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Heavy-Metal-Heaven - Farewell Anthem

 

... it's time to say goodbye...

 

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Liebe Metal-Fans, Bands, Managements, Agenturen...

nach rund 26 Jahren haben wir beschlossen unser Portal "Heavy-Metal-Heaven" einzustellen.

Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, da wir viele Jahre mit Herzblut bei der Sache waren und im Dienste des Heavy-Metal und der Bands allen Widrigkeiten getrotzt haben. Leider ändert sich das Leben und auch die anderen Aufgaben ändern sich oder nehmen immer mehr zu.

Neue Leute zu finden, die einen unterstützen können, wird immer schwieriger und die Flut an Neuigkeiten im Heavy-Metal Bereich nimmt kontinuierlich zu. Alleine zum Sortieren der vielen täglichen E-Mails geht immer mehr Zeit verloren, so dass wir nicht mehr hinterher kommen.

Der Abschied fällt schwer, aber öffnet auch neue Türen. Vielleicht starten wir ein kleineres Projekt mit neuem Anfang. Das Ausmaß von Heavy-Metal-Heaven ist mit der Zeit einfach zu groß geworden und die Redakteure immer weniger. Das ist euch Fans und der Musikbranche gegenüber nicht mehr vertretbar.

Nun ist die Überlegung, ob wir Heavy-Metal-Heaven.de so als Archiv stehen lassen oder die Seiten ganz schließen.
Die Domain würden wir dann zum Verkauf anbieten. Angebote dürfen gerne an webmaster(at)heavy-metal-heaven(dot)de eingereicht werden, bevor wir entscheiden.

Wir blicken mit Stolz zurück und erinnern uns gerne an die vielen schönen Momente bei Konzerten oder Interviews. Herzlichen Dank an alle, die uns bis hierhin unterstützt haben.

… now it's time to say goodbye...

 

Euer HMH-Team
Holger + Stefan

 

 

04.03.2026

 

EDGUY - "Tinnitus Sanctus Tour 2009" 30.01.09 Halle Gartlage, Osnabrück
Doch zurück zum Anfang. Gehen wir 5 Tage in der Zeitrechnung zurück. Es ist Montag 17.00 Uhr - Feierabend! Jetzt noch schnell etwas einkaufen, bevor mein Besuch am Bahnhof abgeholt werden wollte...

Nach langen Monaten schlugen Zuzana und Magdalena wieder die Zelte bei mir auf. Dieses mal für eine ganze Woche. Genauer gesagt, nahmen sie (von mir angeboten) mein Schlafzimmer in Beschlag. Während sie sich in einem großen Doppelbett räkelten, machte ich es mir auf meiner Couch gemütlich. Musste ich doch morgens früh raus und zur Arbeit. Da wollte ich die Hardcore-Schläfer natürlich nicht vor dem natürlichen Aufwachpunkt aus den Träumen reißen... ;o)
Eigentlich war angedacht, dass Magda und Zuzi meine Wohnung als Headquarter nutzen, um Konzerte in der Umgebung zu besuchen. Daraus wurde aber nichts. Denn Tobias, der Sänger von Edguy, und auch einzelne Crewmitglieder wurden von einer bösen Erkältung heim gesucht. So konnte man im Internet auch lesen, dass die Konzerte in Oberhausen und Köln kurzfristig abgesagt werden mussten und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Das bedeutete für mich: Zwei tief fliegende Stimmungskanonen durchschlugen 6 Tage lang meinen begrenztem Wohnraum. Täglich erweiterten sie ihr Habitat. Bald hatten sie auch in Küche und Bad die Oberhand gewonnen und markierten ihr neues Revier mit Zahnbürsten, Cremetöpfen, diversen Kleidungsstücken und Kuscheldecken. Der mitgebrachte (!) Proviant wurde einstweilen im Kühlschrank deponiert. An zwei Einkaufstagen wurde der Vorrat der Gebrauchs-Utensilien noch aufgestockt. Gleich tütenweise wurden Bettwäsche, weitere Kuscheldecken, pink-schwarze Zebra-Cowboyhüte, drei (!) Paar Stiefel und allerlei Krims Krams angeschleppt und irgendwo im Weg abgestellt. Eigentlich war ich schon von diesen paar Tagen geballter Schwestern-Power ausgeglüht. Aber am Freitag beschwor ich meine letzten Lebensgeister herauf und ließ mich von der unermüdlichen Feierlaune meiner Freundinnen anstecken.

