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Diabolical Tour Of Art 2014 - Stuttgart Universum, 23.10.2014
Wie heißt es doch so schön: „Doppelt hält besser“!
Aus diesem Grund zog es mich ein zweites Mal zur Diabolical Tour Of Art.
Diesmal ging die Reise ins Universum nach Stuttgart, wo sich erneut „Death Valley High“, „Ferium“, „May The Silence Fail“ und „Sonic Syndicate“ die Ehre gaben.
Wenn man auf einer Tour mehrere Gigs besucht, zieht man unweigerlich Vergleiche und so komme ich nicht umhin zu sagen, dass in Stuttgart, gegenüber einigen Tagen zuvor in Adelsheim doch mehr los war, was sicherlich nicht unwesentlich am Heimspiel von „May The Silence Fail“ gelegen haben dürfte.

Doch bevor diese die Bühne enterten, durften erst einmal zwei andere Bands ihr Können unter Beweis stellen.
Wie immer waren „Death Valley High“ aus den USA die Opener und auch wenn es auch diesmal im Publikum einige Fragezeichen über den Köpfen von diversen Anwesenden im Publikum zu erspähen gab, so kam die Band im Allgemeinen doch recht gut an, auch wenn ihr Sound nicht gerade einfach zu verdauen ist.
Ich halte jedoch daran fest, was ich schon vom Gig in Adelsheim her sagte.
Wenn man auf der richtig harten Schiene fährt und auch vor Experimenten einer Band in Sachen Sound nicht zurückschreckt, sollte man sich ihr jüngstes Album „Positive Euth“ einfach mal anhören, denn langweilig wird es einem bei diesem Longplayer sicherlich nicht.
Mit der gleichen Setlist, wie in Adelsheim gaben die Jungs auch hier wieder alles und ich muss einfach meinen Respekt zollen, was eine Band auf sich nimmt, um endlich gerade auch auf deutschen Bühnen stehen zu können.
Dies wird leider viel zu oft unter den Tisch gekehrt und als ganz normal hingenommen und dementsprechend verhalten ist demzufolge auch meist die Resonanz vom Publikum.
Jedoch hatte ich das Gefühl, dass „Death Valley High“ doch recht gut bei den Anwesenden hier in Stuttgart anzukommen schienen und das ist doch schon ein erster Erfolg.
Wie gesagt, hört rein wenn ihr auf brachiale Sounds und Experimentierfreudigkeit innerhalb der harten Klänge steht.
Meinen Respekt haben die Jungs nicht erst seit ihrem Gig in Stuttgart.

Ebenso auch die folgende Band „Ferium“!
Zwar hat sich meine Einstellung zum Sound der Jungs, seit ihrem Gig in Adelsheim nicht wirklich verändert, doch muss ich ganz klar meine Anerkennung aussprechen, denn während die Bands hierzulande darum kämpfen zu überleben, was die Existenz innerhalb der Musikszene betrifft, haben es Bands wie z.B. „Ferium“ ungleich schwerer, den gerade Musiker, die wie sie aus Israel kommen, haben es in erster Linie damit zu tun wirklich zu überleben, denn während wir hier von freier Meinungsäußerung profitieren, kann man dort auch schnell mal sein Leben verlieren.
Es gibt immer wieder Statements wie u.a. von der Band „Orphaned Land“, die ebenfalls aus Israel stammen, die diese These bekräftigen.
Deshalb werde ich mich an dieser Stelle auch nicht großartig darüber auslassen, ob mir nun ihr Stil behagt, oder nicht und verweise einmal mehr darauf, dass es die Jungs einfach verdient haben, ein Teil solch einer Tour zu sein.
Wer auf ein Zwischending von „Death“ und „Messuggah“ steht, der sollte sich ihr Album „Reflections“ einfach mal genauer anhören.
Wer weiß ob es nicht gerade seinen Geschmack trifft.

