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FIGHT FOR LIVE - Hamburg Harburg 25.09. bis 25.10.2020

Fight For LiveFIGHT FOR LIVE - Hamburg Harburg 25.09. bis 25.10.2020

 

Livemusik 2020? Seit Mitte März nur noch marginal vorhanden, nicht nur in Deutschland. Unter strengen Hygieneauflagen findet in Hamburg-Harburg derzeit das mehrtägige Festival "Fight For Live!" an drei Locations statt. Abstand, Maske, Namensregistrierung und nummerierte Sitzplätze inklusive. Nicht die besten Voraussetzungen, aber nach Monaten der musikalischen Live-Abstinenz endlich wieder laute und durchaus auch harte Töne.

 

Fight For LiveIn Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss Harburgs und Marias Ballroom fand am Samstag, 26.09.2020 ein Festival-Tag statt, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Insgesamt spielten fünf Bands, deren Tickets von den Zuschauern allerdings jeweils einzeln gebucht werden mussten. Wir entschieden uns für "Bon Scott", das Hamburger AC/DC-Tribute. Sänger Kay und seine Mannen klingen dabei so original, als wäre man per Zeitreise im Jahr 1979… Hier sind absolute Profis am Werk, die man u.a. von Bands wie METALIUM, ZED YAGO, KINGDOM COME oder GRAVE DIGGER kennt.

 

Fight For LiveMit leichter Verzögerung durch den Soundcheck startete das Down Under-Programm mit "Live Wire", dicht gefolgt von "Sin City". Was für ein geiler Auftakt!

 

Petrus meinte es leider nicht besonders gut. Hatte er in der Vorwoche noch strahlenden Sonnenschein nach Hamburg geschickt, schüttete es bei BON SCOTT wie aus Eimern. Ohne Regenschirm oder Regenponcho ging das nicht.

 

Nach zwei Songs war die Setlist von Kay nur noch Pappmaché und unlesbar. Im vorderen Bereich der Bühne standen einige Kabelverbindungen im Wasser und Leadgitarrist Matthias musste sein Instrument ob der Wetterlage immer wieder nachstimmen.

 

 

 

Fight For LiveTrotz des Dauerregens war das Publikum völlig aus dem Häuschen, während ein AC/DC-Hit den nächsten jagte. BON SCOTT vermitteln den Sound und das Feeling der Australier wie keine andere Coverband.

 

Eines der Highlights war "It’s A Long Way To The Top" mit der Dudelsack-Solomelodie auf der E-Gitarre. Die Zeit raste und die Reihenfolge der Songs wurde mehr oder weniger auf Zuruf festgelegt.

 

Drummer Karsten bestand auf "Thunderstruck" und Sänger Kay brachte auch diesen Brian Johnson-Song stimmlich top.

 

 

 

 

 

 

Fight For LiveAbschließend ging es dann noch auf die obligatorische "Highway To Hell". Solch ein kurzweiliger Auftritt schreit nach mehr.

 

Man merkte den Musikern an, dass ihnen das Livespiel über die letzten Monate fehlte und sie entsprechend großen Spaß hatten und Spielfreude an den Tag legten.

 

 

Fight For LiveDie für uns zweite relevante Band war SIGN X. Die aus den ehemaligen CHÂLICE hervorgegangene Truppe um Sänger Sebastian Zierof brauchte für den Soundcheck noch länger, was den Ablauf erneut verzögerte. Zwar blieb deshalb ein Teil der Setlist auf der Strecke, aber SIGN X agierten wie frisch auf (Live-)Droge nach monatelangem kalten Entzug. Adrenalin, Endorphin und wasweißichnoch wurden da in den Köpfen ausgeschüttet.

 

Fight For LiveSebastian fegte über die Bühne wie ein Musical-Star, Basser Stevie war mit Dauergrinsen im Gesicht ebenfalls kaum zu halten und Drummer Michael haute rein wie das Duracell-Häschen und blies dabei die Backen auf.

 

Etwas zurückhaltender agierten Keyboarder Michel und Gitarrist Oliver, die dafür bei ihren Soloparts glänzten.

 

Manche SIGN X-Fans waren extra aus Bayern angereist und wurden mit einer tollen Show belohnt. Durch die zeitliche Verkürzung bestand die Setlist etwa zu zwei Drittel aus Songs des 2019er-Albums "Like A Fire" und zu einem Drittel aus dem 2015er CHÂLICE-Output "Overyears Sensation".

 

 

 

 

Fight For LiveZum vorgezogenen Ende lieferten SIGN X noch eine grandiose Coverversion von FOREIGNERs "Juke Box Hero" mit einem kurzen LED ZEPPELIN-Einschub im Mittelteil ab. Die Band verneigte sich und signalisierte, dass sie zu weiteren Live-Auftritten zu (fast) allen Konditionen bereitstünde. Das ist doch mal eine Ansage und zeigt, dass es um die Sache und nicht in erster Linie um das Finanzielle geht.


 

Fight For LiveDennoch müssen die Musikschaffenden unterstützt werden! Wer weiß, wie viele Gelegenheiten sich noch bieten?!

 

Zumindest für zweieinhalb Stunden konnte man in Harburg das ansonsten traurige und geplagte Jahr 2020 für kurze Zeit vergessen. Danke an alle Beteiligten für ihren Mut und Einsatz, sei er organisatorisch, musikalisch, ton- und lichttechnisch oder sonstwie… Am Einlass, Auf- und Abbau, Security, Essens- und Getränkestand, Moderation oder Toilettenhäuschen. Ohne Euch geht es nicht. Danke auch an die Besucher, die trotz aller Widrigkeiten vor Ort waren. Bitte wieder mehr solcher Veranstaltungen!

 

http://www.fightforlive.de/

 


https://www.facebook.com/Bon-Scott-Tribute-to-ACDC-Hamburg-183570518352714/

 

https://www.sign-x.de/

 

Fight For Live

 

 

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Pics by Bianca Wamsler

 

 

 

 

 




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