unglaublich professionell diese Band an ihr Material herangeht und auch das fantastische „9 Hands Around The Marimba“, bei dem alle fünf Mitglieder auf der Marimba, einem Instrument, welches man wohl salopp mit einem Xylophon vergleichen könnte, hatten LAZULI wieder taktisch sehr klug als Abschlusssong gewählt.
Dem Applaus nach zu urteilen, hatten die Jungs mit ihren wunderschönen Stücken wohl nicht nur mein Herz im Sturm erobert.
Ich freue mich für die Band, denn sie haben es wirklich verdient, einem Publikum entgegenzustehen, welches sowohl sie, als auch ihr Material würdigt.
Ich freue mich schon sehr darauf, sie bald mal wieder live bestaunen zu dürfen.

 

Und auch der nächste Künstler hatte seine Fans voll im Griff.
Nachdem die Bühne für den großen FISH freigegeben wurde, hieß es eintauchen in die Welt von MARILLION, sowie seinen Erfolgen, die er in seiner Zeit nach dieser phänomenalen Band einheimste.
Die Setlist wurde gegenüber der vom Gig in Friedberg eine Woche zuvor nicht geändert worden, sodass man sich für den Auftakt wieder für „Pipeline“, „Feast Of Consequences“, „Family Business“ sowie „The Perception Of Johnny Punter“ entschied.
Letzterer wurde ebenfalls wieder dafür herangezogen, um noch einmal deutlich zu machen wie sehr er (wie auch wir) die Terroranschläge wie jüngst in Paris verabscheut und aufs schärfste verurteilt.
Nach dieser Einführung in seine Solo-Aktivitäten wurde es dann aber schließlich einmal mehr Zeit für das große Meisterwerk „Misplaced Childhood“, welches auch diesmal wieder in seiner kompletten Pracht On Stage erstrahlte.
Über 40 Minuten emotionale mit Spannung versehene Hits, die schöner nicht sein könnten.
Von „Pseudo Silk Kimomo“, „Kayleigh“, „Lavender“, „Bitter Suite“ und „Heart Of Lothian“ über „Waterhole (Expresso Bongo)”, “Lords Of The Backstage” und “Blind Curve”, bis hin zu “Childhood’s End?” und dem abschließenden “White Feather” war Gänsehaut garantiert.
Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit war aber noch nicht Schluss, denn FISH und seine Band gingen noch einen Schritt weiter zurück in der Zeit und präsentierten den Fans mit „Market Square Heroes“ einen Song aus der frühen Phase von MARILLION der, wie es nicht anders zu erwarten war, natürlich dementsprechend euphorisch vom Publikum angenommen wurde.
Mit „The Company“ von seinem Solo-Debüt „Vigil In A Wilderness Of Mirrors“ endete dann aber leider dieses wunderschöne Konzert.
Jedoch mit der Gewissheit der Anwesenden , dass sie hier einmal mehr ein Teil eines phänomenalen Events sein durften.

 

Nachdem 30 Jahre seit der Veröffentlichung von „Misplaced Childhood“ ins Land gezogen sind, soll nun mit „Farewell To Childhood“ also wirklich Schluss sein damit, dieses Album in seiner ganzen Vollkommenheit auf der Bühne zu erleben?!
Sicherlich mit einer kleinen Träne im Auge verließ das LKA.
Doch auch seine Solo-Alben sind vollgespickt mit ganz großen Hits, auf die ich mich jetzt schon freue, wenn er damit wieder auf Tour geht.
Bis dahin heißt es die komplette Diskografie dieses Künstlers vorwärts, sowie auch rückwärts durchzuhören und sich an seinen Songs zu erfreuen.

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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