Schon um 15.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum 153 km entfernten Ziel. Dank Navigationsgerät war die Routenplanung ein Kinderspiel. Aber bereits nach einer viertel Stunde standen wir im dicksten Stau. Baustellen und zähfließender Verkehr ließen uns sage und schreibe erst um zehn vor sieben auf den Parkplatz in der Schlachthofstraße rollen. Wir stiegen aus und kriegten erstmal einen Schreck. Als wir die Türen aufstießen empfing uns eine unerwartete Geräuschkulisse. Wir hörten eine riesige Menschenmenge johlen, schreihen und gröhlen. Es dauerte einen Augenblick, bis wir erleichtert feststellten, dass das Gröhlen vom nahe gelegenen Fußball-Stadion herüber wehte. Vom kurzen Schrecken erholt steuerten wir zielstrebig zum Eingang. Bei diesen ungemütlichen Temperaturen fanden es auch die Fans der "spaßigsten Metal-Band der Welt" nicht lustig draußen. In der Vorhalle war es zwar nicht viel wärmer aber man war vor dem Wind geschützt. Wem nach Pommes und Currywurst war, konnte sich am Imbiss den Magen füllen. Wahlweise konnte dann mit Bier oder süßer Brause nachgespült werden. Eine Garderobe gab es nicht. Aber man war eh gut beraten seine Jacke an zu behalten. Zur Ablenkung gab es zwischen den beiden Toren zur Halle einen Stand an dem allerlei Zeug verkauft wurde, was der Wikinger der heutigen Zeit so alles braucht. Armschoner aus Leder, Trinkhörner in verschiedenen Größen und Ausführungen, Wurfäxte, einen Thor-Hammer als Wandschmuck und Teller, Näpfe, Löffel und Gabeln aus Holz. Außerdem gabs noch einen Merchandise-Stand mit Band-Stuff. Allerdings ließ eine meiner Begleiterinnen später verlauten, das die Qualität der Shirts, dem geforderten Preis nach stand.

Um kurz nach sieben öffneten sich die Tore zur Halle und die Menge strömte hinein. Magdalena, Zuzana und meine Wenigkeit platzierten uns erstmal ganz geschmeidig in der ersten Reihe. Das war nicht schwer, da sich die Besucherzahl in Grenzen hielt. Gemütlich verbrachten wir die Zeit bis 20.00 Uhr und bis zur ersten Band. Es gab weder Gedränge noch Langeweile. "Hille" hielt uns mit seinen Wortbeiträgen bei Laune. Seines Zeichens Schlagzeug-Rowdy und Stimmungskanone ließ er eine Lachbombe nach der anderen platzen. Irgendwann überkam ihn der Impuls mit konzentrierter Miene und konzentriert herausgestreckter Zunge, den Ringfinger (!) seiner rechten Hand nach oben zu biegen und begleitete dies mit einem herausgeschossenen: "FIGGER!" Worauf dann eine heiße Diskussion entbrannte, wie der "Stinkefinger" doch eigentlich richtig gezeigt wird. Als er inbrünstig beteuerte, das dies die einzig wirklich richtige Art war, einigten wir uns einvernehmlich darauf, dass er als Kind zu heiß gebadet worden ist.

