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CYRENCE - The Hospital - Review
CYRENCE CYRENCE - The Hospital

Bei CYRENCE kommt mir unweigerlich das identisch ausgesprochene SAVATAGE-Album in den Sinn. Laut CYRENCE-Mastermind Tim Grathwohl hat der Name jedoch keine wirkliche Bedeutung. Egal, es klingt gut. Und so ist auch der Sound der Band. Einflüsse einer gewissen US-Kapelle, deren erste Platten in den 1980er Jahren bei Megaforce-Records erschienen, lassen sich kaum leugnen. Das Coole daran ist, dass eben (fast) nur diese ersten drei Scheiben zum Tragen kommen. Vor allem die beiden mit dem Elektrischen Stuhl im Gewitterregen und dem Soldatenfriedhof mit den Marionettenfäden. So kann eines der Gitarrenriffs des Titeltracks "The Hospital" problemlos mit "Disposable Heroes" konkurrieren. Die solide Gitarrenarbeit steht hier eindeutig im Vordergrund. Der Gesang ist rau und kantig. Ähnlich wie bei ASSASSIN oder den frühen BLIND GUARDIAN zu "Follow The Blind"-Zeiten hört man die Deutschstämmigkeit raus. So legen die vier Jungs von CYRENCE nach dem Intro (A New Beginning…) auch gleich mit einem KREATOR-mäßigen Anfang von "Dystopia" los, gefolgt von einem Riff, das auch gut aus der kanadischen ANNIHILATOR-Schmiede hätte stammen können. Insgesamt sehr melodiös mit Hetfield'schen Anklängen, doch mit mehr Dampf!

"This Life" hält das ANNIHILATOR-Tempo und featured heftige Growls im Pre-Chorus. Saitenhexer Dominic Millett liefert dazu ein geniales Solo, das sich hören lassen kann. Nach dem Titeltrack folgen "I Won't Fall" und "You Kill Me". Letzterer geht voll auf die Zwölf und die Vocals mit Zeilen wie "Let it happen-ah" spiegeln noch mehr den o.g. Einfluss wider. Das erinnert leicht an BEATALLICA. Mit "Purity Control" endet das kurzweilige Vergnügen auch schon. Hier zeigt Schlagzeuger Thomas Goldberg, was er draufhat. Von Blastbeats bis zu NEVERMORE-mäßigen Doublebass-Attacken à la Van Williams ist alles dabei. Vielleicht erinnert "Purity Control" deshalb etwas an "Inside Four Walls", wobei die Vocals zum Teil eher in Richtung Mille Petrozza gehen.

Fazit: Starker, melodiöser Thrash, dessen Hooklines noch nicht völlig ausgereift, die Ansätze dazu aber vorhanden sind. Hatte Tim Grathwohl anno 2011 das Demo "Endtime Stories" noch komplett allein eingespielt, klingen CYRENCE 2015 nach einer vollständigen Band. Sollten sich die vier Bayern Tim, Dominic, Chris und Thomas irgendwann in den hohen Norden verirren, um dort aufzutreten, bin ich am Start.

Infos und Link zum Song "This Life": www.cyrence.de



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