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Equilibrium + Guests - Karlsruhe Substage, 14.10.2016

„Armageddon Over Europe Tour“!
Unter diesem schicksalsträchtigen Banner, machten sich die Jungs von EQUILIBRIUM auf die Reise, um ihr neues Album „Armageddon“ live zu präsentieren.
Mit auf große Fahrt nahmen sie hierfür mit NOTHGARD, FINSTERFORST und HEIDEVOLK gleich drei Supportbands, die allabendlich für eine ausufernde Party sorgten.
Somit stand einem feuchtfröhlichen Abend am 14.10. im Substage in Karlsruhe rein gar nichts im Wege.

 

Den Auftakt machten FINSTERFORST aus Freiburg, die den nahen Schwarzwald quasi in ihren Bandnamen einfließen ließen.
Mit ihrer aktuellen EP „#Yolo“ sorgten sie durchaus für rege Diskussionen im Fanlager.
Während einige dem Werk ziemlich missgünstig entgegen stehen, sind andere absolut davon begeistert.
Was jedoch unbestritten ist, war die Tatsache, dass auf der Bühne die Post abging.
Das Publikum war recht schnell angefixt, sodass die Truppe leichtes Spiel hatte und ihren Fans eine ordentliche Show bot.

 

Die nächsten auf der Liste waren mit NOTHGARD aus Bayern eine Band, dessen Sänger/Gitarrist Dom R. Crey auf dieser Tour eine Doppelfunktion hatte, denn bekanntlich ist er nicht nur Mitglied von besagten NOTHGARD, sondern auch bei den Headlinern EQUILIBRIUM ist er als Gitarrist tätig.
Vor kurzem hatten sie ihr zweites Album an den Start gebracht, welches „The Sinner’s Sake“ getauft wurde.
Dieses galt es nun einer breiten Masse darzubringen.
Ich hatte zwar das Gefühl, dass man es Dom etwas anmerkte, dass die tägliche Doppelbelastung nicht ohne ist, doch mit einer routinierten Coolness machte er es wieder wett.
Und so kamen ihre Songs auch extrem tight daher.
Ein bisschen CHILDREN OF BODOM lastig waren sie eine sehr nette Abwechslung, sodass dieses Package aus den vier besagten Bands im Endeffekt schon sehr interessant und auch abwechslungsreich war.
Auch die Wall Of Death beim Song „In Blood Remained“ war nicht von schlechten Eltern.
Allgemein gesehen war die Stimmung über die ganze Spielzeit recht gut und so konnte man es den Jungs auch nachsehen, dass ihr Stageacting nicht gerade sportlichen Charakter hatte.
Wie gesagt, cooles Auftreten und starke Songs spielen, kann ja auch mal eine schöne Sache sein.
Man muss ja nicht permanent wie ein Flummi über die Bühne springen.

 

Die danach auf der Bühne erschienenen HEIDEVOLK nutzten wahrlich jeden Zentimeter der Stage und hatten dementsprechend guten Zuruf von den Fans, die zusammen mit der Band eine gewaltige Party feierten, in dem sie nicht nur mehr als ordentlich abgingen, nein das Mitsingen war ein wichtiger Faktor bei diesem Gig.
HEIDEVOLK wanderten quer durch ihre Diskografie und ließen keinen Zweifel daran, dass sie eine beachtliche Fangemeinde zu verzeichnen haben.
Zwar treffen sie im Allgemeinen nicht so ganz meinen Geschmack, doch sie dann mal live zu sehen, ist doch noch mal eine andere und vor allem abwechslungsreiche Baustelle.
Für Fans und Freunde sicherlich eine absolute Bereicherung und somit war ihr Auftritt auch völlig ok.

