nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
797707
Festival-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Building A Force Festival 2011 Mühltalhalle - Bad Rappenau, 09.04.11
Auch dieses Jahr gaben die Macher des Building A Force Festival wieder alles und luden 9 hochwertige Bands in die Mühltalhalle zu Bad Rappenau.
Was ich auch diesmal wieder lobend erwähnen möchte ist die Vielfalt der verschiedenen Stile der einzelnen Bands.
Bei dem Billing konnte wirklich jedes Metalheart angesprochen werden.

Denn Anfang machten "Circle Of Silence", die ich zu meinem Bedauern leider nicht anschauen konnte, da wir mit leichter Verspätung in Bad Rappenau ankamen.
Jedoch möchte ich anmerken, daß mich ihre Mucke doch sehr anspricht.
Von daher denke ich mal, ging ihr Gig voll in Ordnung.


Die nächste Band auf der Liste waren mit "Mirror Of Deception" eine waschechte Doom Band aus deutschen Landen.
Genauer gesagt aus Göppingen bei Stuttgart.
Zwar hatte ich leichte Probleme mich mit der Musik am hellichten Nachmittag zu identifizieren, da man sich so etwas dann doch besser am Abend reinzieht, wenn es dunkel ist.
Jedoch gibt es auch von ihren Veröffentlichungen rein gar nichts zu beanstanden.
Kein Wunder wenn man sich mal vor Augen führt, daß die Band schon seit 1990 in zwar relativ unregelmäßigen Abständen, doch stets mit guter Qualität CDs auf den Markt wirft.
So kamen auch ihre Songs recht gut beim Publikum an und für mich war gleich der erste Pluspunkt zu verzeichnen.

Doch es kam noch besser!
Denn was die nächste Band "Ivanhoe" darboten, war schon Oberklasse.
Mit ihrem Progressive Metal konnten sie außer mir auch noch einige andere in der Halle überzeugen.
Da die Band auch auf einige Scheiben in ihrem Backkatalog verweisen kann, kamen sowohl älteres, als auch Songs von ihrem noch aktuellen Album "Lifeline" aus dem Jahre 2008 in der Setlist vor.
Zwar hätte ich mir eine größere Zuschauerzahl gewünscht, denn verdient hätten sie es allemal.
Doch sie nahmen es sportlich und legten insgesamt einen sehr guten Gig hin.
Ein weiterer Beweis, daß ich mich zurecht auf ihren anstehenden Auftritt beim diesjährigen Bang Your Head freuen darf.

Die nächsten auf der Liste waren "Burden Of Grief", die mich ebenfalls mehr als positiv überraschten.
Zwar wurde das Tempo gegenüber den vorangegangenen Bands merklich angezogen.
Jedoch auf eine sehr beachtliche Art und Weise.
Hatte ich diese Band bisher leider noch nicht auf dem Schirm, so änderte sich das nach ihrem tadellosen Gig sehr schnell.
Es wurde astreines Material ins Auditorium gefeuert, welches die Songs annahmen.
Da "Burden Of Grief" dieses Jahr noch auf einigen Festival gebucht sind, hoffe ich einfach mal auf ein baldiges Wiedersehen der Band auf irgendeiner Stage.

Mit "Witchburner" aus Fulda wurden noch einmal alle Thrash Fans auf den Plan gerufen. Zugegebenermaßen nicht ganz meine Baustelle, jedoch bei weitem nicht die schlechteste Truppe.
Ihre Songs haben durchaus Potential, was auch einige unter den Schaulustigen so sahen und das ist ja schließlich das wichtigste an allem.
Von daher auch hier ein cooler Gig!

Weiter ging es danach mit "Sacred Steel", die ein weiteres mal bewiesen, daß sie ein unverzichtbarer Baustein der deutschen Metalszene sind.
Von Beginn an wurde klargestellt, daß sie kamen um alles nieder zu walzen, was sich ihnen in den Weg stellt.
Tja und was soll ich sagen, wenn mir Songs der Marke "Wargods Of Metal", "Army Of Metalheads", "Denial Of Judas" und "Sacred Bloody Steel" um die Ohren geschmettert werden?!
Ganz klar, hier ist First Class Metal angesagt!
Die Band live zu erleben macht einfach dermaßen Laune und war zudem noch ein sehr guter Anheizer für die folgende Band!

Die Band auf die ich schon seit langem freute sie live bestaunen zu dürfen.
"Hail Of Bullets" waren an der Reihe.
Die Truppe um Martin Van Drunen (Asphyx, Ex-Pestilence,Bolt Thrower) und Ed Warby (Gorefest) kamen, spielten und siegten und ich glaube, daß ich da nicht nur für mich spreche.
Ihre Songs sind die pure Gewalt. Man muß es einfach erlebt haben um zu erahnen, wieviel Klasse in dieser Band steckt.
Ob es nun die abgrundtiefen Vocals von "Martin Van Drunen", die genialen Gitarrenläufe von "Paul Baayens" und "Stephen Gebedi", oder auch dem markerschütternden Bass von "Theo Van Eekelen" und nicht zuletzt dem gigantischen Drumgewitter des sagenhaften "Ed Warby" sind.
Alles paßt auf den Punkt und so kann ich auch nur sagen, daß ich voll auf meine Kosten kam und genau das erlebte was ich mir erhofft habe.
Welch eine geniale Band!

Nach diesem Ereignis hatte ich zugegebenermaßen kurze Zeit das Gefühl es würde schwierig, sich auf eine weitere Band einzulassen.
Aber wer "Powerwolf" kennt, der weiß wie wenig Gedanken man sich darum letztendlich machen muß.
Und genau so war es auch.
Sie betraten die Bühne und alles war klar.
Tolle Songs gepaart mit Lachtränen erzeugenden Ansagen von Sänger "Attila Dorn", sowie den wilden Umtrieben des Keyboarders "Falk Maria Schlegel", der sich wie so oft in Rolle des Animateurs wiederfindet. Das ist "Powerwolf" in Reinkultur.
Schade war nur, daß sie noch keine Appetizer vom kommenden Album zum Besten gaben.
Doch mit Gassenhauern der Marke "Raise Your Fist, Evangelist", "Kiss Of The Cobra King", "Resurrection By Erection", "We Take It From The Living" und vielen anderen mehr, waren sie selbstverständlich auch an dem Abend wieder up to date.
Bleibt mir nur zu sagen, daß auch "Powerwolf" wie viele andere Bands an diesem Tag eine absolute Bereicherung für das "Building A Force Festival" waren.

Die Aftershow Sause mit "Feel The Campfire" mußten wir notgedrungen ausfallen lassen.
Jedoch fällt mein Fazit wiederum ebenso positiv aus wie auch schon im Jahr zuvor.
Wenn auch die Zuschauerzahl nicht merklich gestiegen ist seit dem "B.A.F. 2010".
Was ich übrigens absolut nicht nachvollziehen kann, da bei diesem Event wirklich alles richtig gemacht wurde.
Vom günstigen Eintritt über die ebenfalls sehr weit unten gehaltenen Getränke - und Essenspreise, bis hin zu der Anzahl an sehr guten Bands war alles gegeben.
Warum sich dafür nicht mehr Leute begeistern konnten, bleibt mir auf ewig ein Rätsel.

Pics by Heiko (PictureMonster)


Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch