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14.06.-16.06.2001



Juni, Sommeranfang, zwitschernde Vögel und Sonnenschein so weit das Auge reicht. Nun ja, bis auf den Sonnenschein war alles perfekt für das 2. Baden Württembergische Freundschafts-Singsang, zu dem die Gruppe E.G.A.L. in der Nähe des Urbacher Freibads geladen hatten. Den Erfolg des 3-tägigen Spektakels konnten die paar Tröpchen jedenfalls nie gefährden.

14.06.01 - Day 1
Am ersten Tag dachten sich die Jungs und Mädels wohl, sollten sie es etwas gemäßigter angehen. Jedenfalls sah es noch nicht allzu sehr nach Konzert aus. Gemeinsam traf man sich zum gemütlichen Aufbau (ähem) und anschließendem Grillen. Als es dunkelte wurde dann über die Zeltbühnen-Rückwand mit dem Projektor Video geschaut. Ein stinknormaler Tag also. Von diesem Tag stehen auch keine Bilder zur Verfügung, da meine Wenigkeit nicht anwesend war. ;-)


15.06.01 - Day 2
Als ich um ca. 18 Uhr auf dem Gelände einlief, hatten sich schon einige eifrige Fans warmgetrunken... ähem ich meine...eingefunden. ;-) Und es kam wie es kommen musste. Der Soundcheck war noch in vollem Gange, als der Himmel seine Schleusen öffnete und alles herablies, was er zu bieten hatte.
So ein lauer Gewitterguß in der freien Natur hat schon was für sich. ;-) Aber leider entpuppte sich dieser laue Guß zu einem ausgewachsenen Gewitter, das sich ganz gemütlich direkt über unseren Köpfen niederlies. Das Zelt musste gewaltsam mit ca. 15 MS (Menschen- oder auch Mättler-Stärken) am Erdboden festgehalten werden, da es ansonsten im Heavy-Metal-Heaven verschwunden wäre. ;-)) Dass uns dies nicht tiefer beeindrucken konnte, zeigten die nächsten Stunden, die wohl jedes Gewitter vor Neid erblassen liessen.
Unpünktlich um 20 Uhr (vorgesehen war 18 Uhr) enterte E.G.A.L. die Bühne und ließ Ihren satten Deutsch-Rock mit Punk-Einschlägen auf die Schar angereister Fans los.
Anschliessend gab Junkfood mit ihrem stark Blues-beeinflussten Bombast-Rock ihr bestes. Wer diese Band noch kennt, der sollte sich schnellstmöglich mal informieren gehen...
Ashes & Fairytales irgendwo einzuordnen dürfte schwer fallen. Ich würde auf hammermässig guten Rock mit leichten Punk-Einflüssen tippen. Wenn ich irgendwie daneben liegen sollte, lasst es mich wissen. Auf jedenfall haben sie einen astreinen Gig hingelegt. Als dritte und letzte Band des Abends ging bei Crisis Never Ends nochmal richtig der Punk ab. Obwohl die Band ja
eigentlich eine Hardcore-Truppe ist. ;-) Man merkte ihnen ihre Spielfreude an, und dass die Bühne für die quirlige Band viel zu klein war, schien auch niemand zu stören. Mit zum Teil eher Slayer-typischen Riffs konnten sie voll überzeugen. Jedenfalls: beide Daumen nach oben für einen grandiosen Abschluß eines grandiosen Abends.

16.06.01 - Day 3
Müde Augen und bleiche Gesichter ließen es vermuten: Es war noch eine lange Nacht. Dafür meinte es der Wettergott heute etwas besser mit den Bands und ihren Fans, die heute zahlenmässig weit besser vertreten waren als am Vortag. Vor allem die Horde der Schwarzkittel war unübersehbar. ;-)
Den Anfang an diesem Abend absolvierten wieder die Gastgeber E.G.A.L. alias 5 Freunde (oder andersrum???), die heute als Cover-Band auftrat und von den Hosen (ja, den Toten) bis über die Ärzte alles zum Besten gab. Wer E.G.A.L. kennt, weiss genau welche Qualität da über die Boxen dröhnte.
Die nachfolgende Band Netzwerk hämmerte ihren bombastischen Punk-Sound durch die Gegend, und man sah immer wieder beigeisterte Füßchen mithoppe
ln. Die Schwarkittel-Fraktion fieberte wohl eher den harten Klängen von Davidian entgegen, gab aber höflichen (und wohlverdienten) Applaus. Zwar wurde der Auftritt immer wieder von gerissenen Gitarren-Saiten kurz unterbrochen, aber trotzdem ansehnlich und perfekt bis zum Schluss. (Ja Jungs, für den nächsten Auftritt sammeln wir für ein paar Ersatz-E-Saiten *ggg*).
Dann hatte das Fiebern der Schwarzkittel ein Ende: Davidian ließ ein Trash-Feuerwerk vom Stapel, dass sich die Füchse im angrenzenden Wald nicht mehr zu retten wussten. Mit einer Brachialgewalt donnerte und töste es über die bangenden Fans vor die Bühne hinweg. Ständige Bewegung, ständig fliegende Haare, hämmernde Rythmen. Ein Augen und Ohrenschmaus der Sonderklasse.
Mit Torrent wurde die nächste Deutsch-Rock-Runde eingeleutet. Ein Auftritt gewürzt mit spassigen Texten und Comedy-Einlagen und einem Grundgerüst an Musik, die zu überzeugen wusste. Ich denke, diese Band sollte man sich merken.
Den krönenden Abschluss und absoluten Höhenpunkt des Singsangs stellte schließlich Pronther dar. Man spürte förmlich die Power und die Professionalität dieser Band. Wer sie kennt weiss, dass Pronther schon mit namhaften Bands wie Rammstein und dergleichen auf Tournee waren. Das Publikum schloß Sänger Buffa mit seinen witzigen und zum Teil sarkastischen Ansagen, sowie seinem über-schwenglichen Charme in´s Herz und in den Headbanger-Schädel.
Zum Schluß sei bemerkt, dass der Schreiberling dieser Zeilen zum Ende des Abends auf dem Weg zum Pinkeln noch beim Feuerholz in einen rostigen Nagel getreten ist, der aus einer Palette in die Höhe ragte. Doch nach diesen gelungenen Tagen ist selbst der jetzt noch schmerzende und entzündetet Fuß sch...E.G.A.L.!!!

(c) 2001 by Holger R.

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© 2000-2001 by Holger R. - zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2001