 

Nun wurde es aber endlich Zeit für den Headliner des Abends!
EQUILIBRIUM waren an der Reihe und nachdem das Intro „Sehnsucht“ vom neuen Album „Armageddon“ aus den Speakern geschallt und langsam verklungen war, legten die Jungs auch sofort mit dem nächsten, bzw. ersten Song „Erwachen“, welcher ebenfalls auf dem neuen Longplayer zu finden ist los.
Sie trafen sofort meine ungeteilte Aufmerksamkeit, denn die Band versteht es wahrlich zu beeindrucken.
Wohl kaum eine Combo schafft es so gut, so derart viele Musikstile in ihren Songs unterzubringen, ohne dass man nach dem Anhören das Gefühl hat, man würde komplett ausflippen, weil einen diese Menge schlicht überfordert.
Vielmehr beweisen sie jedes Mal wieder, dass ihre Songs faszinieren können.
Und auch live machen sie immer wieder klar, dass sie gerade auch auf der Bühne völlig in ihrem Element und deshalb dort auch hingehören.
Manch einer machte sich zwar Gedanken darüber, dass Robse und seine Spießgesellen, diesmal den ganz großen Teil ihres Sets aus Stücken ihres aktuellen Albums, sowie dem Vorgänger „Erdentempel“ zusammenstellten, doch wurden auch ältere Stücke, wie z.B. „Blut im Auge“, „Unbesigt“, „Der Sturm“ und „Heimwärts“ durchaus berücksichtigt.
Einzigster kleiner Kritkpunkt von meiner Seite ist, dass das Album „Rekreatur“ gänzlich vernachlässigt wurde.
Doch ansonsten alles gut im Lager von EQUILIBRIUM, denn mit Songs wie „Karawane“, „Prey“, dem obergenialen „Born To Be Epic“, sowie „Waldschrein“ und „Uns’rer Flöten Klang“ gaben sie unglaublich Vollgas und mal wieder wurde einem klar, welch großartige Band man hier wieder vor sich hat.
Und das obwohl Sänger Robse eine satte Erkältung hatte, die ihn jedoch nicht in die Knie zwang.
Ein paar Biere den Hals runter laufen lassen (von innen natürlich versteht sich) und alles ist wieder im Lot!
Es wurde gebangt, Stage-Diving war auch ein großes Thema, doch allem voran die Band, die es einfach versteht, das Publikum bei Laune zu halten.
Zum Schluss kam dann noch der Song von „Armageddon“ der wohl dem Thema Endzeit und Düsternis die Krone aufsetzt.
„Eternal Destination“!
Jenes Stück, bei dem Robse’s Tochter Charly mal wieder mit ihren Spoken Words (wie schon bei Apokalypse vom vorangegangen Album „Erdentempel“) glänzt.
Leider kam ihre Stimme nur vom Band, denn das wäre wohl zu viel des Guten gewesen, wenn Robse sein Töchterchen mit auf die Tour geschleppt hätte.
Der Schulrat hätte ihm wohl heimgeleuchtet, wenn sie mal eben 3 Wochen den Unterricht versäumt hätte.
Anyway…Ich liebe diesen Song einfach.
Schwerfällig und wüst kommt er daher und genauso wurde er auch live dargebracht.
Eine Gänsehaut jagt die nächste und auch wenn man ahnt, dass das Ende des Gigs (nicht der Welt…grins) erreicht war, konnte man für sich selbst noch einmal alle Register ziehen und sich diesem Meisterwerk hingeben.
EQUILIBRIUM hatten mal wieder bewiesen, dass sie eine Band sind, die zwar polarisieren mögen, doch war die Truppe in sein Herz geschlossen hat, der war auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

 

So endete ein Abend, der unterhaltsamer gar nicht hätte sein können und vor allem bin ich froh, einen großen Teil der Songs ihres neuen Meisterwerks „Armageddon“ live erlebt haben zu dürfen.
Einfach genial!!!

 

Pics by Hobbit Hauser
https://www.facebook.com/Hobbit-Hauser-Fotografie-413310275544064/?fref=ts

 




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