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Delain + Serenity + Cellar Darling – Pratteln Z7, 27.10.2017

Es gibt immer mal wieder Packages, die zwar schon einmal die Bühnen dieser Welt unsicher machten, doch aus dessen Erfahrung heraus, wurde dann immer mal wieder festgestellt, dass es einfach funktioniert und auch harmoniert, wie im Falle von DELAIN und SERENITY, die am 27.10. das ehrwürdige Z7 in Pratteln mit ihrer Tour, die auf den Titel „Danse Macabre Tour“ hört beehrten.
Mit im Boot waren mit CELLAR DARLING die momentanen Aufsteiger.
Nach dem Ausstieg bei ELUVEITIE hatten u.a. Sängerin Anna Murphy diese Band gegründet und sofort war klar, dass sie auch weiterhin feinstes Material veröffentlichen würden.

 

Ich hätte CELLAR DARLING auch sehr gerne live erlebt, doch leider ließen meine Arbeit und ein rechtzeitiges Erscheinen mal wieder nicht in Einklang bringen, sodass ich leider erst zum Beginn der zweiten Band SERENITY im Z7 aufschlug.
Mit ihrem Album „Lionheart“, welches just an diesem Tag erschien, machten sie erneut klar, dass eine unglaubliche Bereicherung für die Musikszene sind.
Ich selbst bin ja schon seit vielen Jahren großer Fan dieser Kapelle und habe sie schon gefühlte 100000 Mal live gesehen.
Deshalb brauchte ich mir diesbezüglich auch keine Sorgen machen.
Doch wurde ich diesmal mit einem extrem gefüllten Z7 überrascht, was zur Folge hatte, dass die Stimmung wirklich überwältigend war.
Zu dem Intro „Deus Lo Vult“, welches auch das neue Werk eröffnet, fand sich die Band auf der Bühne ein, um danach gleich mit „United“ (ebenfalls auf „Lionheart“ zu finden) richtig amtlich loszulegen.
Spätestens jetzt wurde auch dem letzten Zuschauer im Z7 bewusst, dass sie mal wieder ein spektakuläres Album auf den Weg brachten.
Mit „Spirit In The Flesh“, sowie „Iniquity“ wurde im Anschluss der “Lionheart” Vorgänger “Codex Atlanticus” ins rechte Licht gerückt, bevor mit „Rust Of Coming Ages“ ein, man kann schon fast von einem Klassiker sprechen, gespielt wurde.
Befindet sich dieser Song doch auf „Fallen Sanctuary“, welches im kommenden Jahr sein 10-jährigen Geburtstag feiert.
Mit „Legacy Of Tudors“ wurde danach das ebenfalls geniale Werk „War Of Ages“ geehrt.
Ein Stück, welches vor allem live unglaublich massiv daherkommt und deshalb auch bei keinem Gig von SERENITY fehlen sollte.
Mit „Serenade Of Flames“ wurde es dann Zeit, auch „Death & Legacy“ Tribut zu zollen.
Auch dieser Song ist immer wieder ein Erlebnis, egal ob die Female Parts in dem Stück nun von Charlotte Wessels (DELAIN), Clementine Delauney (VISIONS OF ATLANTIS), oder wie in diesem Fall Tasha, die nach dem Ausstieg von eben erwähnter Clementine einsprang und seither diverse Songs bei SERENITY mit ihrer großartigen Stimme bereichert gesungen werden, ist eines immer gewiss, dass diese Nummer ebenfalls als unverzichtbares Stück Geschichte von SERENITY anzusehen ist.
Mit „Lionheart“ dem Titelstück vom neuen Album wurde noch einmal ein brandneuer Song zum Besten gegeben, bevor mit „Follow Me“ von „Codex Atlanticus“ leider auch schon as Ende des Gigs erreicht war.
Schade, dass es nur für 8 Songs gereicht hat, aber so ist es halt, wenn man Support ist.
Aber es stehen Anfang 2018 ja die nächsten Master Of Symphonic Metal an, wo SERENITY den Part des Headliners übernehmen werden.
Von dem her ist alles cool, denn dort bekommt man auch wieder die Chance, sie mit einem deutlich größeren Programm live zu erleben.

