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Blind Guardian + Orphaned Land - Stuttgart Liederhalle, 01.05.2015
Ich muss zwar zugeben, mit dem neuen Album „Beyond The Red Mirror“ der Krefelder Fantasy Metaller Blind Guardian so meine kleinen Problemchen zu haben, da es sich mir irgendwie nicht so ganz erschließen möchte.
Dies war jedoch kein Grund, sie nicht trotzdem Live On Stage sehen zu wollen und schon gar nicht, wenn eine grandiose Band wie die Israelis von Orphaned Land als Support mit an Bord ist.
Deshalb kurzerhand die Hufe geschwungen und ab nach Stuttgart in die Liederhalle, wo sie am 01.05. ihr Liedgut darbrachten.

Wie gesagt bestritten Orphaned Land das Vorprogramm und machten von Beginn an alles richtig.
Mit einem wahren Füllhorn an starken Songs konnten sie ordentlich Boden gutmachen.
Wer die Band kennt weiß wie professionell sie zu Werke gehen und machen auch keinen Hehl daraus, ihre Stücke so orientalisch wie möglich klingen zu lassen, was dem Ganzen noch einen draufsetzt wie ich finde.
Und auch Spaß verstanden sie, trotz ihrer nicht gerade rosigen Aussichten in Israel.
Wer die Medienberichte und Nachrichten verfolgt, dem brauche ich sicherlich nichts mehr erzählen.
Vielleicht haben sie deshalb (bei mir zumindest) noch einen Stein mehr im Brett.
Aus solch einem Land zu kommen und sich trotzdem noch des Lebens erfreuen zu können, da gehört meiner Meinung schon etwas dazu.
Und wenn man dann solche Ansagen wie die des Sängers Kobi Farhi, der trotz seines wallenden Gewandes und seiner passenden Frisur standhaft dabei blieb, nicht Jesus zu sein hört, schließt man diese Band nur noch mehr in sein Herz und genießt solch energetische Tracks wie „All Is One“, „The Simple Man“, „Brother“, oder „Sapari“ nur noch mehr.
Für mich immer wieder ein kleiner Höhepunkt, diese Band zu erleben.
Hoffentlich irgendwann auch mal in der Position des Headliners auf einer eigenen Tour.

Nach diesem gelungenen Einstand war es nun an der Zeit den Hauptact des Abends Blind Guardian begrüßen zu dürfen.
Die legten dann auch ohne Umschweife mit dem überlangen Opener „The Ninth Wave“ von ihrem neuen Album „Beyond The Red Mirror“ los, gefolgt von „Banished From Sanctuary“ und „Nightfall“, die begeistert abgefeiert wurden.
Beim darauffolgenden „Fly“ hatte ich die Gelegenheit, Flüssignahrung zu mir zu nehmen, da ich mit diesem Song noch nie etwas anfangen konnte.
Mit „Tanelorn (Into The Void)“, „Prophecies” und “The Last Candle” trieben sie mich aber ganz schnell wieder in die Halle zurück.
Besonders „The Last Candle“, welcher für mich einer der Höhepunkte in der Diskografie der Krefelder darstellt, hatte es mir angetan.
Im Anschluss gaben sie ein kleines akustisches Stelldichein mit den Stücken „Miracle Machine“ und „Lord Of The Rings“, bevor mit „Bright Eyes“, „Twilight Of The Gods“ und „And The Story Ends“ wieder verstärkt auf die Kacke gehauen wurde.
Somit endete das eigentliche Set, doch wer Blind Guardian kennt, der weiß dass dies noch lange kein Grund ist, den Abend zu beenden.
Unter den Klängen von „War Of Wrath“, welches in „Into The Storm“ mündete, kamen Hansi Kürsch und seine Mannen zurück, um den noch lange nicht gesättigten Fans noch ein paar Häppchen in Form von „Guardian Of The Blind“, „Valhalla“, „Wheel Of Time“ und „The Bard’s Song – In The Forest“ vorzuwerfen.
Erst mit „Mirror Mirror“ kam dann letztlich das unweigerliche Ende des Sets.
Begleitet von den Klängen des orchestralen Outros „At The Edge Of Time“ leerte sich dann langsam die Halle.

Was mich an Blind Guardian immer wieder positiv überrascht ist, dass sie auf Tour ständig ihre Setlist ändern, was vor allem für diejenigen interessant sein dürfte, die mehr als einmal zu einem Gig während einer laufenden Tour gehen möchte.
Naja die Jungs können es sich ja auch erlauben, denn wer so eine Routine besitzt und so viele großartige Stücke sein Eigen nennen darf, der kann auch ruhig mit der Setlist jonglieren.
Es spricht in jedem Falle für die Band und das erlebte man auch an diesem Abend wieder.
Da konnte ich es auch verkraften, dass das neue Album und ich wohl keine Freunde mehr werden.
Großartige Darbietung von beiden Bands wohlgemerkt!

Pics by Heiko Bendigkeit
www.heiko-bendigkeit.de/




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