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Annihilator + Guests - Karlsruhe Substage, 31.10.2015

Mit „Suicide Society“ zeigte Gitarrenhexer Jeff Waters vor kurzer Zeit, dass ANNIHILATOR noch immer ganz weit vorne mitmischen, auch wenn sich das Besetzungskarussell mal wieder gedreht hat.
Auf dem eben genannten neuen Album nahm der gute Jeff das Mikro, ganz in der Tradition von „King Of The Kill“ wieder selbst in die Hand und ich bin immer noch der Meinung, dass er das ebenfalls super im Griff hat.
Keine Frage, dass ich mir das auch live unbedingt ansehen musste.
So führte mich mein Weg dann auch am 31.10. dieses Jahres nach Karlsruhe, wo ANNIHILATOR im Substage aufschlugen.

 

Doch bevor Jeff Waters und seine Mannschaft die Bühne enterten, kamen erst einmal die Vorbands zum Zug.
Die ersten, die gute Stimmung in die Hütte brachten waren mit ARCHER eine Band, die in Santa Cruz Kalifornien beheimatet ist und mit ihrer Mixtur aus klassischem Heavy Metal und einer Brise Stoner Rock von Anfang Boden gutmachen konnte.
Ihr Material ist durchweg von sehr guter Qualität, sodass sie eine gute Ausgangsposition hatten, diese auch On Stage erfolgreich an den Mann (bzw. die Frau) zu bringen.
Zwar war die Spielzeit mit 30 Minuten nicht übermäßig lange, doch wussten die drei Jungs dies zu nutzen wovon das Publikum im Endeffekt profitieren konnte.
Hatte ich ARCHER bis dato noch nicht live gesehen, kann ich sagen, dass mich die Band positiv überrascht hat.

 

Ebenso wie die im Anschluss daran folgenden HARLOTT aus Down Under.
Wenn ich mich nicht komplett verhört hatte, verkündete Sänger Andy Hudson nicht ohne Stolz, dass sie mit der Tour zusammen mit ANNIHILATOR zum ersten Mal die Gelegenheit hatten, auf deutschem Boden zu touren.
Dementsprechend motiviert ging der Vierer aus dem australischen Melbourne auch zu Werke und servierten dem Publikum feinsten Thrash Metal. Den ich einfach mal mit Bands wie z.B. KREATOR vergleichen würde, denn an Mille und seine Jungs dachte ich nicht nur einmal, als sie Stücke aus ihrem Full-Length Album „Origin“, sowie den beiden EP’s „None“ und „Virus“ spielten.
Ich musste mir öfters mal die Frage stellen, warum ich diese Band bisher nicht auf dem Schirm hatte und warum sie noch nie die Gelegenheit hatten, in Deutschland zu spielen, denn ganz ehrlich, mit unserer florierenden Thrash Szene in Germanyhätte man bestimmt auch mal ein gutes Bündel zusammen mit den Australiern schnüren können.
Jeder der jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich HARLOTT für seinen nächsten CD Einkauf einfach mal mit auf den Zettel schreiben.
Ich war auf jeden Fall durchweg begeistert.

 

Nachdem die Thrash Granate von HARLOTT erfolgreich gezündet wurde, war es nun an der Zeit ANNIHILATOR auf der Bühne zu begrüßen.
Diese ließen sich auch nicht lange bitten und nachdem „Rock You Like A Hurricane“ von den SCORPIONS vom Band kommend sein Ende fand legten Jeff Waters und der Rest seiner wilden Horde mit „King Of The Kill“, bevor die drei nächsten Songs „Suicide Society“, „Snap“, sowie „Creepin‘ Again“, gleich mal einen guten Einblick in das aktuelle Album übermittelte.
Diese drei Stücke sollten auch alles sein, was sie von „Suicide Society“ spielten, denn der Rest der Setlist war gespickt mit feinstem Material ihrer bisherigen Schaffensphase.
Einblick gefällig?!
Dann lesen und schämt euch nicht eurer Tränen beim Lesen von: „The Fun Palace“ (incl. einer Gitarreneinlage eines Fans auf der Bühne), „Set The World On Fire“, „Refresh The Demon“, „W.T.Y.D.“, „Brain Dance“, „Bliss“, „Second To None“, „Ultraparanoia“, „Tricks And Traps“, „Phantasmagoria“, „Chicken And Corn“, „Kraf Dinner/21“ und selbstverständlich der unendlichen Hymne schlechthin „Alison Hell“.
Zuviel versprochen?!
Mit solch einer Songauswahl kann man, selbst wenn man nicht anwesend war, erahnen wie großartig die Stimmung im Substage war.
Und als dann als Zugabe auch noch mein persönlicher All-Time Favorit der Band „Human Insecticide“ dargebracht wurde, war nicht nur ich völlig aus dem Häuschen.
Jeff Waters zeigte, dass er nicht nur seine Gitarre bestens im Griff hat, sondern auch genau weiß wie er seine Songs am besten singt, dass sie rau und ehrlich klingen.
ANNIHILATOR waren, sind und bleiben für mich ein wichtiger Bestandteil der Musikwelt und das sehe ich so, seit ich sie zum ersten Mal 1989 auf der Tour mit ONSLAUGHT im seeligen Akzente in Tuttlingen gesehen habe.
Was für ein Erlebnis!

 

ANNIHILATOR hatten bewiesen, dass sie immer noch für eine Überraschung gut sind und zusammen mit ARCHER und HARLOTT waren sie auf der sicheren Seite, was eine gut funktionierende Tour angeht.
Diesen Eindruck konnte man zumindest an diesem Abend im Substage durchaus gewinnen.
Es ist wahrlich beruhigend, gleich von allen Bands des Abends so positiv angetan zu sein.
So muss das im Idealfall auch aussehen!

 

Pics by Heiko Bendigkeit

http://www.heiko-bendigkeit.de/




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