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Europe + Dark Sky - Rottweil Kraftwerk, 22.07.2015
Für einen Konzertauftakt nach Maß sorgte der Ferienzauber, der alljährlich sowohl im Kraftwerk, als auch am Wasserturm in Rottweil stattfindet.
Denn mit Europe wurde eine wahre Legende des Hard Rock verpflichtet.
Zusammen mit den Lokalmatadoren von Dark Sky im Vorprogramm legten sie einen souveränen Gig hin.

Um die Zuschauer auf die Band, die in den 80ern (und leider auch heute noch) immer wieder gerne auf ihren Hit „The Final Countdown“ reduziert wurde, was ich persönlich schon grob fahrlässig finde einzustimmen, legten Dark Sky aus Rottweil einmal mehr einen sehr starken Gig hin.
Die Jungs, deren musikalische History ebenfalls bis weit in die 80ern hinein reicht, verwiesen mit Stücken wie „Empty Faces“, „Food For A Million“, „Living & Dying“ und „Judas 1 – Dancing With The Devil“ auf ihre beeindruckende Diskografie, in der man mehr als genug Perlen findet.
Sehr zu meiner Freude kam auch diesmal wieder der Song „Eternity“, der für mich immer noch einer ihrer Höhepunkte darstellt, zum Zug.
In den Anfangstagen der Band noch auf einem Demo befindlich, kam der Titel auf ihrem aktuellen Album „Initium“ noch einmal in einer frischeren Version zu Ehren, sodass man sich danach entschloss, ihn auch weiterhin im Live-Set zu erhalten.
Zwar hätte die Euphorie der anwesenden Zuschauer gerne ein wenig größer ausfallen dürfen, denn Dark Sky sind einfach ein tolle Liveband, doch ich denke, dass wohl die Hitze so einigen einen Strich durch die Rechnung machte und sie sich das Konzert doch lieber ohne größere Anstrengungen betrachteten.
Wie dem auch sei, die Rottweiler Jungs rockten gewaltig und das ist auf jeden Fall schon mal die halbe Miete.

Nach einer Umbaupause, die so einige dazu nutzten, sich mit kühlen Getränken zu versorgen, legten Europe los.
Wer die Band wie ich über all die Jahre hinweg verfolgt hat, der weiß, dass sie auf ein Sammelsurium an großartigen Songs zurückgreifen können, wenn es darum geht, eine Setlist anzufertigen.
Eben solch eine Setlist vor dem Herrn, hatten Joey Tempest und seine Herren auch diesmal im Gepäck.
Den Einstand machten „War Of Kings“ vom gleichnamigen neuen Album, sowie „Hole In My Pocket“, welches ebenfalls auf diesem zu finden ist, bevor die Reise mit „Superstitius“ zum ersten Mal in die Vergangenheit ging.
Ein Song der vor allem live immer wieder bestens ankommt.
Einen meiner Favoriten legten sie jedoch danach mit „Last Look Of Eden“ auf die Bühne.
Auch das gleichnamige Album ist sehr zu empfehlen, denn es beinhaltet unglaublich viele Songs, die es einfach wert sind gehört zu werden.
Auch das darauffolgende „Scream Of Anger“ ist ein All-Time Fave meinerseits und natürlich umso schöner, wenn er dann auch live zu Ehren kommt.
Mit „The Second Day“ verwies Europe noch einmal auf ihr aktuelles Album, um danach mit „Carrie“ allen Freunden von Balladen einen Hit zu bieten.
Und schon kam der nächste Kracher mit „Firebox“ auf die Zuschauer hereingebrochen.
Für mich ganz klar der Top Hit vom Longplayer „Bag Of Bones“, der live absolut nicht fehlen darf.
Mit den folgenden Stücken „Sign Of The Times“, „Nothin‘ To Ya“, „Ready Or Not“ und „The Beast“ wurden indes noch einmal sowohl die Alben „Out Of This World“ und „War Of Kings“, als auch das schon erwähnte Meisterwerk „Last Look Of Eden“ hervorgehoben, bevor Gitarrist John Norum mit einem Solo klarstellte, wieso er zu einem erlesenen Kreis von gigantischen Gitarristen gehört.
Mich hatten seine Soloscheiben, die er Ende der 80er bzw. Anfang der 90er veröffentlichte, bereits unglaublich beeindruckt und mit seiner Stammband zeigt er auch heute noch, dass er nichts von seinem Können verlernt hat.
Mit „Girl From Lebanon („Prisoners In Paradise“), „Let The Good Times Rock” (“Out Of This World”) und “Rock The Night” (“The Final Countdown”) incl. einer spaßigen Einlage des Rammstein Songs “Du Hast”, womit mal eben bewiesen wurde, dass auch eine Band wie Europe gerne mal den Schalk im Nacken hat.
Leider ging wie immer auch dieses Konzert einmal zu Ende, jedoch nicht ohne noch einmal mit einem Song („Days Of Rock’N’Roll“) auf das neue Album zu verweisen.
Jedoch was wäre ein Konzert von Europe ohne ihren angepriesenen Mega-Hit „The Final Countdown“ vom gleichnamigen Erfolgswerk?!
Richtig, irgendwie würde dann ja doch was fehlen.
Und so wurde dieser Song dann auch als Zugabe gespielt, bevor unter großem Beifall ein weiteres, unglaublich energiegeladenes Konzert der Jungs aus Schweden sein Ende fand.

Die Veranstalter des Ferienzaubers in Rottweil bewiesen mit diesen beiden Bands mal wieder ihr Gespür für gute Events und legten so einen soliden Grundstein für die diesjährige Konzertreihe.
Ich bin jetzt schon gespannt, welche Bands sie im kommenden Jahr präsentieren.
Bis dahin schwelge ich in den Erinnerungen an dieses tolle Konzert.

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/





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