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Festival-Berichte

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BALTIC OPEN AIR 2018 Wikingerland Haddeby Teil 1 - Freitag, 24. August 2018

BOA_00BALTIC OPEN AIR 2018
Wikingerland Haddeby
Teil 1 - Freitag, 24. August 2018

 

Aufgrund des Billings ließen wir letztes Jahr das BALTIC OPEN AIR sausen. Doch 2018 fahren Daniel Spinler und seine Open Air GmbH dermaßen viele Delikatessen auf, dass man einfach nicht zuhause bleiben kann. So ging es für uns nach vorgezogenem Feierabend am Freitag los aufs Infield ins benachbarte Wikingerland Haddeby bei Busdorf.
 

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THE NEW ROSES
Die Wiesbadener sind längst keine Unbekannten mehr.

Deshalb sind wir zwar überrascht, aber nicht erstaunt, als die Damen von THUNDERMOTHER aus dem Backstagebereich kommen, uns kurz begrüßen: "Do you remember us?" und zusammen mit ihrem Tourmanager inkognito im Publikum verschwinden, um die Show von THE NEW ROSES anzusehen, bevor sie abends selbst in Kiel auftreten.

Frontmann Timmy klingt wie die Inkarnation des verstorbenen Steve Lee von GOTTHARD und macht seine Sache richtig gut. Gitarrist Norman feuert das Publikum an, präsentiert sich mit freier Brust und hat die Fans voll auf seiner Seite. Ein gelungener Auftritt, der Lust auf mehr macht.
 

BOA-02 BOA-03SNAKEBITE
Die Jungs aus dem Pott ziehen parallel zu THE NEW ROSES auf der kleinen Bühne außerhalb des Infields eine Wahnsinns-Show ab. Man könnte denken, es ständen nicht sechs Leute in der ersten Reihe, sondern 6000. Und es gab ja nicht nur die erste Reihe.

Die Viererbande ist definitiv sehens- und hörenswert. Und das Schlangenhaut-Tattoo, dass alle tragen ist echt fett! Schade nur, dass die Jungs so früh ranmüssen und zeitgleich mit den Stars auf der Hauptbühne. Mit Songs wie "Live It Up" und "Road To Nowhere" haben Julian, Dominik und Co. das Publikum jedenfalls fest auf ihrer Seite.

 

BOA-06DIMPLE MINDS
Authentischer als die Kerls aus Bremen geht es nicht. Sänger Ladde grölt ins Mikro, dass man kaum etwas verstehen kann und "surft" am Mikroständer wie ein Blatt im Wind. Doch egal, die Dimple Minds machen nach wie vor Spaß und legen eine Attitüde an den Tag, die manch anderer Band fehlt. Und spätestens beim Smash-Hit "Durstige Männer" schallt es auch aus der letzten Fan-Kehle lauthals über den Platz.
 

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TORFROCK
Definitiv "not my cup of tea", aber ein Wahnsinns-Publikumsmagnet. Da wird es vor der Bühne fast eng. Vielleicht sind der Kleine von "Klaus & Klaus" und seine Mannen aber auch schon ein Vorgeschmack auf das kommende WERNER-Rennen zwischen Comiczeichner Brösel und Kneipenwirt Holgi, welches nach 30 Jahren seine Fortsetzung findet.
 
SERUM 114
Die Punkrocker überraschen nicht nur mit einer gelungen Coverversion von Rage Against The Machines "Killing In The Name". Sänger Esche scheint auf einmal von der Bühne verschwunden und steht plötzlich auf dem Dach des Mischturms. Eine coole Aktion, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

 

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ORDEN OGAN
Bombast-Metal mit Folkeinflüssen ist eigentlich auch nicht so meins. Aber ORDEN OGAN machen ihre Sache richtig gut und einige Songs und Passagen gehen voll ab.
 
Trotz eines kurz zuvor gebrochenen Daumens muss die Show weitergehen, so dass Bassist Spoony kurzerhand an der Gitarre aushilft, während Frontmann Seeb sich auf den Gesang konzentriert.
 
Und Niels "Spoony" Löffler scheut kein Gitarrensolo oder zweistimmigen Part und liefert!
 
 

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KREATOR
Es gibt Bands, die wollen anscheinend keine vernünftigen Fotos. Gleißendes Licht von hinten, so dass man nur schwarze Schatten sieht, ist bei den deutschen Thrash-Königen leider an der Tagesordnung.
 
Aber die Songs sind geil! Wieder gibt es einen Querstreif von alten bis neuen Klassikern, der sich hören lassen kann. Routiniert zocken Mille und seine Jungs einen nach dem anderen, so dass es kaum Platz für Kritik gibt. Höchstens vielleicht, dass man die Lightshow überdenken sollte und dass weiße Luftschlangen und große rechteckige Konfetti kein Metal sind.
 
Leider kann man bei Festivals nicht überall zugleich sein und muss sich daher die persönlichen Highlights herauspicken. Diesmal ist die Bandauswahl, wenn auch breit gefächert, weit besser als in den Jahren zuvor und der Sound ist auf allen Bühnen nahezu perfekt. Hier und da könnte man noch etwas verbessern, wie beispielsweise die Abfahrzeiten des Shuttlebusses oder die Preis-/Leistung manches Imbiss-Stands, aber insgesamt hat sich doch ein großer Schritt nach vorne getan, der Lust auf das BALTIC OPEN AIR 2019 macht.
 
Bericht vom Samstag folgt…

 

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos: Bianca Wamsler




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