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Blaze Bayley - Rockfabrik Ludwigsburg (Club 2) - 25.04.2010
Den Anfang machten "Sons Of Seasons" mit leichter Verspätung, bedingt durch einen unfreiwilligen Stauaufenthalt von Blaze, was den ganzen Abend etwas nach hinten verschob. Schon von Beginn an war klar, daß hier echte Profis am Werk sind. Mit ihrem Mix aus Gothic-und Progressive Metal kamen sie auch relativ gut an. Mit solchen Members wie Henning Basse (Metalium), Oliver Palotai (Kamelot, Doro), Jürgen Steinmetz (Silent Force, Rock Ignition), Daniel Schild (Afshin, Justin Nova Band) und Pepe Pierez (Ancient Curse) konnte ja aber auch eigentlich nix schiefgehen und so schossen Songs wie "Gods Of Vermin", "A Blind Man's Resolution" und vor allem die oberamtliche Nummer "Fallen Family" in die leider nicht so gewaltige Meute, was aber angesichts des anwesenden Publikums, die ordentlich Alarm machten, nicht weiter ins Gewicht fiel. Was auch positiv zu erwähnen ist, daß "Sons Of Seasons" eine Spielzeit von 60 Minuten eingeräumt wurde, die sie auch gnadenlos ausnutzten. Auf jeden Fall sollte man die Band antesten, falls der geneigte Metal Fan das nicht schon längst getan hat!

Ich hab es immer noch in den Ohren, wie manche über Blaze Bayley herzogen, als er seinerzeit bei Iron Maiden den Posten des Sängers einnahm. Auch ich hatte zugegebenermaßen meine Probleme damit, daß jemand Bruce bei den eisernen Jungfrauen ersetzte. Um so mehr begeistert mich, wie bärenstark er sich nach dem Split mit Maiden weiterentwickelte und ganz ehrlich muß ich gestehen, seit langem keinen so sympathischen Musiker mehr auf irgendeiner Bühne gesehen zu haben. Seine Huldigungen an die Fans hatten einfach Charme und seine Abneigung gegen Major-Labels waren durch seine Aussagen, die ich lieber nicht genauer wiedergebe (grins), mehr als deutlch. Blaze und seine Jungs gaben von Anfang an Vollgas. Der Reigen begann mit "Madness and Sorrow", der brachial in die Menge geworfen wurde und auch die kommenden Songs, wie z.B. "Voices From The Past", "City Of Bones", "Faceless", "Smile Back At Death", "Blood And Belief", "The Brave", "The Man Who would Not Die", "Robot", "Samurai" und mit "Letting Go Of The World" einer meiner Favoriten vom neuen Album "Promise And Terror" kamen so genial, daß es wirklich nicht verwunderlich war, wieso die Band so derart abgefeiert wurde. Auch seine Zeit mit Iron Maiden ließ Blaze in Form von "The Clansman" Revue passieren, wobei ich selbst als ein absoluter Fan der eisernen Jungfrauen ganz klar sagen kann, daß sich diese Interpretation keinesfalls hinter jener, die nach der Wiedervereinigung mit Bruce und Adrian öfters live dargeboten wurde, verstecken muß.

Ich kann zum Schluß nur anmerken, daß man sich Blaze Bayley nicht entgehen lassen sollte, wenn sie (leider viel zu selten) wieder in deutschen Landen spielen. Denn wie es Blaze bei seinem Gig auf der Bühne schon so treffend erwähnte: "Man weiß ja schließlich nie, wann und ob man irgendwann mal wieder hier spielen darf"!


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