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D-A-D Gratiskonzert auf der Kieler Woche am 19.06.2012
"Heute ist Freitag…"
DAD_in_Kiel_01 Eigentlich war es ja Dienstagabend als D-A-D gratis auf der "Kieler Woche 2012" in Kiel spielten. Doch Frontmann Jesper Binzer läutete kurzerhand das Wochenende ein und brachte damit die zahlreich erschienenen Fans der Kopenhagener Band zum Abfeiern. Die Dänen wussten zu rocken und machten es mit ihrer Bewegungsfreude jedem Fotografen schwer, vernünftige Bilder zu schießen. Da wurde zwischen den Bühnenrändern hin- und hergesprungen, auf Bassdrums und Boxen geklettert und vieles mehr.

DAD_in_Kiel_01 Neben toller Lightshow und perfektem Sound spielten D-A-D einen Auftritt der Megaklasse. Stig Pedersen wechselte fortwährend zwischen seinen zweisaitigen Bassgitarren im verrückten Design. Vom Neonkorpus über schwarzlackierten Kotflügel mit Heckblinker im US-Style, Ministratocaster mit Riesen-Kopfplatte bis zur Mondrakete war wieder alles dabei.

DAD_in_Kiel_01 Die Setlist bot einen Querschnitt durch 26 Jahre Bandgeschichte und 11 Studioplatten. Los ging's mit "New Age Moving In" vom aktuellen Album "Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark". Der Titel sagt wohl aus, dass D-A-D immer noch gerne ihren Originalnamen (Disneyland After Dark) wiederhätten. Dieser wurde anno 1989 geändert, da die Plattenfirma Warner Bros. rechtliche Konsequenzen befürchtete und es sich mit der Disney Company nicht verscherzen wollte. Und sogleich dröhnte auch "Jihad" vom damaligen Durchstarter-Album "No Fuel Left For The Pilgrims" durch die Boxen. Es folgten "Isn't That Wild", "Everything Glows" und mit "Point Of View" schließlich noch ein Song aus dem Jahr 1989.

DAD_in_Kiel_01 Jesper Binzer glänzte mit mehr schlechtem als rechtem Deutsch, dafür mit umso witzigeren Ansagen. So bezeichnete er z.B. die Kieler als "süß", meinte jedoch "sød", was zwar wörtlich "süß" heißt, in diesem Zusammenhang jedoch "nett" bzw. "freundlich" bedeutet. Laust Sonne korrigierte ihn dann auch bei der Bandvorstellung, denn er sitze ja am "Schlagzeug" und nicht am "Trommelset". Die Art und Weise, wie Jesper das vortrug, machte ihn und die Band aber nur noch sympathischer.

DAD_in_Kiel_01 "Scare Yourself, Never Girl, Monster Philosophy, Grow Or Pay, We All Fall" folgten, um mit "I Want What She's Got" von 2011 den großen Mitsing-Part einzuläuten. Wobei statt der Dame spontan Drummer Laust Sonne als "Opfer" herhalten musste. Frei nach dem Motto: "I Want What Laust's Got!". Das Set schlossen die Dänen mit "Bad Craziness" vom 1999er Silberling "Psychopathico" und einem Stig Pedersen, dem die Pyros nur so aus dem Helm schossen, während er spielte.

DAD_in_Kiel_01 Nun gab es kein Halten mehr. Das Publikum, völlig aus dem Häuschen, verlangte lautstark nach mehr, so dass D-A-D nach nicht enden wollenden Zugaberufen mit "Evil Twin" erneut die Bühne enterten. Nach einer kurzen Ansage und der Bestätigung des Publikums, dass heute Freitag sei und am nächsten Tag weder Schule noch Arbeit anstünden und man deshalb den ganzen Tag ausschlafen könne, folgte im direkten Anschluss eine XXL-Version von "Sleeping My Day Away", dessen erste Strophe komplett vom Publikum gesungen wurde. Jesper Binzers "kleiner Bruder" Jacob, genannt "Cobber", konnte während des Soloteils sämtliche Facetten seiner Gitarrenkunst präsentieren. Diese wusste er perfekt in Szene zu setzen.

DAD_in_Kiel_01 Mit dem obligatorischen "It's After Dark" klang der Auftritt aus und die Stadt Kiel ließ an der Hörn ihr eigenes Feuerwerk mit Wasserspiel und klassischer Musik los.

DAD_in_Kiel_01 Alles in allem ein gelungener Abend mit einer genialen Live-Band und das noch für lau. Dafür gebührt allen Beteiligten, D-A-D und vor allem der Stadt Kiel großer Dank. Super organisiert, reichlich zu essen und zu trinken, sowie genügend Toiletten und Parkplätze, deren geringe Gebühr man - in Anbetracht eines spitzenmäßigen Gratis-Konzerts - gerne in Kauf nahm. Da darf mit Spannung erwartet werden, welche Acts im nächsten Jahr auftreten werden. Scooter, Jürgen Drews, Right Said Fred u.v.a. gab es während der Woche übrigens auch zu sehen. Diese waren für Metaller jedoch eher uninteressant und teilweise kostenpflichtig.

Bericht von DANU (dem Schattenmann)




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