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Avantasia - Kaufbeuren All-Karthalle 18.03.2016

Das Jahr des dreißigjährigen Bestehens von Rockabend Concerts, dem Veranstalter schlechthin, wenn es darum geht, das Allgäu zum beben zu bringen, steht ganz im Zeichen von großartigen Konzerten.
Den Auftakt hierfür bestritten nun AVANTASIA, die im Zuge ihrer aktuellen Tour auch einen Halt in der All-Karthalle in Kaufbeuren machten.
Wie es bei AVANTASIA so Sitte ist, einmal mehr ohne Support.
Somit konnten sich die Fans erneut auf eine dreistündige Show von Tobias Sammet und seinen hochkarätigen Gästen freuen.

 

AVANTASIA sind nicht nur durch das Erscheinen ihres neuen Albums „Ghostlights“ in aller Munde, sondern auch die Beteiligung am diesjährigen Eurovision Song Contest, kurz ESC ließ Tobi und seine Mannschaft noch weiter ins Rampenlicht rücken.
Zwar belegten sie letztlich „nur“ den dritten Platz, doch reichte dies wohl völlig aus, um den Kartenverkauf nochmals voranzutreiben.
Dies möchte ich jetzt jedoch nicht als böswillige Unterstellung verstanden haben, denn wer AVANTASIA kennt der weiß, dass sich Tobi Sammet immer auf seine Fans verlassen kann und so ein Fernsehauftritt zwar selbstverständlich auch für Publicity sorgt, jedoch meiner Meinung nach eher schmückendes Beiwerk ist.
Wenngleich wie in diesem Falle extrem schmückend!
So konnte man sich schließlich über eine beinahe ausverkaufte Tour freuen.
Und so hieß es auch an diesem Abend in Kaufbeuren „Sold Out“.
Dementsprechend gut war natürlich auch die Stimmung, als AVANTASIA dann loslegten.
Mit dem vom ESC bekannten Song „Mystery Of A Blood Red Rose“, welcher auch der Opener von besagtem neuen Werk „Ghostlights“ ist, begann der dreistündige Trip in eine Fantasiewelt.
Das zweite Stück des Abends war dann auch schon das Titelstück des neuen Albums, welches von Michael Kiske eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde, bevor Ronnie Atkins von PRETTY MAIDS „Invoke The Machine“ vom letzten Output „The Mystery Of Time“ zum Besten gab.
Beim folgenden „Unchain The Light“, welches wiederum auf dem neuen Langeisen zu finden ist, gaben sich dann Michael Kiske und Ronnie Atkins gemeinsam die Ehre.
Bei den nächsten beiden Songs „A Restless Heart And Obsidian Skies“ und „The Great Mystery“ kam dann ebenfalls ein alter Bekannter auf die Bühne.
Niemand geringerer als MAGNUM Frontmann Bob Catley zeigte was er noch immer drauf hat, bevor mit Jorn Lande ein weiterer Übersänger die Bühne betrat, um die Stücke „The Scarecrow“ und „Lucifer“ mit seiner markanten Stimme zu veredeln.
Das Gitarrist Oliver Hartmann nicht nur sein Instrument dermaßen im Griff hat, sondern auch eine geniale Stimme besitzt, dürften inzwischen wohl einige mitbekommen haben.
Weitere Beweise hierfür bieten übrigens auch die ersten Alben von AT VANCE, bei denen er seine Stimmgewalt ebenfalls zum Ausdruck brachte.
So war es natürlich sehr schön zu erleben, dass er den Song „The Watchmaker’s Dream“ zusammen mit Tobi sang, was selbstverständlich auch dementsprechend vom Publikum honoriert wurde.
Und auch MR. BIG Sänger Eric Martin, der auch schon bei der letzten AVANTASIA Tour mit am Start war, bildete auch diesmal wieder ein Teil der Vocal Attack auf der Bühne.