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Kaum ausgesprochen kündigte sich die erste heiße Band an. Die hieß HEAT und kam aus Schweden. Ich sag nur eines: Die 80er ließen grüßen! Die Jungs sind schätzungsweise alle zwischen 20 und 25 Jahre alt und haben dieses Jahrzehnt nur als Zwerge miterlebt. Auf der Bühne aber waren sie mittendrin und ließen die glorreiche Zeit wieder aufleben. Mit dem typischen Sound dieser Ära heizten sie gleich mit dem ersten Song ein. Die Klamotten versetzten einen schlagartig gut 25 Jahre zurück. Der Schlagzeuger trug doch tatsächlich eine schwarze Leggins. Dafür sparte er jedoch mit der Oberbekleidung und ließ es sich auch nicht nehmen am Ende des Gigs noch eine Unterhose mit HEAT-Logo über seine Beinkleider zu ziehen auf die er dann mit eindeutig zweideutigen Hüftbewegungen aufmerksam machte. - Gefickt eingeschädelt, denn ich habe es nicht vergessen.... ;o)
Der Sänger trug eine weiße Lederjacke mit Fransen. - Wann hat man so etwas das letzte Mal gesehen....??? Ebenso wie die weißen Turnschuhe an den Füßen des Bassisten mit samt der hautengen Stretchhose. Ob die Hose der Marke "Mustang" entstammte vermag ich nicht zu sagen, nur dass die Schuhe kein der damals berühmten blauen Streifen zierten, sondern eindeutig der Familie "Rehbock" zuzuordnen war. Der eine Gitarrist trumpfte mit einem bunten Hemd auf, welches weit aufgeknöpft war. Es gab den Blick auf zahlreiche Halsketten, einen Kreuzanhänger und eine stramme Hühnerbrust frei. Gekrönt wurde die Erscheinung von einer Bon-Jovi-Gedächtnis-Dauerwelle. Sein instrumentaler Gegenpart war eine sehr hagere Erscheinung mit Sonnenbrille und zylinderartigem Hut. Dieses Erscheinungsbild erinnerte zeitweilig an eine blonde Ausgabe eines gewissen "Slash" einer gewissen amerikanischen Skandalband. Das einzig markante am obligatorischen Keyborder war ein Kopftuch. Ansonsten passte er sich der vorherrschenden Mode an. Aber dafür hatte er mindestens genau so viel Spaß wie seine Kollegen. Eine halbe Stunde lang verbreiteten sie Stimmung und gute Laune und verließen von Zugabe-Rufen begleitet die Bühne.

Nach kurzer Umbaupause gab es mit ALL ENDS ein Stelldichein. Obwohl sie als zweitplatzierter Support viel versprechend angekündigt waren, schafften sie es leider nicht die Erwartungen zu erfüllen. Zwar gab es Applaus zwischen den Songs aber es war eher Anerkennung als Begeisterung zu spüren. Sie vermochten das Erbe des Pre-Supports nicht weiter zu führen. Die Stimmung kühlte sogar ein wenig ab. Ihr Auftritt fiel relativ statisch aus. Es gab nur wenig Movement auf der Bühne. Zwar standen die zwei Sängerinnen nicht steif hinter dem Mikrofon aber geschmeidige Hüftschwünge gleichen nunmal eher einem Tanzen in der Disco. Die relativ harten Klänge und die weichen Bewegungen ließen die Körpersprache nicht kongruent zum Sound erscheinen. Unterstrichen wurde dieser seltsame Kontrast auch vom Bühnenoutfit der beiden Damen. Ein schwarzes Korsett-Top mit Spagetti-Trägern, eine knielange dunkelgraue Hose und schwarze Pumps kleideten eine der Frontfrauen. Dabei prangte ein fettes Schlangen-Tattoo auf ihrem linken Unterschenkel. Stylisch! - Nur wie soll man so einen "Stil" bezeichnen....? Ihre Kollegin trug ein offenherziges ärmelloses Oberteil, einen kurzen Jeansrock, eine blickdichte schwarze Strumpfhose und hochhackige Stiefel. Es war ein seltsamer Anblick weil es als Bühnenoutfit für diese Gelegenheit total unpassend war. Nicht, dass man mich an dieser Stelle falsch versteht: Gegen Frauen als Leadsängerin von Rock- und Metalbands ist generell nichts einzuwenden. Ich begrüße es, wenn sich in dieser Männerdomäne mal die eine oder andere weibliche Stimme hören lässt. Allerdings sollte eine Band als Einheit wahr genommen werden. Dieser Eindruck war bei ALL ENDS aufgrund der Gegensätze nicht gegeben. Zum Gesang kann man eigentlich nur wenig sagen. Man hat ihn nicht gehört. Während des Auftritts konnte man die Gespräche in der zweiten Reihe besser und lauter hören als die Texte von vorne. Gegen einen guten Coversong kann man an sich ja auch nichts einwenden - aber mit "Apologize" von Justin Timberlake kann man bei Metalheadz leider nicht wirklich punkten. Der Einzige, der auf der Bühne was los machte war der Schlagzeuger. Ein "kleines schwarzes Energiebündel" mit Vollbart und schwarzen Haaren. Rhytmisch wurde die Matte - eine liegende "8" nachzeichnend - von links nach rechts gewirbelt. Ab und zu flog auch ein Stück Holz durch die Luft. Denn die Drumsticks hielten nur eine begrenzte Zeit bis sie stückchenweise eliminiert wurden und immer wieder ersetzt werden mussten. Und zwar während e(!) des Spiels. Während der abgebrochene Stick noch im hohen Bogen durch die Luft flog, griff die Hand schon wieder blitzschnell zum Köcher. Pünktlich und taktgenau wurde dann weiter auf das Fell geprügelt. Trotzdem verließen die sechs Schweden ohne Zugabe die Bühne.

