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Metal-Specials

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Metal-Specials
Wir haben immer wieder irgendwas, was in keiner anderen Rubrik unterzubringen ist. Witze, Anekdoten, Leserbriefe usw. usf.
Deshalb soll diese Rubrik als eine Art "Müllhalde" dienen. Keine Sorge, wenn Ihr Euch erst mal festgelesen habt, wollt Ihr womöglich gar nicht mehr raus hier...

Habt Ihr auch irgendwelche Specials? Konzerte der Superlative oder Anekdoten oder oder oder...? Dann her damit! Mailt an specials(at)heavy-metal-heaven(dot)de



Das Wild(e) Leben eines Eric Adams
Eingefleischte Fans wissen es bereits: Im Backstagebereich ist er ständig auf der Pirsch nach jungen Damen, auch "chicks" genannt. Doch auch Kreaturen der wilderen Art, stellt er nach. Seien es nun Truthähne, Bisons, Wildschafe, Riesenrotbarsche, Wildschweine oder Elche - sein physischer und psychischer Einsatz bei der Jagd in den Wäldern steht den Bemühungen beim "Hühnchen jagen" sicher in nichts nach ;o) Und noch eines haben diese zwei "Sportarten" gemeinsam: Am Ende steht immer ein "kleiner Tod".


Man mag zur Jagd stehen wie man will. über das Pro oder Kontra kann man sich streiten. Das persönliche Verhalten von Mr. Adams ist jedenfalls nicht von primitiver Mordlust oder gar Blutgier geprägt. Vielmehr bemüht er sich um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und wird auch oft von Naturschutzbeauftragten zu Fragen der Sicherheit und Jagdtechnik zu Rate gezogen. Zudem ist er ein vom Staat New York anerkannter Jagdbogen-Ausbilder, was eine gewisse Ethik und Besonnenheit voraus setzt.


In einem ausführlichen Statement stellt er seinen persönlichen Standpunkt dar und erklärt unter anderem, dass die Jagd sogar einigen Tierarten zugute kommt. Stärkere Arten werden bejagt, damit sie den schwächeren Tieren nicht das Futter wegnehmen, was sie im Winter zum überleben brauchen.
Der für ihn wichtigste Grund ist: "...das jeder versteht, dass das getötete Wild entweder von uns gegessen wird oder an bedürftige Familien geht. Wir beide (Eric Adams und Chester Moore - Anm. v. Sandy) nehmen an einem Programm teil, dass sich "Hunters For The Hungry" nennt und bereits 20.000.000 Pfund Wildfleisch landesweit an Bedürftige verteilt hat.



Anlass dieses Statements ist die Veröffentlichung einer DVD mit dem Titel "Wild Life & Wild Times", die er zusammen mit seinem Freund Chester Moore realisiert hat. Von der Idee bis zur fertigen DVD vergingen drei Jahre, in denen die beiden allerhand auf sich nahmen und teilweise selbst zu Gejagten wurden. "Ich mag es, die Angst zu spüren, besonders wenn man ein 400 Pfund schweres Wildschwein im Nacken hat. Da merkt man ganz genau, wo man seine Nerven sitzen hat!
so Eric.
Weniger nervenaufreibend war wohl die Arbeit im Ton-Studio. Denn natürlich hat er es sich nicht nehmen lassen, zusammen mit seinen Mitstreitern bei Manowar, die Bilder mit einem eigens dafür kompnierten Soundtrack zu untermalen.


Sein Jagdgefährte Chester Moore ist selbst ein großer Manowar-Fan und lernte Eric auf einem Konzert kennen. Dabei stellte sich heraus, dass sie viele gemeinsame Interessen haben, die auch die Bogenjagd umfasst. Chester bereist die ganze Welt und hat als Outdoor-Journalist bereits zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlicht (das bekannteste: "Texas Reds"). Außerdem kennt man ihn von Fernsehsendern wie National Geographic TV, Outdoorchannel und Fox Sports. Auch ihm liegt der Erhalt der Natur am Herzen. Daher begründete er das Projekt "Zoo Quest", welches sich für die Erhaltung und den Schutz der Tiere in freier Wildbahn einsetzt. Auch er hat ein Statement zur DVD abgegeben.


Der Silberling hat eine Laufzeit von 87 Minuten und beinhaltet 37 Minuten Bonusmaterial mit Audio Section. Für die englischsprachigen Dialoge sind englische und deute Untertitelungen möglich. Seit dem 30.06.2006 kann man das Ganze in Deutschland kaufen und wer will kann sich vorher schonmal einen Trailer ansehen.
"Das sind wir - ungschminkt und in Farbe - und wir glauben, dass die Qualität dieser DVD für sich selbst spricht




Erik Adams und Chester Moore

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Im Anschluss an diesen Bericht sei mir noch ein persönliches Statement gewährt:
Ich weiß, das dieser Bericht womöglich die Leserschaft spalten wird. Die einen die es "cool" finden, wie sich Männer ein Duell mit, teilweise sehr gefährlichen, Tieren liefern und die anderen, die es entsetzlich finden, den Tod eines Lebewesens zu filmen und sich daran zu "ergötzen".

Vegetarier, Veganer und Stoffhosenträger (Das ist jetzt nicht abfällig gemeint!!!) haben das Recht Protest anzumelden. Aber wer selbst nicht auf sein Wurstbrot, seinen "Broiler" oder seine Lederhose verzichteten will, sollte bedenken, dass hinter dem unblutigen Begriff "(Tief-)Kühlware" in der Fleischtheke immer ein getötetes Kalb, Pferd, Schwein oder Junghähnchen steht und Leder ursprünglich der gefleckte Hautanzug eines Rindes war. Und diese "Waren" wurden einzig und allein "zum Nutzen der Verbraucher produziert".

Vielen Menschen geht der Anblick oder die Vorstellung eines sterbenden oder getöteten Tieres nahe und dennoch essen sie Fleisch und tragen Schuhe aus Leder. Sie sind nicht bereit ein Tier mit eigenen Händen zu töten, sondern lassen die "Drecksarbeit" andere machen, auf die sie dann mit dem Finger zeigen. Sie nehmen in Kauf, dass das Rind oder das Schwein in dunklen Ställen turbogemästet wird und nach diesem elenden kurzen Leben anonym am Fließband stirbt.

Da stellt sich am Ende die Frage ob der Hirsch, der bis zum Tod frei durch die Wälder streift nicht besser dran ist...

(Bild-) Quelle: www.wildlifeandwildtimes.com


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Kommentare

by thomsen am 25.05.2005 - 14:04
Nette Metapher mit dem "kleinen Tod". Auf Französisch heißt das "La petite mort" und wird mit "Orgasmus" übersetzt :fg:.
Hab letztens ´ne Werbeanzeige zu diesem Produkt inner Rock Hard gelesen und konnte mich vor lachen nich mehr einkriegen! Man darf gespannt sein auf die nächste DVD mit Gastauftritt von Ted Nugent :fg:.

by Harry am 10.07.2006 - 11:00
Klasse Sandy

Meinen :respekt:

by H. am 10.10.2006 - 12:43
Interessant