 

Nachdem SERENITY mit großem Applaus von der Bühne gingen, war es nach einer obligatorischen Umbaupause dann an der Zeit DELAIN zu begrüßen.
Diesmal hatten sie sich jedoch etwas ganz besonderes für ihre Fans ausgedacht.
Denn auf dieser Tour wurden sie von Marco Hietala, seines Zeichens Bassist, nicht ganz unbekannten finnischen Kapelle NIGHTWISH unterstützt.
Mit ihrem aktuellen Album "Moonbathers" konnten sie erneut wieder große Erfolge erzielen und damit dieses Werk auch ordentlich präsentiert wird, wurde nach einem Intro ("The Monarch") auch gleich mit "Hands Of Gold" begonnen, welches sofort begeisterte Reaktionen des Publikums nach sich zog.
Mit "We Are The Others" blieb diese Stimmung auch so gut, was der Band sichtlich imponierte.
Auch "The Glory And The Scum" und Get The Devil Out Of Me" zeigten in wunderbarer Weise, wie unglaublich agil die Truppe ist.
Mit "Danse Macabre", dem quasi Titeltrack zur gleichnamigen Tour, fuhren sie fort, bevor es dann endlich Zeit wurde, Marco Hietala zum ersten Mal auf die Bühne zu bitten.
Der ließ sich das nicht zweimal sagen und so wurde "Your Body Is A Battleground", gefolgt vom Queen Cover "Scandal" in die Menge gewettert.
Nach dieser grandiosen Einlage des NIGHTWISH Bassisten (und Vocalakrobaten neben Floor Jansen) ging es weiter mit „The Hurricane“, „Scarlet“, „Army Of Dolls“, „Here Comes The Vultures“ und „Fire With Fire“, bevor der bärtige Finne erneut zur Band stieß, um mit ihnen zusammen „Nothing Left“, „Sing To Me“, sowie „Control The Storm“ aufs begeisterte Volk loszulassen.
Ich muss ehrlich sagen, dass der Zuwachs für diese Tour DELAIN in keinster Weise geschadet hat, denn außer dem Bekanntheitsgrad von Marco, spielt vor allem seine grandiose Stimme eine große Rolle und so konnte dieses Unterfangen, mit ihm diese Tour zu bestreiten, auch nur von Erfolg gekrönt sein.
Mit „Suckerpunch“ und „Not Enough“ wurde dann leider auch der Schluss des regulären Sets erreicht, aber…naja…was soll ich sagen?!
Richtig!
Ohne Zugabe ging ja wohl gar nichts.
Das dachte sich auch das Publikum und so ließen sie DELAIN gar nicht erst gehen.
So kam dann auch endlich „Mother Machine“, einer meiner Faves, dieser Kapelle zum Zug.
Gefolgt von „Don’t Let Go“, bei dem sie nochmals richtig aufdrehten.
Den finalen Punkt setzte dann das Paradebeispiel eines Hits „The Gathering“, den sie dieses Mal auch so aufführen konnten, wie er auch im Original von ihrem ersten Album „Lucidity“ zu hören ist.
Nämlich mit…ja genau… Marco Hietala, der dann natürlich zurück auf die Bühne kam um zusammen mit DELAIN für eine Flut an Hühnerkombis zu sorgen.
Das war wirklich ganz großes Kino!
Nachdem die letzten Klänge dieses Meilensteins verklungen waren, entließen sie unter dem Outro, welches wiederum ein Auszug des Songs „The Monarch“ darstellte, das Publikum, welches sichtlich zufrieden entweder den Heimweg, oder den Merchstand ansteuerten.

 

Mein Fazit fällt letztendlich absolut positiv aus, da sowohl SERENITY, als auch DELAIN einen absoluten Abriss vollzogen.
Im Falle von CELLAR DARLING kann ich ja leider nicht mitreden, bin mir aber relativ sicher, dass auch sie einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gesamtkunstwerk „Danse Macabre Tour“ beitrugen.
Deswegen kann ich hier nur meinen Hut ziehen, denn diese Konstellation war wirklich mal wieder ein grandioses Erlebnis!

 

Pics by Heiko Bendigkeit
https://www.facebook.com/Heiko-Bendigkeit-268616456572912/?fref=ts

 




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