Wie ich eingangs schon erwähnte, profitierten die folgende Band „May The Silence Fail“ sichtlich von ihrem Heimvorteil und hatten zudem noch mehr Zeit zugesprochen bekommen, sodass das Publikum nun 50 Minuten die Freude hatte, den Jungs und Mädels auf der Bühne zu lauschen.
Diese ließen sich auch nicht lange bitten und fuhren mit „Come Alive“ (Hell Yeah!!!) gleich das erste Geschütz auf.
Gefolgt von weiteren Krachern ihres erst kürzlich erschienenen ersten Longplayers „Of Hope And Aspiration“ wurde ihre Spielzeit eine wahre Offenbarung, denn was die Band da auf diesen Silberling gepresst hat, ist für mich ein äußerst beeindruckendes Dokument ihres Könnens und mit dieser Meinung stehe ich bei Zeus nicht alleine da, soviel ist mal sicher!
Natürlich durften aber Stücke aus ihrer EP „Beyond All Dispute“ auch diesmal nicht fehlen, ohne die ein „MTSF“ Gig einfach nicht komplett wäre.
Das Publikum in Stuttgart bekam so die absolute Vollbedienung und nicht selten hatte man das Bedürfnis, vorsichtshalber ein paar Stützbalken in den Club „Universum“ einzubauen, aus Angst es könnte wegen des extremen Abrissbirnenfaktors der Band evtl. einstürzen.
Mit der Konstellation gleich zweier Frontfrauen, ist die männliche Fraktion von „MTSF“ auf der sicheren Seite und so darf sich die Band wohl auch in Zukunft über positive Reaktionen freuen.
Denn so viel ist mal sicher, solange sie so energiegeladen und frisch auf der Bühne agieren und solch starkes Material veröffentlichen, mach ich mir um die Zukunft von „May The Silence Fail“ nicht die geringsten Sorgen.

Nach diesen überragenden 50 Minuten wurde es nun Zeit noch die letzte Band des Abends zu begrüßen und auch sie ließen es getreu nach dem Motto: „Langer Rede, kurzer Sinn!“ nach einer überschaubaren Umbaupause wieder richtig krachen.
„Sonic Syndicate“ profitierten ebenfalls vom zahlreich erschienenen Publikum und legten genau wie in Adelsheim einige Tage zuvor wieder ein derart beeindruckendes Set hin.
Doch bevor sie loslegten, ertönte erst einmal wieder das Intro in Form des „Starship“ Songs „We Build This City“, was für einige verdutzte Gesichter sorgte.
Nachdem der Titel jedoch verklungen war, legten die Schweden mit „Day Of The Dead“ los, welches gefolgt von „Black Hole Halo“, sofort auf die immense Spielfreude der Band hinwies, die sie auch diesmal wieder an den Tag legten.
Dies änderte sich auch im weiteren Verlauf nicht, als sie Stücke, der Marke „Jailbreak“, „Cathing Fire“, „Revolution, Baby“ und „See What I See“ in die Meute klopften.
Mit einer durchweg exzellenten Stimmung im Universum, hatten es die Schweden dann auch mehr als leicht, den Pegel oben zu halten.
Was mich doch sehr positiv überrascht ist die Tatsache, dass „Sonic Syndicate“ so routiniert zur Sache gehen, egal ob es nun etwas weniger Zuschauer zum Konzert zog, wie beispielsweise in Adelsheim, oder der Club ordentlich gefüllt ist, wie in Stuttgart.
Sie spielen wirklich für jeden Einzelnen im Publikum und nicht nur für die Masse.
Sowas ist heutzutage auch nicht mehr alltäglich, deshalb werde ich sowohl den Gig in Adelsheim, als auch den in Stuttgart in bester Erinnerung behalten.

Die „Diabolical Tour Of Art“ zeigte auf beeindruckende Weise, dass auch moderne Sounds ihren Reiz haben und bei solch einer Fannähe, wie es die Bands an den Tag legten, macht die ganze Geschichte gleich noch mehr Spaß.
Für mich ein absolut positives Erlebnis, dieses Package gleich zweimal hintereinander erleben zu dürfen.

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/





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