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Dream Theater - Ludwigsburg Arena, 30.01.2014
Unter dem Motto „An Evening With Dream Theater“ gab sich die wohl bekannteste Progressive Band unseres Planeten mal wieder die Ehre und ließ mit ihren vielgeliebten Live Aktivitäten wie immer fast keine Wünsche offen.
In der Vergangenheit hatten sie das Prinzip, ohne Vorband und dafür mit Überlänge des eigenen Gigs auf Tour zu gehen ja schon erfolgreich auf den Weg gebracht und so konnte man sich auch diesmal wieder über insgesamt 3 Stunden „Dream Theater“ Live freuen.

Warum man sich dazu entschloss, lag fast schon auf der Hand, denn nicht nur mit einem neuen Album, welches schlicht „Dream Theater“ getauft wurde, konnten „John Petruzzi“ und seine Herren aufwarten, nein auch zwei Geburtstage standen ins Haus.
Sowohl das Album „Awake“, welches in diesem Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag feiert, als auch „Metropolis ll – Scences From A Memory“, welches vor 15 Jahren das Licht der Welt erblickte, wurden diesmal ausreichend bedacht.
Leider zogen deswegen Götteralben wie „Images And Words“ und „Octavarium“ den Kürzeren und so erschien nicht mal das ultimative „Pull Me Under“ in der Setlist.
Schade eigentlich, doch angesichts der ansonsten massiven Liste an Stücken, die „Dream Theater“ an diesem Abend auspackte, konnte man den Wegfall von einigen anderen dann schon verkraften.
In diesen 3 Stunden plus einer fünfzehnminütigen Pause zwischendurch wurden nicht weniger als 18 Tracks auf das Publikum losgelassen.
Das sind ja nicht viel, mag sich nun einer denken, der die Band nicht wirklich gut kennt.
Wer dies aber tut weiß dass ein „Dream Theater“ Song auch schon mal gut eine halbe Stunde für sich alleine in Anspruch nehmen kann.
Doch dazu kommen wir zu gegebener Zeit noch.
Mit dem Intro „False Awakening“, welches auch das neue Album eröffnet, wurde der Abend eingeläutet.
Doch noch sah man vom Bühnenbild nichts, denn während des Intros war die Stage mit einem Tuch abgehängt, auf welchem ein beeindruckender kurzer Film projiziert wurde.
In diesem kleinen Movie wurden alle Cover Artworks ihrer bisher erschienenen Werke in bewegten Bildern dargebracht.
Dies allein war für mich persönlich schon das erste Highlight des Abends, doch noch viele weitere sollten folgen.
Nachdem Film und Intro sein Ende erreichten, fiel der Vorhang und ein musikalischer Abend der Extraklasse nahm seinen Lauf.
Mit „The Enemy Inside“ wurde sogleich auf ihr neues Album verwiesen, welches ich persönlich zu einem unglaublich genialen Output in der Geschichte der Band zählen möchte.
So war der erste Akt des Abends mit Ausnahme eines einzigen Songs, gespickt mit Stücken ihrer letzten Veröffentlichungen.
Mit „The Shatterd Fortress“ wurde “Black Clouds & Silver Linings” bedacht und auch „On The Back Of Angels“ von „A Dramatic Turn Of Events“ fand Berücksichtigung in der Setlist, bevor mit dem gigantischen „The Looking Glass“ vom neuen Werk fortgefahren wurde.
Die Ausnahme von der ich vorher geschrieben habe, kam danach zum Zug.
Vom Album Album „Falling Into Infinity“ welches 1997 erschien, schaffte es „Trial Of Tears“, live in Erscheinung zu treten, ehe man mit dem Instrumental „Enigma Machine“ (incl. Drum Solo von „Mike Mangini“) und dem schwebenden „Along For The Ride“, welche beide auf dem neuen Silberling zu finden sind weitermachte.
Den Abschluss des ersten Akts machte mit „Breaking All Illusions“ ein Song von „A Dramatic Turn Of Events“, der mit seinen im Original über 12 Minuten nicht unerheblich dazu beitrug, dass in 3 Stunden Spielzeit „Nur“ 18 Stücke live gezockt wurden.
Nach diesem tollen Song wurde es Zeit, die schon erwähnte fünfzehnminütige Pause einzuläuten, um kurz der Band und sich selbst kurz Zeit zum Verschnaufen zu lassen, bevor es mit dem zweiten Akt, der es in sich hatte weitergehen sollte.

Dieser stand nämlich fast ausschließlich im Zeichen des Geburtstagskindes „Awake“ und wurde somit auch reichlich bedacht.
Nicht weniger als 5 Songs wurden gespielt, ja ich möchte fast behaupten „zelebriert“.
Im Einzelnen handelte es sich dabei um „The Mirror“, welches wie auch vom Album her bekannt in das göttliche „Lie“ überging, sowie „Lifting Shadows Off A Dream“, „Scarred“ und nicht zuletzt das von mir so geliebte „Space Dye Vest“.
Vor allem „Space Dye Vest“ hatte es mir natürlich sehr angetan.
Hatte ich den Song solange ich „Dream Theater“ Konzerte besuche, noch nie live erleben dürfen (ob sie ihn überhaupt schon mal live gespielt haben?!).
Den Abschluss des zweiten Akts bildete mit „Illumination Theory“, welcher wiederum auf dem neuen Album zu finden ist ein Song, welcher nicht weniger als 22 Minuten dauert und somit ebenfalls einen beträchtlichen Beitrag zum überlangen Set leistete.
Nach diesem Monument der Musikgeschichte endete der reguläre Set, doch natürlich konnte eine Band wie „Dream Theater“ nicht ohne Zugaben den Heimweg antreten und außerdem war da ja noch was mit einem zweiten Geburtstagskind!
Genau dieses wurde dann auch im Zugabenteil bedacht.
„Metropolis ll – Scences From A Memory“, 1999 erschienen sollte in den musikalischen Himmel gehoben werden, genauer gesagt  mit „Overture 1928“, „Strange Deja Vu“, „The Dance Of Eternity“ und „Finaly Free“, was meiner Meinung nach auch absolut gelang und so endete „An Evening With Dream Theater“ mit einem Outro, welches aus einem Teil von „Illumination Theory“, welches schon vom Ende des zweiten Aktes bekannt war bestand.

„Dream Theater“ haben auch diesmal wieder mit spielerischer Leichtigkeit bewiesen, dass sie zur Speerspitze des Progressive Metal gehören und solange sie solche Meisterwerke, wie das in diesem Bericht mehrfach erwähnte selbstbetitelte Werk veröffentlichen und live solch eine gewaltige Präsenz an den Tag legen, wird sich daran auch so schnell nichts ändern.
Ein unvergessliches Ereignis bleibt mir schlussendlich nur zu sagen!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/









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