So verwunderte es auch nicht wirklich, dass er „What’s Left Of Me“ von „The Mystery Of Time“ sang.
Selbigen hatte er ja bereits in der Studioversion eingesungen.
Im Anschluss daran wurde es noch epischer, als die Veranstaltung bisher schon war.
Mit „The Wicked Symphony“ kam eine Nummer an den Start, die von nicht weniger als fünf Sängern zelebriert wurde.
Im Einzelnen waren dies erneut Eric Martin, der sich zusammen mit Amanda Somerville, Oliver Hartmann, Jorn Lande und Herbie Langhans von SINBREED, sowie auch BEYOND THE BRIDGE die Stage teilte.
Unglaublich beeindruckend!
Danach durfte Herbie Langhans gleich auf der Bühne bleiben, denn „Draconian Love“ vom neuen Werk war nun an der Reihe.
Wer „Ghostlights“ kennt, weiß dass er die Studiofassung des Titels ebenfalls eingesungen hat, doch live bekam dieser Song noch einmal mehr Ausdruck, als er auf der CD/LP schon hat.
Die Ballade „Farewell“ gehörte indes Amanda Somerville und Michael Kiske, die zusammen immer wieder so gut harmonieren, was nicht zuletzt auch ihre Kiske/Somerville Veröffentlichungen beweisen dürften.
Beim anschließenden „Stargazers“ wurde nicht nur wieder aufs Gas gelatscht, sondern mit Kiske, Atkins, Lande und Hartmann auch gleich noch einmal fast die ganze Mannschaft auf der Bühne versammelt, um diesen mächtigen Song zu interpretieren.
Jedoch gehörte die Stage bei „The Story Ain’t Over“ wieder einmal Bob Catley fast gänzlich alleine.
Diesem wunderschönen Titel ging jedoch noch das etwas deftigere „Shelter From The Rain“ voraus, welches von Michi Kiske, sowie dem eben erwähnten Bob Catley vorgetragen wurde.
Danach ging es mal wieder zum neuen Album „Ghostlights“ zurück.
Mit „Let The Storm Descend Upon You“, bei welchem sich Jorn Lande und Ronnie Atkins ein Stelldichein gaben, brachten sie glücklicherweise meinen Favoriten vom neuen Silberling mit ein.
Was für ein großartiger Song!
Auch „Promised Land“ (mit Jorn Lande) überzeugte einmal mehr auf ganzer Linie, sodass Michi Kiske bei „Reach Out For The Light“ und dem nicht wegzudenkenden „Avantasia“ gänzlich leichtes Spiel hatte, das Publikum bei Laune zu halten.
„Twisted Mind“ sowie auch das, den regulären Set abschließende Dying For An Angel“ gehörten noch einmal Eric Martin, wobei er jedoch bei erst genannten zusätzlich von Ronnie Atkins unterstützt wurde.
Aber was wären AVANTASIA ohne das unübertroffene „Sign Of The Cross“, welches sie live immer wieder gerne zu einem Medley mit „The Seven Angels“ verwursteln?!
Richtig, nur die halbe Miete.
So gehörte der Zugabenblock zusammen mit „Lost In Space“, bei welchem Tobi Sammet von Amanda Somerville begleitet wurde, auch fast ausschließlich diesem Song, bei dem nochmals alle Mitglieder auf der Bühne versammelt waren, die AVANTASIA jedes Mal ausmachen.
Ein wahrlich großartiges Schauspiel!

 

 

Ich glaube, besser als mit AVANTASIA konnte Rockabend Concerts das Konzertjahr ihres Jubiläums gar nicht beginnen.
Von hier aus auch noch einen herzlichen Gruß und alles Gute an Meggy Schneider und seine Mannschaft.
Ohne euch wäre das Allgäu, außer vielleicht ein paar laut schallenden Kuhglocken auf den Viehweiden sehr viel leiser.
Macht weiter so!
Auf die nächsten 30 Jahre!!!

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/

 




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