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Circle ll Circle + Nightmare + Eternal Flight - Pratteln Z7, 23.05.2013
Gleich 2 Ereignisse wollten “Circle ll Circle” auf ihrer aktuellen Tour feiern.
Zum Einen war es das 10 Jährige Bestehen der Band und zum Anderen wollte man auch den Meilenstein „Edge Of Thorns“ von „Savatage“, bei dem Bandleader „Zak Stevens“ damals seinen Einstand als Sänger gab und nun 20 Jahre auf dem sprichwörtlichen Buckel hat, gebührend feiern, indem sie es in kompletter Länge live spielten, doch dazu später mehr.
Wie es sich gehört, hatten „Circle ll Circle“ auch mehr als ordentliche Anheizer in Form der Bands „Eternal Flight“ und „Nightmare“ dabei, die vorab schon einmal die Anwesenden auf Betriebstemperatur bringen sollten.

Den Anfang machten „Eternal Flight“ aus Frankreich, die ich zugegebenermaßen bisher leider noch nicht auf dem Schirm hatte.
Dies sollte sich dann aber kurz nach dem Konzert ändern, soviel sei gesagt.
Mit ihrem Power Metal konnten sie nicht nur bei mir amtlich Boden gut machen, denn auch mehrere Anwesende im Publikum waren Feuer und Flamme und feierten ihre Band ab.
Ihr Material traf zu 100% und bereicherte den Abend ungemein.
Ihre bisher erschienen Alben „Positive Rage“, „Under The Sign Of Will“ und „Diminished Reality, Elegies And Mysterious“, wurden in der Setlist beachtet und auch ein Vorgeschmack auf ihr kommendes Werk schlich sich ein und wurde extrem positiv aufgenommen.
Für mich ein Support nach Maß, der es verstand, diesen Job bestens zu bestreiten.
„Eternal Flight“ sollte man sich unbedingt auf den Zettel schreiben, wenn man auf interessanten Power Metal steht.

Übrigens genauso wie die danach aufgetretenen und ebenfalls aus Frankreich stammenden „Nightmare“.
Ich denke, jeder der sich etwas mit Power Metal auskennt, dürfte schon einmal über diese Band gestolpert sein.
Beehren sie uns doch schon seit vielen Jahren mit besten Veröffentlichungen.
Und auch live geben sie eine mehr als gute Figur hab.
Mit einer Setlist, die beinahe keine Wünsche offen ließ, legten die Jungs los, um dem Publikum noch mehr einzuheizen.
So konnte sich das Auditorium über Stücke, wie „Sunrise In Hell“, „Eternal Winter“, „Children Of The Nation“, oder auch „The Gospel Of Judas“ freuen.
Genauso wie auch schon ihre Landsmänner von „Eternal Flight“ machten „Nightmare“ mit ihrer Bühnenpräsenz und ihrem starken Material klar, dass es sich hier nicht um irgendwelche Hinterhofcombos handelt, sondern um erstklassigen Metal.
Was mir persönlich jedoch eine wahre Gänsehaut verpasste und das wohlgemerkt im positiven Sinne, war die abschließende Coverversion von „Black Sabbath’s“ „Heaven And Hell“, bei dem man nicht nur einmal den Eindruck hatte, dass Sänger „Jo Amore“ im Stammbaum eines „Ronnie James Dio“ auftauchen könnte.
Für mich wahrlich eine der führenden französischen Bands im Metal Sektor und das bewiesen sie an diesem Abend wieder einmal eindrucksvoll.

Solchermaßen konnte man sich nun auf den Headliner des Abends „Circle ll Circle“ freuen, die nach einer Umbaupause dann auch, wie oben schon erwähnt, das komplette „Edge Of Thorns“ Album zum Besten gaben.
Folgerichtig begann somit der Gig nach einem kurzen Intro mit dem Titelsong dieses unglaublichen Albums.
Gefolgt von, wie man die Reihenfolge bereits erahnen kann, wenn man dieses Machtwerk sein Eigen nennen kann, „He Carves His Stone“, „Lights Out“, „Skraggy’s Tomb“, „Labyrinths“, „Follow Me“, „Exit Music“, „Degrees Of Sanity“, „Conversation Piece“, „All That I Bleed“, „Damien“, „Miles Away“ und der wunderschönen Ballade „Sleep“.
Zwischen den einzelnen Stücken wurde „Zak“ nicht müde, immer wieder lustiges und informatives über diese Zeit zu berichten und auch sonst hatte man den Eindruck, selbst die leider etwas überschaubare Besucherzahl, würde ihn in keinster Weise stören.
Er und seine Jungs sind halt Profis und wissen mit solch einer Situation umzugehen, um den Zuschauern, die an diesem Ereignis teilnahmen, auch das zu bieten, was es verdient, nämlich 100% geile Musik.
Nachdem „Edge Of Thorns“ komplett durchleuchtet wurde, machten sich „Circle ll Circle“ nun daran, auch etwas aus ihrem eigenen Back-Katalog zu spielen.
Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Jungs mit „Seasons Will Fall“ ein sehr gutes neues Album auf den Weg brachten und daraus auch 2 Stücke live vortrugen.
Im Einzelnen waren dies „Diamond Blade“ und „Epiphany“, die mit einem Song älteren Datums in Form von „Soulbreaker“ angereichert, den Weg in die Setlist fanden.
Zum Schluss ließen sich „Zak Stevens“ und seine Jungs dann noch etwas Spezielles einfallen.
Die Zugabe hatte es wahrlich in sich, denn wie inzwischen bekannt sein dürfte, hat „Zak“ nicht nur eine gnadenlos geniale Stimme, sondern verfügt auch über beachtliche Drummer Qualitäten, die er bei der Coverversion „The Trooper“ von „Iron Maiden“ eindrucksvoll unter Beweis stellte, während Keyboarder „Henning Wanner“ sich um die Vocals kümmerte, was er übrigens sehr stark rüberbrachte.
Nach diesem Finale mit Charme war leider das Ende des Sets erreicht, jedoch lag die Gewissheit quasi in der Luft, hier und heute etwas ganz besonderes erlebt zu haben.

Ich danke den Jungs von „Circle ll Circle“ für die Entscheidung, „Edge Of Thorns“ die Ehre zukommen zu lassen, welches es uneingeschränkt verdient hat und es live zu präsentieren.
Für all diejenigen, denen an diesem Abend zu wenig „C ll C“ Songs am Start waren sei gesagt, dass die Band sicherlich bald wieder zurückkommen und dann auch wieder verstärkt ihre Diskografie durchleuchten wird.
Für mich ein absolut ergreifendes Konzert!

Pics by Heiko (PictureMonster)
www.heiko-bendigkeit.de/











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