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Edguy + Guests - Kaufbeuren All-Kart Halle, 04.10.2014
Nachdem „Tobias Sammet“ seinem zweiten „Baby“ „Avantasia“ eine wohlverdiente Auszeit gönnt, wurde es Zeit seiner Hauptband „Edguy“ mal wieder mehr Zeit zu widmen, was die Band dann auch Schnurstraks in die Tat umsetzte und unlängst mit „Space Police – Defenders Of The Crown“ ein brandneues Album vorlegten.
Nun kam natürlich auch was kommen musste.
Richtig, die passende Tour dazu.
Grund genug für mich, mich nach Kaufbeuren in die All-Kart Halle aufzumachen, um mir das Package aus „Starchild“, „Unisonic“ und „Edguy“ genauer zu betrachten.

Die erste Band des Abends waren mit „Starchild“ eine Band, die zwei nicht unbekannte Musiker in ihren Reihen vorzuweisen hat.
Zum einen ist dies „Jens Becker“, der wie wir alle wissen, bei „Grave Digger“ die 4 Saiten zupft und auch „Michael Ehre“ dürfte kein unbeschriebenes Blatt sein.
Klopft er doch seit geraumer Zeit die Felle bei „Gamma Ray“.
Gute Grundvoraussetzung also für einen starken Einstieg in den musikalischen Abend.
Doch auch die restlichen Mitglieder der Band brauchen sich nicht zu verstecken, denn was da auf der Bühne abging, war sicherlich nicht von schlechten Eltern.
Songtechnisch wurde ihr aktuelles Debütalbum ins Visier genommen, sodass man sich über Stücke, wie z.B. „The Runner“, „Eyes Of History“ und „Starchild“ erfreuen konnte.
Leider war die Zeit für die Jungs etwas knapp bemessen, was zur Folge hatte, dass sie mit 6 Songs +Intro leider nur ein kurzes Gastspiel hatten.
Die Band wusste dies aber sehr gut zu nutzen und brachte dem Publikum ihr Debüt recht gut nahe.
Ein Einstieg nach Maß, würde ich behaupten.

Auch die nächste Band, die nach einer kurzen Umbaupause folgte, konnte von Beginn an überzeugen.
Erfahrenen Musikliebhabern muss wohl nicht mehr ernsthaft erläutert werden, wer sich hinter „Unisonic“ , so der Name der Truppe verbirgt.
Viel Zeit ist vergangen, als „Michael Kiske“ und „Kai Hansen“ mit „Helloween“ zusammen auf der Bühne standen.
Ich selbst hatte Ende der 80er auch noch das Vergnügen, sie live erleben zu dürfen.
Deshalb ist es rein von der Konstellation gesehen, die beiden nun wieder vereint in einer Band zu sehen, für mich eine Art Nostalgietrip.
Dies bezieht sich jedoch nicht auf die Musik, denn die kommt, so wie man es von „Unisonic“ gewohnt ist, taufrisch präzise und überhaupt nicht altbacken daher.
Die Setlist konnte sich mit „Venite 2.0/For The Kingdom“, „Exceptional“, „Star Rider“, „Your Time Has Come“, “When The Deed Is Gone”, “King For A Day”, “Throne Of The Dawn”, “I Want Out” und “Unisonic” mehr als sehen lassen und so hatte die Band alle Trümpfe in der Hand und machten ihren Gig zu einer richtigen Feier.
Leider war „Michael Kiske“ an diesem Abend vom Pech verfolgt, denn zum Schluss vom „Helloween“ Song „I Want Out“ verdrehte er sich nach einem Sprung in die Luft so unglücklich sein Knie, dass es ein Kreuzbandriss zur Folge hatte, doch sehr großen Respekt vor einem „Michi Kiske“, denn sowohl diesen Set, als auch die folgenden Konzerte wurden fortgeführt.
Das macht nämlich wirklich nicht jeder Musiker mit.
Deshalb auch zusätzlich noch ein weiteres Lob an die Band, die mit ihren Songs absolut meinen Nerv trafen, bzw. immer noch treffen, so wie es auch damals vor „Urzeiten“ bei „Helloween“ war.

Man kann es sicherlich als ein zweischneidiges Schwert bezeichnen, wenn man sich die Zusammenstellung der Bands dieser Tour anschaut, denn einerseits ist es natürlich für „Tobias Samet“ und seine Jungs von „Edguy“ sicherlich eine Ehre, „Unisonic“ mit im Boot zu haben, da er in der Vergangenheit ja nie müde wurde zu erzählen, dass ihn „Michael Kiske“ als junger aufstrebender Musiker schon immer inspirierte und faszinierte.
Doch andererseits kann einem eine Band wie „Unisonic“ auch sehr schnell das Wasser abgraben.
Ich würde mal vorsichtig behaupten, dass sich die Reaktionen an diesem Abend wohl relativ die Waage hielten und so konnten auch „Edguy“ mit sehr guten Songs ihrer Schaffensphase glänzen, auch wenn der Opener mit „Love Tyger“ vom neuen Album für mich etwas unglücklich gewählt war, da ich diesen Song nun wirklich nicht zum besten zählen möchte, was die Jungs je auf Platte pressten.
Den kleinen Fauxpas nahm ich ihnen angesichts solcher Granaten, wie „Vain Glory Opera“, „Land Of The Miracle“, „Tears Of A Mandrake“ und „Babylon“, die sich unter die neuen Stücke „Defenders Of The Crown“, „Space Police“ und dem „Falco“ Cover „Rock Me Amadeus“ , sowie einigen anderen mehr mischten, nicht wirklich übel.
Natürlich ist „Tobis“ ganz eigener Humor sicherlich Ansichtssache und kommt auch nicht bei jedem positiv an.
So rümpften nicht wenige die Nase, als er vor dem Song „Superheroes“ eine Lobesrede über sich zum Besten gab.
Aber mein Gott, es ist halt „Tobi“ und man muss ihn halt nehmen, wie er ist.
Wenn man damit nicht klarkommt, kann man ja immer noch den Konzerten von „Edguy“ fernbleiben.
Die Anwesenden in der All-Kart Halle hatten zumindest ihren Spaß und feierten die Band ab und auch der übergroße Polizist vom neuen Cover, der mich immer wieder irgendwie an „Burt Reynolds“ erinnert, tat sein übriges.
Alles in allem also ein sehr cooler Gig, was natürlich für alle drei Bands des Abends gilt.

Die Konstellation dieser Tour ging also voll auf und meiner Meinung nach haben Rockabend Concerts die richtige Entscheidung getroffen, dieses Package nach Kaufbeuren zu holen und mit dieser Meinung stehe ich sicher nicht alleine da, wenn ich mich an die doch sehr überragende Anzahl an Zuschauer zurück erinnere.
Und das ist ja schließlich das wichtigste von allem!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/





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