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BALLROOM BIRTHDAY BASH 2018 - Hamburg Kaiserkeller, 6. Januar 2018

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Hamburg Kaiserkeller, 6. Januar 2018

 

Oliver "Otti" Otto, Alex Beck und der Ballroom Hamburg laden zur Geburtstagsfeier in den Kaiserkeller. Moderiert von Andreas "Maschine" Pooch bleiben kein Auge und keine Kehle trocken.


Bash2018-01Nach der Ansage und dem obligatorischen "Happy Birthday"-Gesang  legen PROJECT PRIEST aus Bremen los. Erstaunlich nahe am Original tönt "Electric Eye" aus den Boxen. Die Ballroom-Mischer haben stets ein Händchen für den guten Ton, nur schweinelaut muss es offenbar sein. Obwohl die Jungs um Sänger Peter Bekusch eine sehr klassische JUDAS PRIEST-Setlist offerieren, vermisse ich doch wenigstens einen oder zwei Songs vom Painkiller-Album. Es muss ja nicht unbedingt der Titeltrack sein, mit "Night Crawler" oder "Between The Hammer & The Anvil" wäre ich auch schon zufrieden. Frank Richter und Peer Schmidt an den Klampfen wissen selbst Songs wie "Turbo Lover" gekonnt umzusetzen, ohne dass es poppig klingt. 


Bash2018-02 Bash2018-03 Im Gegenteil, das Gitarrendoppelbrett kommt mit "Heading Out To The Highway", "Riding On The Wind", "Breaking The Law" und "Living After Midnight" um die Ecke. Selten Gehörtes wie "Beyond The Realms Of Death" oder "Victim Of Changes" darf ebenso wenig fehlen wie "Hell Bent for Leather", "The Green Manalishi (With The Two-Pronged Crown)" und "You've Got Another Thing Comin'". Bassist Mick Sebastian und Drummer Malte Raettig sorgen für wohliges Wummern in der Magengegend, während Peter Bekusch sich in Halford’schen Höhenlagen austobt. Das macht Spaß und verlangt nach mehr.

 

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Switch… Kurze Umbaupause, Happy Birthday Teil 2 und… OZZYFIED. Die fast perfekte Illusion, bei der man kaum unterscheiden kann, ob man nicht doch das Original sieht und hört. Henning Wanner ist der Max Giermann unter den Ozzys. So nah dran war noch kein Tribute. Passend dazu gibt’s den Opener "I Don’t Know". Hart an der Grenze zwischen Ernst und Parodie zieht der falsche John Michael Osbourne sein Programm durch. Ein Rock’N’Roll Rebel wie er im Buche steht und uns im Crazy Train durch den Abend kutschiert. Da sagen wir der Mama gerne, dass wir etwas später nach Hause kommen, ziehen ohne Tränen die ultimative Sünde durch, schießen im Dunkeln und heulen den Mond an, dass sogar Aleister Crowley staunt und am Ende eh alle paranoid sind.

 

Andreas "Rippel" Rippelmeier gibt einen fabelhaften Zakk Wylde, zumindest optisch. Spielerisch mehr ein Randy Rhoads oder Jake E. Lee mit Gefühl für die richtigen Töne zur richtigen Zeit im richtigen Tempo von ruhig bis ultraschnell. Das passt! Drummer Bernie Simon würde als Scott Travis-Doppelgänger wunderbar mit PROJECT PRIEST harmonieren. Akustisch nimmt man ihm den Randy Castillo gerne ab, mich erinnert sein Spiel allerdings eher an Tommy Aldridge. Zu guter Letzt haut Tom Busch in seinen Viersaiter, komplettiert das Ganze und doubelt Bob Daisley wunderbar. Ein starker Auftritt einer starken Truppe, von der man in Zukunft sicherlich noch oft hören und lesen wird. Wenn die Besessenheit von Ozzy ein Virus ist, sind OZZYFIED garantiert ansteckend.

 

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Da haben es die BALLROOM HAMBURG ALLSTARS schwer, nach zwei solch gewaltigen Tributes die Stimmung im Saal aufrecht zu erhalten. Die Band um Schlagzeuger und SCORPIONS-Gründungsmitglied Wolfgang Dziony macht ihre Sache gut. Die Songauswahl driftet dann aber doch zu sehr in den bluesigen Hardrock-Bereich ab. Dass Sänger Jörn Schomacker seine eigene Interpretation so mancher bekannten Gesangslinie zum Besten gibt, ist da auch nicht wirklich hilfreich. Für jede normale Party wären die Allstars die perfekte Unterhaltung gewesen. Heute leider nicht. Cool sind "Ain’t Talking About Love" im Original von VAN HALEN, WHITESNAKEs "Give Me All Your Love" und passenderweise "Doctor Doctor" vom ersten SCORPIONS-Leadgitarristen, der seinerzeit von einem UFO entführt wurde.

 

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Leider leert sich der Kaiserkeller immer mehr. Die meisten der Gäste waren wohl wegen OZZYFIED gekommen, manche sogar vom Bodensee. Die BALLROOM HAMBURG ALLSTARS können einem fast leidtun. Der Mischer hat nochmal eine Schippe draufgelegt, so dass sämtliche Anwesenden auch am nächsten Tag noch was davon haben. Und wenn es nur ein Fiepen in den Ohren ist. Trotzdem ist es eine gelungene Geburtstagsfeier und ein schöner Abend in den Katakomben des Hamburger Kiez.

 

Danke an Otti und das Ballroom-Team. Beim nächsten Mal sind wir garantiert wieder dabei.

 

 

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos von BIANCA (der Schattenfrau)




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