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AXEL RUDI PELL + REBELLIOUS SPIRIT - Bremen Aladin, 1. Oktober 2014
ARP_01AXEL RUDI PELL
+ REBELLIOUS SPIRIT
Bremen Aladin, 1. Oktober 2014

Das Aladin in Bremen war für uns eine völlig neue, unbekannte Location. Sehr geil, riesige Bühne, großer Saal mit mehreren Theken, eine davon in der Mitte. Das Ganze etwas abschüssig nach unten, so dass man von jeder Stelle eine perfekte Sicht auf die Show on stage hatte. Dazu super Licht und Ton. Einziger Kritikpunkt war der viel zu schmale Fotograben vor der Absperrung direkt vor der Bühne. Die Fotografen kamen sich auf den gefühlten 30 cm ständig in die Quere.

ARP_02 Pünktlich um 20 Uhr ging es los. REBELLIOUS SPIRIT ließen ihr Intro laufen und rockten den Saal mit "Silent Scream" vom neuen Album "Obsession". Und schon drängten sich die Zuschauer in den ersten Reihen. Mit diesem fulminanten Start hatte die Band das Publikum auf ihrer Seite. Es folgte "Look What I've Become", sowie die Single "Cry For You" und das coole "Let's Bring Back" vom REBELLIOUS SPIRIT-Debut "Gamble Shot". Sänger Jannik animierte die Anwesenden zum Mitsingen, was ihm auch gut gelang. Auch teilte er mit, wie geil es sei, die neuen Songs live zu spielen, denn die anderen seien von früher, also aus der Zeit als er, Jens, Corvin und Silvio noch jung waren. In Anbetracht des Durchschnittsalters im Saal sorgte dieser Faux Pas für so manchen leisen Schmunzler.

ARP_03 Nach "Together" und "Confidence Men" war es Zeit für "Lights Out", dem seinerzeit ersten Videotrack der Band. Und damit der letzte Song von "früher". "Lost", von dem es ebenfalls ein Musikvideo gibt und der Titeltrack "Obsession" läuteten das gefühlt viel zu frühe Ende des REBELLIOUS SPIRIT-Sets ein. Für die gelungene Performance gab es reichlich Applaus. Und in der Tat sind die vier "Confidence Men" deutlich routinierter und selbstbewusster geworden. Keine Spur mehr von Unsicherheit. Die jungen Rebellen legten ein professionelles Stageacting an den Tag, von dem sich so manche "große" Band eine Scheibe abschneiden könnte. Eine Show, die beim Zusehen Spaß machte und ein würdiger Anheizer für AXEL RUDI PELL und seine Mannen.

ARP_04 Nach kurzer Umbaupause klang auch schon das nächste Intro aus den Lautsprechern. ARP-Sänger Johnny Gioeli fegte wie ein tanzender Wirbelwind über die Bühne und machte es jedem Fotografen schwer, ihn einzufangen. Offensichtlich hatte er nach einer Erkältung in den vergangenen Tagen wieder richtig Freude am Singen, so dass es für ihn kein Halten gab. In bester Bruce Dickinson-Manier schien er sich fast gleichzeitig an sämtlichen Stellen der Bühne aufzuhalten. Links-rechts-vorne-hinten und umgekehrt. Dabei sang er mit einer Leichtigkeit und Power die so manches in den Schatten stellt. Inzwischen war der Saal noch voller und die Temperatur im Aladin glich der einer finnischen Sauna. Im Gegensatz zu REBELLIOUS SPIRIT präsentierten die Herren des älteren Semesters annähernd dieselbe Setlist wie schon im Frühjahr auf dem ersten Teil der Tour. Einziger wirklicher Unterschied war "Edge Of The World" anstelle von "Burning Chains und "Long Way To Go", sowie die Improvisationen mit kurzen Einspielern wie z.B. die Gitarrenriffs aus "Smoke On The Water" und "Man On The Silver Mountain". Schlüsselmeister Ferdy Doernberg an den Keys ließ ein mächtiges Solo vom Stapel, ebenso wie Drummer Bobby Rondinelli, dem die Ärzte kurz zuvor ein Stück entzündetes Fleisch aus dem Fuß geschnitten hatten. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, sein Können an den Stöcken und Trommeln zu zeigen.

ARP_05 Einfach nur cool war und ist die Performance von ARP-Urgestein Volker Krawczak. Straight durch, ein wenig posiert, wo es passt, Hauptsache der Bass wummert und drückt in der Magengegend. Zusammen mit Axel himself bilden die Jungs einen Fünfer, der an Professionalität kaum zu überbieten ist. Für den Rest sorgte der Mann an den Reglern. Ein hervorragender Sound und ein Gesamtpaket, das einfach Spaß macht. Da hat sich die Fahrt in die Heimat der Bremer Stadtmusikanten gelohnt.

Zumindest für REBELLIOUS SPIRIT soll es im Frühjahr weiter gehen und es wird gemunkelt, dass sie mit irgendwelchen Aliens auf Tour sollen. Gerüchten zufolge könnten das dieselben sein, die in den 1970er Jahren den Gitarristen einer bekannten Hard Rock-Band aus Hannover entführten. Wir sind gespannt…

Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Fotos von BIANCA (der Schattenfrau)




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