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Danach gab es eine längere Umbaupause. Auch als der angekündigte Zeitpunkt verstrich und "EDGUY!"-Sprechchöre laut wurden, ließen die Herren noch einen Moment auf sich warten. Die Halle war jetzt gut gefüllt und es wurde spekuliert: "Bayern München spielt heute - bestimmt sitzt der Tobi noch vorm Fernseher!" Wer Edguy-Fan ist, weiß um die Lieblings-Mannschaft des Sängers. Endlich gingen alle Lichter aus. Sofort fing das Publikum an zu jubeln.Nach und nach erkannte man dann den Bühnenaufbau. Alte graue Gemäuer umrahmten ein großes rundes Jesus-Konterfei. Wer es bis jetzt erfolgreich verdrängen konnte, dem ward jetzt unwiderruflich bewusst: EDGUY befinden sich auf der "Tinnitus Sanctus - Tour 2009". Sogleich durchschwebten mit "Dead Or Rock" heilige Klänge den Raum. Der Choral "Speedhoven" ließ die Menge jubeln. Ganz vorn feierten drei fröhlich auf- und abhüpfende Girls ihre ganz persönliche Konzertparty. Von oben verkündete Tobi indessen: "Bayern München hat übrigens verloren!" Trotzdem hätte er heute viel Spaß und lobte das zahlreiche Erscheinen. Mit Augenzwinkern bemerkte er selbstbewusst, was für ein toller Sänger er doch sei und - ja natürlich - auch noch soooo gut aussehen würde. So viel Ausgelassenheit ließ darauf schließen, dass er von seiner Erkältung wieder genesen war. Und er bedankte sich ganz herzlich dafür, dass so viele Leute gekommen waren, obwohl die zwei vorigen Konzerte wegen Krankheit so kurzfristig abgesagt/verschoben werden mussten. (Bis kurz vor Fahrtantritt blieben bei manchem Fan Zweifel ob das Konzert auch wirklich statt finden würde.) Kaum ausgesprochen wurde aber schon wieder der nächste Song verkündet. "Until We Rise Again", "The Pharao" und Ministry Of Saints" standen auf der Setlist. Zwischendurch gab es das übliche Schlagzeugsolo. Auf dieser Tour wurde Felix' Trommelfeuer vom "Fluch der Karibik"-Thema begleitet. Dank der erhöht stehenden Schlagzeugbude konnten ihn alle dabei beobachten wie er nach ein paar Schlägen plötzlich sein Spiel unterbrach. Dabei stand er auf, streckte seinen Arm aus und zielte mit dem Drumstick auf sein Publikum. Da dies relativ abrupt geschah, kam das geforderte: "HEY!" nur von ein paar einzelnen Fans. Aber nach ein paar weiteren Schlägen und einer erneuten Pause wusste jeder, was zu tun war. Immer wieder zielte der Arm gen Zuschauer. Das Tempo wurde dabei immer weiter gesteigert bis nur noch ein Stakkato von vorn und ein Gejohle von hinten zu hören war.

