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Konzert-Berichte

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Doro, Sonata Arctica, Altaria, 26.04.2006 im Hydepark/Osnabrück
... Als mein Wagen über den Parkplatz holperte wurde ich auch schon von Weitem freudig winkend begrüßt. Magdalena (meine Freundin aus Österreich - anm. v. Sandy) hatte sich bereits mit einigen anderen Doro-Fans vor dem Hydepark eingefunden. Die meisten von ihnen waren, wie sollte es anders sein, männlichen Geschlechts. Die Tourbusse der insgesamt drei Bands (Altaria, Sonata Arctica, Doros Band) befanden sich ebenfalls bereits auf dem Gelände. Aus dem Back-Stage-Eingang schallte Soundcheck-Getöse. Als Doro dann ein wenig später zum Veranstaltungsort chauffiert wurde, wurde sie schon sehnsüchtig erwartet. Viele Fans hatten darauf gefiebert, ihr Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten überreichen zu können. Bald darauf wurden die Tore geöffnet, vor denen sich ein mittlerweile stark angewachsene Zahl von Besuchern eingefunden hatten.
Magdalena und ich sausten dann direkt in die erste Reihe.


Die finnische Band Altaria gab den Startschuss für einen vergnüglichen Konzertabend. Dem mit einem langen Ledermantel ausgestatten Sänger, fiel somit die Hauptaufgabe zu, die Leute zum Mitmachen zu animieren. Die Songs, unter anderem dem im März veröffentlichten Album "The Fallen Empire" entnommen, gefielen durch ihr Tempo und beglückten jeden Vollblut-Metaller. Während dem Gitarristen, Bassisten und dem Mann am Mikro genügend Raum zur freien Verfügung stand, machte das Rhytmusgerät einen etwas gedrungenen Eindruck - stand es doch eingepfercht in der linken Bühnenhälfte. Die anderen Drumkits waren bereits alle komplett aufgebaut und beanspruchten somit auch bereits zu diesem Zeitpunkt schon ihren Platz auf der Bühne.




Nach dem Umbau, bei dem das Schlagzeug komplett abgebaut werden musste, präsentieren Sonata Arctica eine gute Show. In den Gesang legte Sänger Tony eine Energie, die man nicht jeden Tag gleich spürt. Den Gesang empfand ich an diesem Abend außergewöhnlich ausdrucksstark. Hendrik war dank seines mobilen Keyboards nicht an den Tasten festgenagelt und unterstützte seine Kollegen an Gitarre und Bass nicht nur musikalisch. Sein Bewegungsdrang auf der Bühne, setzte sich später, abseits dieser, noch fort. Hinter der Schlagzeugbude leuchtete hin und wieder ein blonder Schopf auf. Somit konnte man hören UND sehen, dass sich der Schlagzeuger lautstark mit seinen Trommeln beschäftigte. Neben Songs wie "Victoria's Secret " durfte am Schluss natürlich auch nicht das obligatorische "Wodga"-Lied fehlen.



Danach waren die Leute richtig gut drauf und auf den Haupt-Act eingestimmt. Nach dem Um- bzw. Abbau einiger Gerätschaften war der Blick frei auf die imposante Blechbude von Doros Schlagzeuger Johnny. Sie thronte auf einem Podest von dem Hintergrund mit dem großen "Doro"-Schriftzug und dem Coverbild vom aktuellen Album "Warrior Soul". Viele "Blinder" sorgten dafür, dass die Künstler anschließend von hinten angestrahlt wurden und sich somit der Eindruck von "Lichtgestalten" aufdrängte. Verstärkt wurde dieser noch durch den Einsatz von Nebel, der die Sicht etwas trübte und den Einsatz der Kamera anfangs einschränkte. Das Publikum störte das jedoch wenig und es sang laut die Texte mit.Neben Songs vom neuen Album kamen Klassiker wie "Für immer" natürlich riesig an. Kaum einen Song musste die blonde Rockröhre alleine singen. Zwischendurch gab es dann ein Schlagzeugsolo bei dem Drummer Johnny dem Publikum einiges an Stimmgewalt abverlangte. Jedenfalls war es ein willkommender Spaß, der die Stimmung hob. Die blonde Amazone forderte die Fans immer wieder auf, Musikwünsche zu äußern, die dann auch prompt erfüllt wurden. Einige Songs widmete sie bestimmten Personen und sei es "nur" dem Busfahrer, der an diesem Tag das letzte Mal mit ihnen unterwegs war. Zum Ende hin gaben Doro und ihre Jungs nochmal richtig Gas bis auch die letzen Wünsche der Zuschauer berücksichtigt waren.


