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Axel Rudi Pell + Lords Of Black - Memmingen Kaminwerk, 16.09.2016

Im Rahmen ihres 30-jährigen Bestehens, brachte die Crew von Rockabend Concerts am 16.09.2016 einen der Aushängeschilder Deutschlands, AXEL RUDI PELL nebst seiner Band nach Memmingen ins Kaminwerk, wo sie zusammen mit LORDS OF BLACK einen Stopp, anlässlich ihrer “Game Of Sins Tour” machten.

 

Mit LORDS OF BLACK hatte der Flitzefinger wahrlich einen mehr als sehenswerten Support Act am Start, denn was Ronnie Romero, der seine Sangesqualitäten unlängst auch bei RITCHIE BLACKMORE’S RAINBOW unter Beweis stellen durfte, sowie der Rest dieser fantastischen Band ablieferten, war schon eine Marke für sich.
Zwar ist ihre bisherige Diskografie mit zwei Veröffentlichungen noch relativ übersichtlich, doch beinhalten diese Alben genug erstklassiges Material, um ohne Probleme mal schnell eine starke Setlist an den Start zu bringen.
Die Jungs aus Spanien machen keine halben Sachen, denn was man von ihnen immer zu hören bekommt, hat sicherlich ganz hohes Niveau.
Dazu ein gesundes Stage-Acting und die Sache läuft quasi von ganz allein.
Und wenn man dann zum Schluss auch noch mit einem solch gewaltigen Cover, wie dem von BLACK SABBATH’S „Neon Knights“ daherkommt, muss wohl auch der letzte im Saal seinen imaginären Hut für der Band ziehen, denn sie derart kraftvoll hab ich diesen Song sonst nur vom Original selbst gehört.
Auch nicht unwichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass Ronnie Romero nicht nur den Vornamen mit seinem Idol verbindet, denn wenn man mal die Augen schließt, kann man sich sehr schnell den seeligen Ronnie James Dio auf der Bühne vorstellen.
Eine wirklich großartige Darbietung, dieser wirklich begnadeten Band!

 

Es scheint sich langsam zu einer Tradition zu entwickeln, dass wenn AXEL RUDI PELL im Kaminwerk spielen, dieses dann auch ausverkauft ist.
Schon 2014, als sie mit ihrer „Into The Storm Tour“ in Memmingen Halt machten, prangerte das imaginäre „Sold Out“ Schild über dem Publikum.
So auch diesmal, sodass man schlussendlich auch nicht wirklich viel Platz mehr in der Location hatte.
Gut für die Band und natürlich für den Veranstalter.
Nach dem Intro „Lenta Fortuna“, jenem Einstieg in das neue Album „Game Of Sins“, ging es mit „Fire“, welches ebenfalls auf diesem Longplayer zu finden ist gleich amtlich in die Vollen.
Das Publikum war von Beginn an mit der Band und sang Stücke wie das folgende „Fool Fool“ lauthals mit.
Das nächste Stück, dass die Jungs auf ihre Liste standen hatten, war mit „Nasty Reputation“ ein echter Klassiker.
Schön, dass es solch ein geiler Song auf die Setlist schaffte.
Was jedoch auffiel war die Tatsache, dass man vom neuen Album grad mal zwei Stücke (+1 Intro) spielte und sich ansonsten eher auf den Backkatalog versteifte.
So war es auch nicht verwunderlich, dass Tracks wie „Strong As A Rock“, „Oceans Of Time“ und „The Clown Is Dead“ ihren Weg zum Publikum fanden.
Auch die letzte Scheibe „Into The Storm“ wurde „nur“ mit einem Song („Burning Chains“) gewürdigt.
Schade eigentlich, aber was will man machen?!
Nach diesem folgte dann das erste Solo in Form einer Darbietung von Ferdy Doernberg auf seinen Keyboards, der mit seinen Klängen quasi in den Titelsong des neuen Outputs „Game Of Sins“ führte, welches dann auch positiv von den Zuschauern aufgenommen wurde.
Und weil wir gerade bei den Solis sind, durfte auch ein Bobby Rondinelli an seinen Drums nicht fehlen.
Auch er zeigte auf, dass seine Zeit bei Bands wie RAINBOW, BLACK SABBATH, oder auch BLUE ÖYSTER CULT seine Spuren hinterließen, denn immer wenn ich ihn sehe, erinnere ich mich sofort an besagte Platten, die er mit seinem Drumsound wahrlich veredelte.
Axel kann sich wirklich glücklich schätzen, solch einen Drummer gefunden zu haben.
Natürlich durfte auch „Mystica“ welches danach zu Zug kam nicht fehlen, welchem im weiteren Verlaufe „The Line“ vom göttlichen Album „The Masquerade Ball“, sowie „Edge Of The World“ von „Shadow Zone“ folgten, die auch gleichzeitig das Ende des regulären Sets bedeuteten.
Doch natürlich wollte das Publikum die Jungs nicht ohne ein paar Zugaben gehen lassen.
Diese kamen dann auch postwendend in Form des, schon öfters gespielten Medley „The Masquerade Ball/Casbah“, welches aber immer wieder zu überzeugen weiß, sowie dem abschließenden „Rock The Nation“, welches seit Jahren nicht mehr in der Setlist fehlen darf.
Mit diesen beiden Zugaben war dann aber wirklich das Ende des Gigs erreicht und die Band verabschiedete sich von ihrem treuen Publikum.
Alles in allem ein starker Gig, so wie man es von AXEL RUDI PELL gewohnt ist und das immer wieder ausverkaufte Kaminwerk gibt ihm diesbezüglich ja auch recht.

 

Für Rockabend Concerts bedeutete dieser Abend indes eine umjubelte Veranstaltung mehr in ihren Chroniken, sodass man weiter gespannt sein darf, für welche Combo sie sich als nächstes entscheiden werden.
Feststehen tun bislang schon mal SINNER, die auf der Geburtstagsparty von Rockabend Concerts am 01.10.2016 in Günzach im Hirsch auftreten werden, sowie HAMMERFALL, die am 28.01.2017 während ihrer „Build To Tour“ einen Abstecher nach Kaufbeuren machen, wo sie in der All-Kart Halle einmal mehr für eine gewaltige Party sorgen werden, quasi die nächsten 30 Jahre des Veranstalters einläuten werden.
Ihr seht, das Karussell dreht sich munter weiter.
So soll es auch sein.
Also merkt euch schön die Termine und genießt die Shows.
Ich werde es zumindest auf jeden Fall tun!

 

Pics by Heiko Bendigkeit
http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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