Die ganze Aktion hatte der übrigen Band eine kurze Verschnaufpause verschafft. Jetzt stürmten sie wieder auf die Bühne und legten direkt wieder los. Sie gönnten weder ihrem Taktschläger noch den Fans Zeit zur Erholung. Songs wie "Pride of Creation" und "The Headless Game" brachen über die Menge herein. Wie gut, das irgendwann das "Welche-Seite-schreit-lauter-Spiel" an der Reihe war. Jetzt gabs nur ein Problem: Ich stand genau in der Mitte der ersten Reihe, flankiert von Magdalena auf der linken und Zuzana auf der "Schokoladenseite". Da es uns aber ausschließlich im Dreierpack gibt, hakten wir uns kurzerhand unter und schlugen uns geschlossen auf die linke Seite. Und ich glaube es war UNSER Gebrüll was letztendlich den Sieg brachte... ;o)
Mit etwas angekratzter Stimme wurden die letzten Songs mitgesungen. Doch ohne Zugabe ließen wir die Jungs natürlich nicht unter die Dusche. Schließlich musste sich der Seifengebrauch auch lohnen!!! Mit drei letzten Stücken, "Nine Lives", der Sp(r)itzen-Hit "Lavatory Lovemachine" und "King Of Fools" verabschiedeten sie sich in die "heiligen Hallen".

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Sofort wurden die Ausgänge geöffnet und die Besucher mit einem rot-weißen Absperrband aus der Halle "getrieben". Ich persönlich empfinde dies als sehr rabiate Methode, auch wenn ich verstehen kann, dass man schnell mit dem Abbau und Aufräumen beginnen möchte. Aber zum Glück waren die Ordner freundlich und haben ja auch einfach nur ihren Job gemacht. Hinter uns ging dann die Tür zu...

Alsbald schlurfte ein abgeschlaffter und noch immer von einer Erkältung gezeichneter "Piesel" vorbei. Und es ergab sich ein kleiner Smalltalk mit dem netten Blondschopf. Leider ist seine Naturlockenfrisur vor einiger Zeit na, ich sag mal... "geschrumpft", was ich sehr bedaure. Nur wollte ich vor dem sympatischen "Ob-Sommer-ob-Winter-ich trag-3/4-Hosen"-Mann nicht die Heulsuse spielen. Netterweise ließ er uns nicht in der Kälte stehen und in der Halle trafen wir erneut auf "Hille". Jetzt erfuhr ich endlich, was es mit diesem "Figger!" auf sich hatte...
Dieses Begleitwort ist zwingend beim Zücken des Ringfingers zu rufen, um die volle Wirkung dieser Geste zu erziehlen. Wichtig dabei ist, das dieses "Figger" (hochdeutsch für "Finger") ähnlich ausgesprochen wird, wie das "Timmy" in der Quatsch-TV-Serie "Southpark". Was das ganze für einen Sinn haben soll ist mir immer noch schleierhaft. Aber es war ansteckend...
Beim nächsten Mal als Piesel an mir vorbei ging, bedachte ich ihn mit der "Figger-Atacke". Seine Reaktion beschränkte sich auf ein müdes Kopfschütteln. - Er war schon längst resistent geworden...
Befremdlich war auch noch Hilles Suche nach "dem kleinen pinken Köfferchen". Als absurde Legende von mir abgetan rollerte es später tatsächlich an uns vorbei. Es thronte auf einem großen schwarzen Case, welches von dem lieben "figger-resistenten 3/4-Hosen-Träger" geschoben wurde. Aber eines ist sicher: Beim nächsten Zusammentreffen werde ich den Inhalt des pinken Köfferchens ergründen...!

Als wir spät nachts wieder zu Hause ankamen, ließen wir den Abend noch einmal Revue passieren. Und wir waren uns einig, dass der Sound eine einzige Katastrophe war . Und die oft stroboskopartig, manchmal in langen Intervallen eingesetzten "Blinder", die des Guten zu viel zum Einsatz kamen. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und als mein Besuch am Samstag wieder abreiste und das kleine Chaos in meinen vier Wänden verschwand war ich etwas traurig. - Wie gut, dass die nächsten gemeinsamen Konzertbesuche schon wieder in Planung sind...

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