Nach dem letzten Song blieb eine zufriedene und begeisterte Menge zurück. Langsam strömten die Leute zum Ausgang oder machten es sich an den Theken bequem um die ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder nach zu füllen. Während Doro an diesem Abend noch lange Zeit Autogramme gab und im Backstagebereich für ihre Fans da war, wurde der Zuschauerraum wurde von den Mitarbeitern des Hydeparks schnell von Plastikbechern und Müll befreit. Die Tanzfläche war somit wieder einsatzbereit. Dies nutzten die Gäste ebenso wie die Jungs von Altaria und Sonata Arctica. Vor allem "Henka" (Henrik - Keyborder von Sonata Arctica) tat sich dabei hervor und tanzte wie der sprichwörtliche Henker. Erst gab es eine Art Walzer mit dem Gitarissten von Altaria, dann einen Solotanz. Dieser äußerte sich dann in einem ausgelassenem Gehopse und Gehampel, der Magdalena und mir das Wasser in die Augen trieb - vor lachen versteht sich. Denn er schlenkerte wie ein Cowboy - mit Hut, Tarnhose und Stiefeln - umher und machte allerhand Faxen. In einem Anfall von Begeisterung für eine junge tanzende Dame, sprang er in die Luft und machte bei der Landung einen unbeholfenen Knicks. Die Holde, drehte sich jedoch kurzerhand um und ließ unseren guten alten Henka einfach stehen. Dieser war darauf hin in seiner Tanzwut so gebremst, dass er sich erstmal wieder am Rande der Tanzfläche, einen Schluck "Spaßwasser" genehmigen musste.

Im übrigen war er sehr empört über die Frage, ob die durchsichtige Flüssigkeit in seinem Plastikbecher Wasser sei. Ein strafender Blick und ein empört von sich gegebenes "WODKA!!!!!!!!!!" klärte die Frage dann aber zweifelsfrei auf. In seinen Becher gehöre ausschließlich Wodka - kein Bier oder so lasches Zeug...
Nun, das erklärt dann auch die Fröhlichkeit der Truppe und den verschleierten Blick von Sonata-Gitarrist Jani, Es könnte aber auch eine andere Ursache gehabt haben, denn er schwebte förmlich durch die Gegend und "verirrte" sich gelegentlich auch mal auf die Damen-Toilette wo er eine lange Diskussion mit einem Mädel hatte. Keine Ahnung worum es ging aber nach einiger Zeit kam er wieder heraus und flog erneut an uns vorbei.

Erst auf dem Parkplatz haben wir ihn dann wieder gesehen. - Er kam auf uns zu und man merkte ihm an, dass sein Bewusstsein doch arg erweitert war. Man musste manchmal nachfragen um zu verstehen, was er sagte. Ab und zu kam dann der kleine Flegel in ihm zum Vorschein, aber gegen zwei nüchterne Gesprächspartnerinnen kam er dann doch nicht an. Irgendwann gab er resigniert von sich: "Ja ja, ich bin ja auch betrunken, da kann ich ja sowiso erzählen was ich will....!
Ich bin jedenfalls mit erzählen fertig und hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat. Fotos könnt ihr euch auf den folgenden Seiten auch noch anschauen. Durch den bereits erwähnten Nebel sind viele Fotos leider nicht von optimaler Qualität. Trotzdem lohnt sich ein Blick...

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Seite 7 - Schnappschüsse



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